Unbekannt
Hast du dein Glück zu Grab getragen, Und naht dir noch in später'n Tagen Ein neues Glück – recht unverhofft – Dann halt' es fest – trotz allem Sträuben. – Daß Bäume zweimal Blüthen treiben In einem Lenz geschieht nicht oft.
Fortuna lächelt so wenigen Menschenkindern; die meisten von ihnen lacht sie aus.
Jeder Mensch hateinenglücklichen Moment, bei Vielen ist es aber leider erst – derletzte!
Man lebt zweimal, das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.
Ein Mensch, der niemand liebt, ist weit unglücklicher als der, welcher von niemand geliebt wird.
Ballsäle sind die Schießstätten Amors.
Geliebt bist du, wenn man deine Fehler schön findet.
Liebe berauscht, sagt man. Liebe ernüchtert, sagt man. Liebe lässt klar sehen, sagt man. Liebe macht blind. Liebe verdirbt. Liebe veredelt. Liebe stärkt. Liebe schwächt. Liebe bringt Pein, und Liebe bringt Glück. Wo, wer ist jener Sagtman? Liebe macht gar nichts, erwidere ich ihm. Wir machen die Liebe zu dem, was sie uns wird.
Das Höchste, was an Liebe die Menschheit kann ermessen, Ist: Über fremdem Glück das eigne Leid vergessen.
I love you, England, USA Je t´aime, Frankreich ti amo, Italien wo´ ai ni, China Ik heb jou lief, Holland Seni seviyorum, Türkei s´agaoh, Griechenland ich liebe dich, Deutschland, Österreich, Schweiz Szeretlek, Ungarn ja ljublju tebja, Russland sa rang ham ni da, Korea jag älskar dig, Schweden Táim in gra le thú, Irland o-ai shite imasu, Japan ikh hob dikh lib, Yiddisch min rakastan sinua, Finnland je elsker deg, Norwegen aku cinta kamu, Indonesien Pan Rak Kun Krap, Thailand kocham cie, Polen
Er und ich zusammen in einem Raum, das sind zwei Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in einem Raum, das sind zwei andere Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in keinem Raum oder umgekehrt oder anders oder früher oder später – wir zwei sind nicht zu zählen.
Ich will’s Dir nimmer sagen, wie so lieb ich Dich hab, im Herzen will ich’s tragen, will stumm sein wie das Grab, Kein Lied soll Dir’s gestehen, soll flehen um sein Glück, Du selber sollst es sehen, Du selbst – in einem Blick. Und kannst Du es nicht lesen, was dort so zärtlich spricht, so ist’s ein Traum gewesen, dem Träumer zürne nicht.
Vor vielen Jahren kommst du auf die Welt gefahren, konntest schwimmen wie ein Hecht, hattest Beinchen wie ein Specht. Ich liebe dich du schönes Wesen wie 'nen alten Kuhstallbesen.
Maná (En el muelle de San Blas) Es war ein ganz normaler Abschied. Er ging an Bord, draußen an der Mole San Blas, und sagte, dass er wiederkommen würde. Sie weinte dabei. Und sagte, dass sie auf ihn warten würde. Und sie wartete. Monatelang. 1000 Monate lang. Abend für Abend stand sie draußen an der Mole, und diese Abende setzten sich in ihrem Haar fest, zeichneten sich um ihre Lippen ab. Sie hatte immer das gleiche Kleid an, damit er sie auch sicher wiedererkennen würde, wenn er zurückkäme. Stand da. Bewegungslos. Festgewachsen. Die Krebse krochen auf ihr rum, fraßen ihr das Kleid vom Leib, die Illusion aus dem Kopf, die Trauer aus der Seele. Ihre Augen füllten sich mit all den Sonnenaufgängen, ihr Körper schlug Wurzeln, und ihre Liebe nahm das Meer für sich. Ihre Haare waren schlohweiß geworden, über all die Schiffe, die kamen, und auf denen er niemals war. Die Leute im Dorf sagten, dass sie verrückt geworden sei. Eines Abends, es muss im April gewesen sein, da versuchte man, sie in ein Kloster zu bringen. Aber keiner konnte sie von der Stelle bewegen. Sie war am Meer festgewachsen. Sie blieb. Allein mit der Sonne, allein mit dem Meer. Blieb bis zum Ende draußen an der Mole San Blas. Allein.
Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn, dû bist beslozzen in mînem herzen; verlorn ist das sluzzelîn: du muost immer drinne sîn. (Du bist mein, ich bin dein, Dessen sollst du gewiß sein. Du bist eingeschlossen In meinem Herzen; Verloren ist das Schlüsselein: Du sollst immer darinnen sein.)