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Wahrheit Du suchst das Glück? Die Wahrheit – spricht der Meister – Die Wahrheit ist des Menschen höchstes Glück! – Der Jüngling hört es, und die Welt umkreist er, Wirft seinen Forscherblick In alle Bücher hochgeborner Geister, – Und kehrt erschöpft, enttäuscht, ein früh Ergreister, In seines Lehrers stilles Haus zurück. Und sieht ihn bitter an und spricht: Was führst du mich den Weg so hoffnungslosen Strebens, Die Wahrheit zu finden, hoffen wir vergebens: Auf dieser Erde, weiß ich, weilt sie nicht! – Der Meister lächelnd: Trauriges Geschick! Doch sprich, wer bin ich, daß dumirdrum grolltest? Hieß ich dich wollen, was du wolltest? Die Wahrheitsuchen, ist des Menschen Glück; Wer lehrte dich, daß du siefindensolltest?
Der Begriff der Sympathie lagerte wie ein Berg zwischen ihnen und der Wahrheit.
Nichts ist so sicher, dass es sich offenbare wie die Wahrheit, denn sie wartet auf nichts anderes, als dass sie erkannt werde.
Der Welt der Wahrheit steht eine Welt des Scheins gegenüber, die auch in die Tiefe geht und immer tieferen Schein entwickelt, bis sie in die Wesenlosigkeit ausgeht; jene endet in dem Wesen.
Eine übertriebene Wahrheit ist keine Wahrheit mehr.
Die Nichtachtung des Gegenwärtigen und Augenblicklichen liegt in der Art des philosophischen Betrachtens. Er [der Philosoph] hat die Wahrheit; mag das Rad der Zeit rollen, wohin es will, nie wird es der Wahrheit entfliehen können.
Ist das, was Ihr für wahr ausgebt, Wahrheit, so schwing ich mich im Denken zu ihr auf. – Wenn ich mich aufschwinge, so ist's in die Wahrheit, lieg ich an der Fessel, so bin ich nicht an die Wahrheit gekettet. Freisein macht allein, daß alles Wahrheit sei, von was ich mich fesseln lasse, das wird zum Aberglauben. Nur was geistentsprungen mir einleuchtet, das ist Wahrheit, – was aber den Geist fesselt, das wird Aberglaube. Geist und Wahrheit leben ineinander und erzeugen ewig neu.
Man wird mich wahrscheinlich für einen Verrückten ausgeben, aber ich halte nun einmal an der Wunderlichkeit fest, die Wahrheit zu sagen – die gefährlichen Wahrheiten natürlich ausgenommen.
Die Menschheit hat von mir etwas gelernt, was sie nie vergessen wird, und ich habe den Schleier der Wahrheit weiter gelüftet, als irgend ein Sterblicher vor mir. – Aber den will ich sehn, der sich rühmen kann, eine elendere Zeitgenossenschaft gehabt zu haben als ich?
Die Hoffnung, mit dem billigsten, was es auf Erden gibt, dem schönen liebenswürdigen Wort, sich aus der Affäre zu ziehen, ist größer als der Zwang der Anständigkeit, den die schlichte Wahrheit erfordert.
Es gibt menschliche Grundwahrheiten, zu denen das Leben früher oder später immer wieder zurückkehrt. Darum dürfen wir keine Eile haben, wir müssen warten können.
Zwei Wahrheiten wollen die Menschen im allgemeinen durchaus nicht ernst nehmen: die, dass sie nichts wissen, und die zweite, dass sie nichts bedeuten.
Ob mir die Wahrheit edler als die Liebe?
In der schamhaften Stille deines Gemüts erziehe die siegende Wahrheit, stelle sie aus dir heraus in der Schönheit, daß nicht bloß der Gedanke ihr huldige, sondern auch der Sinn ihre Erscheinung liebend ergreife.
Aber Optimismus ist, in den Religionen, wie in der Philosophie, ein Grundirrtum, der aller Wahrheit den Weg vertritt.
Ich interessiere mich nicht für die Wahrheit. Ich möchte etwas Glück.
Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit.
Wahrhaftiges hat sein Maß.
Was richtig ist, bestimmt man weder nach Größe noch nach Anzahl oder Zeit.
Von Natur aus findet sich in unserem Geist die unstillbare Begierde danach, die Wahrheit zu erkennen.