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2074 Sprüche

Die Liebe ist die Köchin des Lebens; sie macht es erst schmackhaft, aber sie versalzt es auch oft.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein ebenso geistreicher, wie ungalanter Franzose nannte die Liebe "Egoisme à deux".

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Selbstmord aus Liebe! Ein Narr, der einen Dummkopf tötet!

La Vie Parisienne (Französisches Wochenmagazin), 1863-1970

Dem Geiste soll man nichts verzeihen, dem Herzen alles, denn das Herz ist blind.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Die Liebe ist kein Scheck auf Glück, den der andere einlösen soll.

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Der Liebe eines einzigen Wesens entbehrt man oft schwerer, als man den Hass Tausender fürchtet.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Der Liebe himmliches Gefühl Der Liebe himmliches Gefühl Ist nicht an unsre Macht gebunden. Ein einz'ger Blick entscheidet viel, Noch hat mein Herz ihn nicht gefunden; Ich wart', ich wart' mit Zuversicht. Wenn die Natur mich lieben heißt, Wird dieses Herz schon selbst empfinden. Umsonst beschäftigt sich mein Geist, Nur sie kann Herzen wohl verbinden, Nur sie, die Klugheit kann es nicht.

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Sonderbar! Die Liebe geteilt durch Zwei wird ein Ganzes, während die ungeteilte stets ein Halbes ist.

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Zweifelnde Liebe Blau der See! Vom hohen Schilfe rings umgrenzet, Blau dein Aug', von braunen Wimpern hold umkränzet, Wie im See sich malt der Sterne bunt Gewimmel, So in deinen Augen spiegelt sich mein Himmel. Aber wie im See die Nachen schwanken, Also, schau ich dir ins Auge, die Gedanken. Feucht und kühl der Wasserfluten licht Geflimmer, Blickt auch kühl dein lichtes Auge? Weiß es nimmer. Liebst du mich? So frag' ich täglich, frag' ich stündlich; Doch dein Herz ist gleich dem Meere, unergründlich.

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Heimliche Liebe Oh dieser Abend, welch ein Abend! Es fließt der Strom so sanft und rein. Oh diese Stunden, was für Stunden! Ich darf mit ihm im selben Boote sein. Oh, ich verberge mein Erröten, Nicht soll man schelten mich gemein. Oh töricht Herz, warum willst du nicht brechen? Ich weiß, ich fand den Liebsten mein. Oh, auf dem Berge stehen Bäume, Mit vielen Zweigen grün und dicht! Oh, wie ich liebe meinen Liebsten! Und doch, der Liebste weiß es nicht.

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Alte Liebe rastet nicht.

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Die Liebe: Die letzte und die schwerste Kinderkrankheit.

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Deine Augen haben mir's angethan, Mit dem hellen, freundlichen Leuchten, Deine Augen haben mir's angethan, Die Kummer und Sorgen verscheuchten. Deine Augen haben mir's angethan, Mit dem sanften Drängen und Bitten, Deine Augen haben mir's angethan, Sie haben den Sieg Dir erstritten. Deine Augen haben mir's angethan, Mit den unergründlichen Blicken. Deine Augen haben mir's angethan, Sie wollen den Sinn mir berücken. Deine Augen haben mir's angethan, Als Deine Gefangene seh' ich mich an, Deine Augen tragen die Schuld daran, Deine Augen haben mir's angethan.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Die treue Maus (Er drahtet an Sie:) Schickte gestern abend Dienstmann, Aber ach, er traf dich nicht. Treppe dunkel, Tür verschlossen, Alle Fenster ohne Licht. Mußte mich vergebens sehnen Nach dem lieblichen Gesicht; Drahte mir, wo du gewesen, Ungetreuer kleine Wicht. (Antwort:) Gestern zum Souper gewesen, Fünftes Regiment zu Fuß, Heute schreibt mir mein Dragoner, Der durchaus mich sprechen muß. Morgen, wenn das Wetter günstig Fahr ich mit Herrn Drücker aus, Übermorgen disponibel – Deine stets getreue Maus!

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Deine Hand ist in meiner, solange du sie dort lässt.

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Wie gut, daß Liebe blind ist – sie müßte sonst gar zu oft ein Auge zudrücken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Frauen riskieren alles für die Liebe, aber wehe! Wenn es der Falsche ist, gibt es kein Mitleid.

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Amor Du Beherrscher unsrer Sinne, o du kleiner Liebesgott, wer wird deiner Macht nicht inne? Und wen bringst du nicht in Not mit dem Pfeil, damit du oft uns verletzest unverhofft? Unter diesen aber allen muß am meisten sonderlich Venus dir zu Füßen fallen, die doch hat geboren dich, die dich hat ans Licht gebracht, hast du selbst verliebt gemacht.

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Wer liebt, riskiert zu leiden. Wer nicht liebt, leidet schon.

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Weh! wer auf des Lebens Meer wird umgetrieben Ohne Steuer, ohne Compaß: ohne Lieben!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Zu groß ist die Liebe zur Wissenschaft und zu klein die Wissenschaft der Liebe.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags