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26202 Sprüche gefunden

Liebe trägt ihr Gegengift bei sich.

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Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Die Liebe zu Gott wird nicht beeinträchtigt, wenn noch eine andere Liebe in uns wohnt, sofern diese nur die schuldige Ehrfurcht und das rechte Maß einhält gegenüber der göttlichen Liebe.

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Es ist unendlich verschieden, einen Menschen lieben und etwas an ihm lieben, und sei dieses Etwas das Edelste; er wird doch Mittel; aber das Lieben des ganzen Menschen macht ihn mir nur zum Ziel seiner und meiner selber.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

In der Liebe ist jener der Hausherr, der dem andern den Vortritt läßt.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. I. Eros

Und wenn dein Geist die Welt umschriebe Und würde nicht der Selbstsucht los, Was wär's? Mehr wiegt ein Tropfen Liebe Als alle Weisheit Salomos.

Geibel, E., Gedichte. Aus dem Nachlass

In Eurer Liebe sei Tapferkeit! Mit eurer Liebe sollt ihr auf den losgehen, der euch Furcht einflößt! In eurer Liebe sei eure Ehre! Aber dies sei eure Ehre, immer mehr zu lieben, als ihr geliebt werdet, und nie die Zweiten zu sein.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von alten und jungen Weiblein

In der Liebe gibt es kaum einen anderen Grund, sich nicht mehr zu lieben, als daß man sich zu sehr geliebt hat.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Vom Herzen

Liebe hat die Eigenart, nicht vernünftig sein zu können.

Kraszewski, Gräfin Cosel (Hrabina Cosel), 1873; erste dt. Übersetzung unter dem Titel 'Am Hofe August des Starken (Die Gräfin Cosel). Zweiter Band', um 1900

Die Liebe ist eine Zikade, die leicht aus dem Herzen auf die Zunge hüpft.

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Die Liebe ist blind und macht blind, Wer's nicht glaubt, der ist ein Kind.

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Erste Wünsche Könnt' ich zu dir, mein Licht, Nur einmal, einmal dringen! Von deinem Angesicht Nur einem Strahl erschwingen! Könnt' ich an dein Gewand Nur einmal, einmal rühren! Und deine kleine Hand Mit süßem Schauer spüren! Könnt' ich an deinem Mund Nur einmal, einmal hangen! Und dann vergeh'n zur Stund' In wonnevollem Bangen!

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Liebe spricht in zarten Tönen Nirgends wie im deutschen Land.

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Lieben und meiden, schweigen und scheiden, trauern und lachen, sind drei schwere Sachen.

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Lieb ist selig allezeit, Ein Ringen so voll Seligkeit, Daß ohne ihre Lehre Nicht Tugend ist, noch Ehre.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Wer nie unglücklich liebte, kennt das Wesen der Liebe nur halb.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843

Daß ich sterbe hin vor Schmerzen, - Minne, sieh! Das tatest du!

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Die Knabenliebe stellt sich spät ein, nach der Blüte des Lebens, eine unechte und düstere Liebe, und vertreibt die echte und ursprüngliche.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Liber amatorius. Kap. 5, p 751f

Auch in der Liebe haben die feinsten Austernesser manchmal Appetit auf a paar Knödel und a G'selchs.

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Liegt junger Männer Liebe Denn in den Augen nur, nicht in des Herzens Triebe?

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Untreu Dein Lächeln weint in meiner Brust Die glutverbissnen Lippen eisen Im Atem wittert Laubwelk! Dein Blick versargt Und Hastet polternd Worte drauf. Vergessen Bröckeln nach die Hände! Frei Buhlt dein Kleidsaum Schlenkrig Drüber rüber!

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