Unbekannt
Leichtsinn und Schwermut sind die Geschwister der Liebe.
Die Liebe und die Electricität gleichen sich darin, daß man von jeder die Folgen, aber nicht die Ursachen kennt.
Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
Im Wiesengrunde am Baches Strand Ein allerliebstes blau' Blümlein stand; Vom süßen Dufte angezogen, Ein bunter Falter kam geflogen. Sie kosen und tändeln im Sonnenlicht, Manch herziges Wörtlein der Bunte spricht: Zu spät merkt's das Blümlein, daß der Tropf Nur "Raupen ihm setzte in den Kopf".
Geschenke gibt man, wenn man anfängt und aufhört zu lieben.
Ehe die Menschen die Liebe nicht am Kreuze sehn, glauben sie nicht von ihr erlöst zu sein.
In dem Alter, wo man die Liebe langsam theoretisch in den Griff bekommt, ist man über die Praxis schon so ziemlich hinaus.
Wie tief die lateinische Sprache, beweist, Daß »amare« – »lieben« und »bitter« heißt. Denn »lieben«, ist noch so süß der Tabak, Hat stets einen bitteren Beigeschmack!
Schön ist das Leben, Schön ist die Liebe: Gäb's nur in Beiden – Nicht so viel Diebe!
Die Freiheit ist ein Meer Und seine Fische Herzen; Sie schwimmen ohne Schmerzen Behaglich hin und her. Doch diese Lust, wie Schade! Ist von geringer Dauer; Es wohnet am Gestade, Es stehet auf der Lauer Liebe, die Fischerin. Sie fischt mit eignen Angeln; Sie fischt mit Ambralocken; Die purpurrothen Fischchen, Sie kommen unerschrocken, Sie lassen von der argen Sich gar zu gerne locken, Und eines um das andre Ist ihrer List Gewinn.
Minne ohne Treue, und Beichte ohne Reue, und Feuer ohne Brände, die haben bald ein Ende.
Liebe ist zwar nur ein zweisilbiges Wort, an dem man aber das ganze Leben zu buchstabieren hat.
Dem Liebenden ist das Weib eine Welt, dem Verliebten die Welt ein Weib.
Man muß sehr viel Geist besitzen, um durch die Liebe nicht dumm gemacht zu werden.
Durch des Lebens Müh' und Streite Sei die Liebe dein Geleite: Nicht die eine, falkenwilde, Nein, die and're, taubenmilde, Nicht die stolze, kronenblitzende, Nicht die heiße, sinnbetörende, Rastlos strebende, viel begehrende, Nein, die sanfte, still ertragende, Opfermutige, gern entsagende, Nicht die matte, todverachtende, Nicht die eifersüchtige, hassende, Nein, die versöhnende, weltumfassende, Nicht die rote flammende Rose, Nein, die weiße, makellose: Durch des Lebens Müh' und Streite, Sei die Liebe dein Geleite.
Venus flocht den Frauen allen Eine Perle in das Leben. Schönheit hat sie hold der Einen, Anmut – Majestät und Güte – Zauber – ros'ge Tugendblüte, Liebreiz noch im trotz'gen Weinen, Einer Andern zu gefallen, Gnädig mit zur Welt gegeben. – Aber Auserkor'nen nur im Lieben Hat sie Treue in das Herz geschrieben.
Im Augenblicke der glücklichen Liebe schaue nicht auf die Uhr, damit du nicht wahrnehmest, wie kurz dein Glück gewährt.
So wie schon manche Schülerin zur Geliebten wurde, so könnte umgekehrt mancher Liebhaber kuriert werden, wenn er seine Geliebte zur Schülerin bekäme.
Das, was der größte Kopf nicht erfassen kann, wohl aber das kleinste Herz – heißt man Liebe.