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1458 Sprüche gefunden

Der Himmel atmet durch alle Glieder eine gemeinschaftliche Glückseligkeit. Wenn aber jeder die Gaben des Glücks in gleichem Maße besäße, und wenn jeder dem anderen gleich wäre, müßten nicht alle in Streit geraten? Wenn demnach die Glückseligkeit allen Menschen zugedacht war, so konnte sie Gott nicht in äußerliche Dinge setzen.

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Und doch verwickelt uns nichts in größeres Unheil, als daß wir uns nach dem Gerede der Menge richten, in dem Wahne, das sei das Beste, was sich allgemeinen Beifalls erfreut und wofür sich uns viele Beispiele bieten, und daß wir nicht nach Maßgabe vernünftiger Einsicht, sondern des Vorganges anderer leben.

Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 1. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Niemand kann mich zwingen, auf seine Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt) glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit anderer, einem ähnlichen Zwecke nachzustreben, die mit der Freiheit von jedermann nach einem möglichen allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann, (d. i. diesem Rechte des andern) nicht Abbruch tut.

Kant, Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis, 1793. II. Vom Verhältnis der Theorie zur Praxis im Staatsrecht

Gesundheit ist Glück, so sagt der Kranke – Reichtum ist Glück, sagt der Arme, Weisheit ist Glück, sagt der Philosoph – und sie haben alle Recht. Unglück aber ist gewiß, das nicht erreichen zu können, was man bedarf.

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Es lebt kein Mensch, der nicht einen ideellen Begriff des Glückes, der nicht aber auch in seinen vier Pfählen eine Spanne Glücks wenigstens faktisch besäße, nicht einer Art menschlicher Freiheit, einer gewissen Duldsamkeit, Treue etc. teilhaftig wäre.

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Über das Glück. Vier Dinge, Bruder, sind des Glückes Quelle, Wer sie besitzt, erklimmt die Ehrenstelle. Glanzreiche Herkunft ist ein Glückeszeichen, Der Nied’re kann nicht Thron und Kron’ erreichen. Ein andres ist ein Herz von Sünden rein, Ist rein dein Herz, so hast du nichts zu scheu’n. Beglückten ward ein klarer Geist gegeben, Der Schwachbegabte wird in Trübsal leben. Wer sicher wähnt zu sein vor Gottes Strafe, Ist gläubig nicht, nein, ein betörter Laffe. Fünf Tage sind uns hier geschenkt, nicht mehr, Ein Tor, wer nicht ans Künft’ge denkt vorher. Man soll die Welt und ihre Lust verlassen, Den Saum der Frommen selbstbewusst erfassen. Jag’ nicht der Lust nach, der verfänglichen, Sei Freund der Welt nicht, der vergänglichen. Sorg’ um die Welt wird dir nicht Lohn erwerben, Zumal du ja am Ende doch musst sterben. Wird aus dem Leib gefloh’n die Seele sein, Wird Staub in deiner Knochen Höhle sein. Kein Mittel hast du gegen Leibes Tod, Kein Feind, als eigenes Gelüst, dir droht.

Attar, Pendnameh (Das Buch des guten Rates). Übersetzt von Ferdinand Nesselmann, 1871

Die Natur lehrt uns, was vom Zufall kommt, geringer einzuschätzen, im Glück das Unglück kennenzulernen und im Unglück das Glück nicht zu überschätzen, das Gute vom Zufall ohne Aufregung anzunehmen und gewappnet zu sein gegen das scheinbare Unglück, das von ihm kommt; ferner, dass alles Glück und Unglück der Menge Sache des Augenblicks ist, die Weisheit aber mit dem Zufall nichts gemein hat.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [110]

Die Kunst zu gefallen ist nicht dem gegeben, der sie zu nutzen verstünde; und wer sie besitzt, versteht sie nicht zu nutzen. Ebenso verhält es sich mit Geist, Reichtum, Gesundheit, die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten, als die Kunst, sie zu genießen.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Es ist unmöglich, einen Mann, dem durch seine Art zu verfahren viel geglückt ist, zu überzeugen, er könne gut daran tun, anders zu verfahren. Daher kommt es, daß das Glück eines Mannes wechselt, denn die Zeiten wechseln, er aber wechselt nicht sein Verfahren.

Machiavelli, Vom Staate

Die Ruhe der Seele bringt echtes Glück, denn dieses besteht nicht aus Geld und Gut, in Ehre und Genuß, sondern in Selbstverleugnung und Entsagung! Darum finden wir die glücklichsten und zufriedensten Menschen in den einfachsten Lebensstellungen, in den Hütten, und nicht in den Palästen.

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Es fehlt einem niemals an Gründen, wenn man sein Glück gemacht hat, einen Wohltäter oder alten Freund zu vergessen, und man erinnert sich mit Unwillen all dessen, was man über ihre Launen verschweigen mußte.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Gebe den Menschen mehr, als sie erwarten, und tue es gern - Lerne Dein Lieblingsgedicht auswendig - Glaube nicht allem, was Du hörst, gebe alles weg, was Du hast, und schlafe soviel, wie Du willst - Wenn Du ich liebe dich sagst, sei ehrlich - Wenn Du zu jemand es tut mir leid sagst, schaue ihr / ihm in die Augen - Bleibe mindestens sechs Monate verlobt, bevor Du heiratest - Glaube an die Liebe auf den ersten Blick - Lache nicht über anderer Leute Träume - Liebe tief und leidenschaftlich. Du kannst Dich dadurch zwar verletzen, aber es ist der einzige Weg, das Leben vollkommen zu leben - Kämpfe bei Auseinandersetzungen mit fairen Mitteln. Mach keinen Gebrauch von Schimpfwörtern - Beurteile einen Menschen nicht nach seinen Verwandten - Sprich langsam, aber denke schnell - Wenn Dir eine Frage gestellt wird, der Du nicht antworten möchtest, lächele und frage: Warum fragst du? - Bedenke, daß große Liebschaften und große Errungenschaften mit Risiken einhergehen - Rufe Deine Mutter an - Sage Gesundheit, wenn jemand niest - Wenn Du verlierst, behalte die Lektion - Lasse nicht zu, dass ein kleines Missverständnis eine große Freundschaft zerstört - Wenn es Dir bewusst wird, ein Fehler begangen zu haben, so unternehme etwas dagegen - Lächele, wenn Du am Telefon sprichst. Die Person, mit der Du sprichst, wird es an Deiner Stimme hören - Heirate eine Frau/einen Mann, mit der/dem Du Dich gerne unterhältst. Wenn ihr alt werdet, wird sich diese Fähigkeit genauso wie alle anderen auch auszahlen - Verbringe mehr Zeit allein - Öffne Dich für Neues, aber gebe Deine eigenen Werte nicht auf - Bedenke: die Stille ist manchmal die beste Antwort - Lese mehr Bücher und schaue weniger fern - Lebe ein gutes und ehrenvolles Leben. Wenn Du dann alt bist, kannst Du zurückblicken und Dein Leben noch einmal genießen - Habe Vertrauen in Gott, aber schließe Dein Auto ab - Es ist sehr wichtig, eine liebevolle Atmosphäre Zuhause zu haben. Tue Dein bestes, um ruhiges und harmonisches Zuhause zu schaffen - Bedenke bei Auseinandersetzungen mit geliebten Menschen lediglich die aktuelle Situation. Sprich nicht von der Vergangenheit - Vergesse nicht, zwischen den Zeilen zu lesen - Teile Dein Wissen, denn so kannst Du Unsterblichkeit erlangen - Sei sorgsam mit unserem Planeten - Bete, denn das Gebet hat eine unermessliche Macht - Unterbreche niemanden, der Dich gerade lobt - Kümmere Dich um Dein eigenes Leben - Traue keiner Frau/keinem Mann, die/der beim Küssen nicht die Augen schließt - Wenn Du viel Geld verdienst, benutze es, um anderen zu Deinen Lebzeiten zu helfen, denn dies ist die höchste Befriedigung, die das Geld bringen kann - Bedenke, dass etwas nicht zu erreichen was man sich wünscht, einen Glücksfall bedeuten kann - Lerne alle Regeln und breche ein paar - Denke daran, dass die beste Beziehung diejenige ist, in der die Partner sich gegenseitig mehr lieben als brauchen - Schätze Deinen Erfolg nach allem, worauf Du verzichten musstest, um etwas zu erreichen - Bedenke, dass Dein Charakter Dein Schicksal ist - Genieße die Liebe und die Kochkunst mit aller Hingabe.

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In einem alten chinesischen Märchen fragt die kleine Prinzessin Aju den weisen Gelehrten Ju Mi: Wohnt das Glück der Menschen, dort oben auf den leuchtenden Sternen, ehrwürdiger Vater? "Nein, mein Kind" antwortete dieser, "das Glück wohnt in unseren Herzen. Aber da verirrt sich selten jemand hin."

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Wünsche Ich wollte manchmal, ich wäre so erfahren wie ich alt bin, oder auch nur so klug, wie erfahren ich bin, oder wenigstens so glücklich wie ich klug bin … Aber ich glaube, ich bin zu dumm dazu …

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Geflügelt ist das Glück und schwer zu binden, Nur in verschloßner Lade wirds bewahrt, Das Schweigen ist zum Hüter ihm gesetzt, Und rasch entfliegt es, wenn Geschwätzigkeit Voreilig wagt, die Decke zu erheben.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Manuel

Ein glückliches und unvergängliches Wesen trägt weder in sich selbst irgendwelche Mißstimmung, noch verursacht es solche in einem andern; daher ist es von Haß und Liebe gleich fern; denn alles derartige bedeutet Schwäche.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus den Hauptlehren [1]

"Was rennst du so", fragte ein Weiser den Eiligen, und der antwortete: "Ich renne dem Glück hinterher.“ Der Weise sprach: "Bist du denn noch nicht auf die Idee gekommen, einfach still zu stehen, damit das Glück dich überholen kann und du nur zu folgen brauchst?!"

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Also entbehren und genießen, das wäre die Regel des äußeren Glücks, und der Weg, gleich weit entfernt von Reichtum und Armut, von Überfluß und Mangel, von Schimmer und Dunkelheit, die beglückende Mittelstraße, die wir wandern wollen.

Kleist, Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden und ungestört – auch unter den größten Drangsalen des Lebens – ihn zu genießen!, 1799

Es ist so wenig, wessen man zu seinem Glück bedarf; es kommt da ganz auf den Reichtum der Seele an: ein lächelndes Kinderauge, ein schönes Gesicht, eine Blume in einem stillen Garten, ein Baum, der das Gold der Sonne trägt, eine wohlgeformte Vase, eine Perlenkette. Das Glück ist nichts himmelstürmendes. Es schleicht sich still in unser Herz hinein. Aber es geht ein Leuchten von ihm aus wie von einer Kerze, deren Schimmer einen Raum geheimnisvoll belebt.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Alle haben es gleich. Wie man in einem See an keiner Stelle die Wasseroberfläche höher oder niedriger machen kann als an anderen Stellen, so kann man auch das Glück nicht durch materielle Mittel vermehren oder vermindern.

Tolstoi, Tagebücher. 1893

Das Glück Es huscht das Glück von Tür zu Tür, Klopft zaghaft an: – wer öffnet mir? Der Frohe lärmt im frohen Kreis Und hört nicht, wie es klopft so leis. Der Trübe seufzt: Ich laß nicht ein, Nur neue Trübsal wird es sein. Der Reiche wähnt, es pocht die Not, Der Kranke bangt, es sei der Tod. Schon will das Glück enteilen sacht; Denn nirgends wird ihm aufgemacht. Der Dümmste öffnet just die Tür – Da lacht das Glück: Ich bleib bei dir!

Zoozmann, Gedichte