Sophokles

55 Sprüche

Es ist die Zeit ein milder Gott.

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Der Zeitgott ist ein milder Gott, der heilt.

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Zeit ist eine Göttin, die allen einen Platz zuweist.

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Nichts verschont das Alter und der Tod als nur die Götter. Das andre samt und sonders stürzt die Zeit mit Allgewalt.

Sophokles, Ödipus auf Kolonos, posthum aufgeführt um 401 v. Chr

Alles läßt sie welken, die übermächtige Zeit.

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Die Zeit verändert viel, Verborg'nes bringt sie ans Licht und birgt, was sichtbar war, im Dunkeln.

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Die rechte Zeit entscheidet alles, Sofort erficht sie den Erfolg.

Sophokles, Philoktetes, um 409 v. Chr

Alles verzehrt die Macht der Zeiten.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Hoffnung erhält den größten Teil der Menschheit.

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An die Hoffnung klammere ich unverrückt mich an, nichts könnte sonst mich treffen als bestimmtes Los.

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Wenn die Hoffnung, irren Fußes, Manchem auch nicht ihres Grußes, Freundlichkeit des Aug' erquicket; Andre hat zu wilder Lust Sie entbrannt und schon gezücket Hält das Schicksal auf die Brust Dann den Dolch, den sich die Toren Rasend in den Busen bohren.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr

Und hoffen darf man alles.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Ein vernünftiger Mensch beurteilt gegenwärtige Ereignisse auf Grund vergangener.

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Es leben die, die tief die Erde birgt! Denn sühnend fließt des Blutes reicher Quell den längst Gestorbenen!

Sophokles, Elektra, ca. 413 v. Chr.

Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht Und Undank wird [...]!

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr. Teukros, übersetzt von Wilhelm Jordan 1862

Die Würfel Gottes fallen immer richtig.

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Erflehe nichts: Aus vorbestimmtem Los vermag kein Sterblicher sich zu befreien.

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Keiner der Sterblichen wurde erzogen, ohne zu leiden.

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Wer eine Saat mißratener Kinder aufzieht, Was zieht er anders als sich selbst die Sorge groß, Und seinen Feinden Stoff zu bitterm Hohne?

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Niemand liebt das Leben mehr als ein alter Mann.

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Unseliger! Besonnenheit gab selbst die Zeit dir nicht, nur Torheit kam zu Jahren!

Sophokles, Ödipus auf Kolonos, posthum aufgeführt um 401 v. Chr