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"Wer ist glücklich?" Wer gesunden Leibes, vom Schicksal begünstigt und mit trefflicher Seelenbildung ausgerüstet ist.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. I, 1. Übersetzt von Otto Apelt, 1921

Wenn jemand die höchste Stufe eines schmeichelhaften Glücks erreicht hat, ist er einem gefährlichen Abgrund am nächsten.

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Selig, wer sich vor der Welt Ohne Haß verschließt, Einen Freund am Busen hält.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese, aus: An den Mond

Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft

Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft. 1821, Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen

Der Glückliche, der Behagliche hat gut reden, aber schämen würde er sich, wenn er einsähe, wie unerträglich er dem Leidenden wird.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1. Teil, 18. Kap., Eduard zu Mittler

Niemand kann auf Erden Glück finden in den gegebenen Verhältnissen, der nicht Mut, Geduld, Besonnenheit und Milde mitbringt zum Überwinden der Leiden.

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O, suche nie dein Glück im Weltgewimmel: je tiefer in dich zurück, je höher im Himmel.

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Glückselig nenne ich den, der, um zu genießen, nicht nötig hat, unrecht zu tun, und um recht zu handeln, nicht nötig hat zu entbehren.

Schiller, Über die notwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen, 1795

Das Glück ist nicht so launenhaft, als es scheint, das Unrecht ist nicht immer auf seiner Seite.

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Ein Tor schließt nur aus äußeren Gehaben, getrost auf eines Menschen innere Gaben.

Shakespeare, Perikles, Prinz von Tyrus (Pericles, Prince of Tyre), Erstdruck 1609. II

Glücklich kann derjenige genannt werden, der weder von Begierden, noch von Furcht erregt wird, – wohlverstanden dank seiner vernünftigen Einsicht.

Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Der Weg zum Glück besteht darin, sich um nichts zu sorgen, was sich unserem Einfluss entzieht.

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Was ist Glück? Übereinstimmung eines Charakters mit seinem Schicksale. So kann es von Natur gegeben, vom Geiste geschaffen werden.

Feuchtersleben, Blätter aus dem Tagebuche des Einsamen (in: Beiträge zur Literatur, Kunst-, und Lebenstheorie), 1841

Das Beste und meiste muss daher jeder sich selber sein oder leisten. Je mehr nun dieses ist, und je mehr demzufolge er die Quellen seiner Genüsse in sich selbst findet, desto glücklicher wird er sein.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 2: Von dem, was einer ist

Das Glück des Menschen beruht darauf, dass es irgendwo für ihn eine undiskutierbare Wahrheit gibt.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1873

Glück ist dem Menschen gefährlicher als Unglück; dieses hält ihn wachsam, jenes macht in gleichgültig.

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Halte das Glück wie den Vogel, so leise und lose, wie möglich! Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.

Hebbel, F., Gedichte. Epigramme

Nicht nach der Länge seines Arms: nach der Länge seines Auges muß der Mensch sein Glück messen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Daß ihr euch selbst nicht erkennt, das scheint euch so sehr zu bekümmern; Menschen, ihr lebt nur dadurch, daß ihr nicht wißt, was ihr seid!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1846

Es gibt zwei Wege, um glücklich zu sein: Wir verringern unsere Wünsche oder vergrößern unsere Mittel … Wenn du weise bist, wirst du beides gleichzeitig tun.

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