Unbekannt

2074 Sprüche

Wenn ich sterbe, sterben alle anderen.

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Die Bahre ist die Wiege des Himmels.

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Man ist klinisch tot, wenn die Familie sich weigert, weiterhin die Arztkosten zu bezahlen.

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Jeden Tag stirbt ein wenig von uns, doch nie stirbt es ganz, bis wir selbst sterben.

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Ich war einst nicht und bin nicht mehr. Ich weiß nichts davon.

Inschrift. Antike römische Grabinschrift

Saison morteheißt's beim Arzt, wenn niemand sterben will.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Pfropfen springt, in Wehmut sei geweiht Das erste Glas und seine duftge Blume Der früh entschwundnen frohen Jugendzeit, Dem still geträumten, nie erfüllten Ruhme. Das zweite Glas dir, holdes Frauenbild, Und meiner Liebe unerloschnen Gluten, Ich sehe dich, du lächelst freundlich mild Entgegen mir aus diesen goldnen Fluten. Das letzte Glas trink ich mir selber zu, Um keine Hoffnung hab ich mehr zu werben, Ein rasches Ende, eine lange Ruh . . . Die Flasche leer – es liegt das Glas in Scherben.

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916. Anmerkung von Marie von Ebner-Eschenbach: Dieses Gedicht hat Louise von François unter den Papieren ihres verstorbenen älteren Bruders, den sie sehr liebhatte und von dem sie oft sprach, gefunden. Sie vermutete, es sei von ihm.

Ein ruhiges Leben ist zur Hälfte nicht so viel wert, als ein ruhiger Tod!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1869

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

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Wird dir dein Los zu schwer, schau, eh' du klagst auf die andern; schwerer belastet, als du, muß mancher durchs Leben oft wandern.

Tonger (Hg.), Lebensfreude. Wollen u. Wirken. Unser Leben. Sprüche und Gedichte, gesammelt von P. J. Tonger (Ausgabe der ersten drei Einzelbändchen in einem Bande), Köln, um 1917. Lebensfreude

Es hilft kein grämlich Streiten das Leben zu besteh'n; selbst seine Schattenseiten sollst du bei Licht beseh'n.

Inschrift. Auf der Sonnenuhr vom Berghof Radein, Südtirol

Aus des Schicksals dunkler Quelle rinnt das wechselvolle Los, heute stehtst du fest und groß, morgen wankst du auf der Welle.

Inschrift. Am Schicksalsbrunnen, Stuttgart

Schon Manchen hat des Schicksals Zorn Ganz jäh gefaßt beim Schopfe vorn'; Doch weil er ohne Angst und Scheu Sofort schlug tüchtig aus dabei, Hat sich das Schicksal dran ergötzt, Daß muthig er sich widersetzt, Und warf ihn, statt ihn durchzubläu'n, Mit einem Schups in's Glück hinein!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Lass dich nicht von den Ereignissen treiben! Gestalte sie selbst.

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Schicksal ist, was das Leben dir gibt. Bestimmung ist, was du daraus machst.

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Schicksal? Vielleicht. Aber oft entspricht es unserer Veranlagung.

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Viele Menschen verwechseln Misswirtschaft mit Schicksalsschlägen.

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Wer immer nur sieht, was ihm das Schicksal verweigert hat, wir nie sehen, was es ihm schenkt.

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Schicksal ist auch nur ein Wort ohne x in der Mitte.

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Allzuviele Menschen verwechseln Fehlplanung mit Schicksal.

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Akzeptiere nie »Das ist eben so«, sondern versuche, es in deine Richtung zu ändern.

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