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26202 Sprüche gefunden
Ein Narr liebt den, der ihn nicht wieder lieben wil.
Lied Bin ich einst tot, mein Liebster, sing keine Trauermessen; pflanz mir zu Häupten Rosen nicht noch schattige Zypressen: Laß grünes Gras mich decken, das Tau und Regen näßt; und wenn ihr wollt, gedenket, und wenn ihr wollt, vergeßt. Ich sehe nicht die Schatten, spür nicht des Regens Fall; hör nicht den schwermutsatten Gesang der Nachtigall; und träumend lang im Dämmer, der nimmer steigt noch fällt, wer weiß, ob ich gedenke, ob ich vergeß der Welt.
Das Geisterschiff Alle Schiffer kamen wieder, Kay kam nicht. Auf die Erde warf Meike sich nieder, In den Sand das Gesicht. Sie weinte und rang die weißen Arme: Kay, komm, Kay! Sie flehte und fluchte, daß Gott erbarme: Kay, komm, Kay! Da lief ein Schiff auf schwarzer Welle Nachts an den Strand, Da kam ihr toter Herzgeselle Und nahm sie bei der Hand. Sie fühlte es bis in die spitzen Zehen Und bis in ihr blondes Haar. Und Meike mußte mit ihm gehen Und segeln immerdar.
Man braucht ja nix als Liebe und alles mögliche andere, und die Erde ist ein Paradies.
Eure schenkende Liebe und eure Erkenntnis diene dem Sinn der Erde!
Schöne Brücke, hast mich oft getragen Wenn mein Herz erwartungsvoll geschlagen und mit dir den Strom ich überschritt. Und mich dünkte, deine stolzen Bogen sind in kühnern Schwüngen mitgezogen und sie fühlten meine Liebe mit. Weh der Täuschung, da ich jetzo sehe, Wenn ich schweren Leid's hinübergehe Daß der Last kein Joch sich fühlend biegt Soll ich einsam in die Berge gehen und nach einem schwachen Stege spähen der sich meinem Kummer zitternd fügt? Aber sie, mit anderm Weh und Leiden und im Herzen andre Seligkeiten: Trage leicht die blühende Gestalt Schöne Brücke, magst du ewig stehen ewig aber wird es nie geschehen daß hinüber eine Bessre wallt!
Die Frau bringt in der Liebe größere Opfer als der Mann.
Angriff Tücher Winken Flattern Knattern. Winde klatschen. Dein Lachen weht. Greifen Fassen Balgen Zwingen Kuß Umfangen Sinken Nichts.
Eine Frau ist nicht immer glücklich mit dem, den sie liebt, aber sie ist immer unglücklich mit dem, den sie nicht liebt.
Blümekens Kleine Blüten, anspruchslose Blumen, Waldrandschmuck und Wiesendurcheinander, Rote, weiße, gelbe, blaue Blumen Nahm ich im Vorbeigehn mit nach Hause. Kamen alte, liebe Zeiten wieder: Auf den Feldern wehten grüne Hälmchen, Süß im Erlenbusche sang der Stieglitz, Eine ganze Welt von Unschuld sang er Mir und dir. Nun, seit Jahren, ordnen deine Hände Perlenschnur und Rosen in den Haaren. Wie viel schöner, junge Frau doch schmückten Kleine Blumen dich, die einst wir pflückten, Ich und du.
Geheimnis Was an Liebe du erfahren, Trage tief in deiner Brust, Wo es keiner mag gewahren, Keinem außer dir bewußt. Sieh der Berg, im Felsenherzen, Wie er alles wohl versteckt, Was sein Schacht an edlen Erzen Und Gesteinen je bedeckt. Sieh die Perlen, wie Gedanken, Schlafen sie im Muschelhaus, Das sie innen ganz durchranken, Niemals treten doch heraus. Und dein eignes Herz, der Riese An Gefühlen und an Glut, Sieh, wie es im Paradiese Deiner Brust verborgen ruht. Also deine Liebe wahre Tief in deines Busens Schrein, Das Geheimnis offenbare Der Geliebten nur allein. Denn nur Liebende beglücken Kann die Liebe – andre nicht: So wie Sterne nur entzücken, Die da sehen – Blinde nicht.
Gefunden Du hast ein Herz gefunden; Hell durch die Seele bricht Nach sturmbewegten Stunden Der Liebe Sonnenlicht. Was deinen Geist umschwebte Im süßen Traum der Nacht, Was selig dich durchbebte, so oft du sein gedacht: Das Bild, das du getragen, Verklärt im Herzensschrein In sehnsuchtsbangen Tagen - Dies holde Bild ist dein. Wohl klingt's in solchen Stunden Wie Sang im Lenzrevier. - Du hast ein Herz gefunden; Der Himmel hüt' es dir!
Wonne der Wehmut Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen der ewigen Liebe! Ach, nur dem halbgetrockneten Auge Wie öde, wie tot die Welt ihm erscheint! Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen unglücklicher Liebe!
Die Minnesänger Zu dem Wettgesange schreiten Minnesänger jetzt herbei; Ei, das gibt ein seltsam Streiten, Ein gar seltsames Turnei! Phantasie, die schäumend wilde, Ist des Minnesängers Pferd, Und die Kunst dient ihm zum Schilde, Und das Wort, das ist sein Schwert. Hübsche Damen schauen munter Vom beteppichten Balkon, Doch die rechte ist nicht drunter Mit der rechten Lorbeerkron'. Andre Leute, wenn sie springen In die Schranken, sind gesund; Doch wir Minnesänger bringen Dort schon mit die Todeswund'. Und wem dort am besten dringet Liederblut aus Herzensgrund, Der ist Sieger, der erringet Bestes Lob aus schönstem Mund.
Wer Lieb' erzwingt wo keine ist, Der bleibt ein Narr zu aller Frist.
Unruhe in der Liebe ist keineswegs das Wesen der Liebe, Unruhe ist etwas, was gar nicht zur Liebe gehört; die Liebe ist fröhlich und sorglos.
Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben müssen.
Durch Erd' und Himmel leise Hinflutet eine Weise Wie sanftes Harfenwehn, Die jedem Dinge kündet, Wozu es ward gegründet, Woran es soll vergehn. Sie spricht zum Adler: »Dringe Zur Sonne, bis die Schwinge Dir trifft ein Wetterschlag!« Spricht zu den Wolken: »Regnet, Und wenn die Flur gesegnet, Zerrinnt am goldnen Tag!« Sie spricht zum Schwan: »Durchwalle Die Flut und dann mit Schalle Ein selig Grab erwirb!« Sie spricht zur Feuernelke: »In Duft glüh' auf und welke!« Zum Weibe: »Lieb' und stirb!«