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26202 Sprüche gefunden

Erinnerung In meinen Versen weint und lacht, Was mir mein Leben reich gemacht. Wie mir das stille Tröstung gibt: Ich habe dich so sehr geliebt. Auch du blickst wohl darauf zurück; Und wars dir auch kein großes Glück, Wars doch vielleicht, mags wenig sein, Ein Wegestreckchen Sonnenschein.

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Und so berühren sich Himmel und Erde in einem wahrhaft bis in die tiefste Seele liebenden Ehepaar; und es zieht ein Strahl von ihrer Liebe durch das ganze Universum hindurch bis mitten in das Herz Gottes, der solcher Liebe Ursprung ist. So heilig und so groß ist es, wenn diejenigen sich finden, die von Uranfang zusammengehören. Suchet, bis ihr gefunden, aber suchet das Reine! Entsaget, wenn ihr nicht findet, aber werdet nicht irre am Reinen!

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Genügen Weiße Rose, die so bleich Und so duftig blüht! Liebe, die so schmerzenreich Und so selig glüht! Was an ew'ger Geistessaat Mir der Herr geschenkt, Meine ganze Seele hat Sich darein versenkt! – Pflanzen laß die Rose mich In den Staub vor dir, Nicht zum Schmuck und Stolz für dich, Doch zur Wonne mir.

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Abwesenheit tötet den Liebenden oder die Liebe.

Quitard, Proverbes sur les femmes, l'amitié et le mariage, Paris 1861

Lieben belebt.

Goethe, J. W., Briefe. Schrieb Goethe auf eine Autogrammkarte am 28. August 1830

Die meisten Frauen sind darum so wenig empfänglich für Freundschaft, weil sie reizlos ist, wenn man die Liebe erlebt hat.

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Krone des Lebens, Glück ohne Ruh, Liebe, bist du!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder. Aus: Rastlose Liebe

Aus der ach so karg gefüllten Schale unsres Herzens laßt uns Liebe schöpfen, wo nur immer einer Seele Schale leersteht und nach Liebe dürstet. Nicht versiegen drum wird unsre Schale, steigen wird die so geschöpfte Flut, nicht fallen, Fülle wird das Los des so verschwenderischen Herzens.

Morgenstern, C., Gedichte. Sprüche und Epigramme

Die dunkle Schwelle Du gingst in Sommerhelle im frohen Jugendkleid über die dunkle Schwelle mein Herz schrie vor lauter Leid. Nun über allen Landen rauschet der Frühling her, bin ich ganz still geworden: ich liebe dich nur noch mehr.

Stammler, Streit und Stille. Gedichte, 1939

Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus: Elegien 1

Zu Liebesboten taugen nur Gedanken, die zehnmal schneller fliehn als Sonnenstrahlen, wenn sie die Nacht von finstern Hügeln scheuchen.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Liebe ist eine Pflanze, die nur im Boden der Achtung perennierend wird. Keimt sie in dem Sumpfe der Sinnlichkeit, so schießt sie, ein üppiges Unkraut, rasch empor, und der nächste Lenz findet sie verdorrt am Boden liegend, ohne Fähigkeit, je wieder Blüten zu bekommen.

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O Liebe, süßes Labsal aller Leiden Der Sterblichen, du wonnevoller Rausch Vermählter Seelen! welche Freuden Sind deinen gleich?

Wieland, Oberon, Erstdruck 1780

Frauen und Liebe trennt nur der Verstand.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Fragmente über den Menschen

Weißt du auch, Valerio, daß selbst der Geringste unter den Menschen so groß ist, daß das Leben noch viel zu kurz ist, um ihn lieben zu können?

Büchner, Leonce und Lena, 1836. 3. Akt, 1. Szene, Leonce

Seit du nun schweigst… Seit du nun schweigst, sind mir die Dinge stumm. Mit seelenlosen Augen sehn mich an Die liebsten Menschen. Jedes Heiligtum Find' ich verschlossen, poch' ich je daran. Gab deine Stimme doch die Melodie Zu meines Lebens Lied. Du warst das Maß, Das Wert und Unwert meiner Welt verlieh; In dir genoß ich erst, was ich besaß. Nun du mir fehlst, bin ich mir selbst entrückt, Mißklang mein Denken, mein Empfinden Streit. Das Schöne spielt mit mir, das Wahre drückt Dies Herz zusammen, das es sonst befreit. Des Lebens Krone fiel aus meinem Haar, Jedwede Herrschgewalt ist mir entrungen, Und selbst das Lied, das noch mein eigen war, Hat mir der Schmerz tyrannisch abgezwungen.

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Nach Liebe dürstet alle Welt –

Keller, G., Gedichte. Jahreszeiten. Aus: Schifferlied

Gutes für die Menschen? Was heißt Gutes? Nur eins: Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Das nächste große Prinzip ist die Erkenntnis der Einheit aller Dinge: daß der Schöpfer aller Dinge Liebe ist und daß alles, was wir wahrnehmen, in seiner unendlichen Formenvielfalt eine Manifestation dieser Liebe ist, sei es ein Planet oder ein Kieselstein, ein Stern oder ein Tautropfen, der Mensch oder die niedrige Form des Lebens.

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Entzieht euch dem verstorbnen Zeug, Lebend'ges laßt uns lieben!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien, Kap. 3

Die Vorspiele der Versöhnung Korinne schwur, mich zu vergessen: Und doch kann sie mich nicht vergessen. Wo sie mich sieht, und wo sie kann, Fängt sie auf mich zu lästern an. Doch warum tut sie das? warum erhitzt sie sich? Ich wette was, noch liebt sie mich. Ich schwur, Korinnen zu vergessen: Und doch kann ich sie nicht vergessen. Wo ich sie seh, und wo ich kann, Fang' ich mich zu entschuld'gen an. Doch warum tu ich das? und warum schweig' ich nie? Ich wette was, noch lieb' ich sie.

Lessing, G. E., Gedichte. Sinngedichte, Ausgabe 1771, [132.]