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26202 Sprüche gefunden

Das nenn' Ich einen Weisen! Nie die Wahrheit zu Verhehlen! für sie alles auf das Spiel Zu setzen! Leib und Leben! Gut und Blut!

Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 3. Akt, 7. Auftritt, Saladin

Wer Wahrheit will bekennen, Darf ihr die höchste Glorie nicht entzieh'n, Den Ruhm des Mutes, den die Wahrheit gibt.

Gutzkow, Uriel Acosta. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1847. 1. Aufzug, 3. Auftritt, Uriel

Wo sich viele Wahrheiten treffen, da liegt die Wahrheit.

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Zwischen Ja und Nein wird die Wahrheit erforscht.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Die tiefste und neuste Wahrheit, die heute das Gehirn eines Weisen gebar, hat morgen ihren Stand auf der Zungenspitze jedes Toren und muß sich gefallen lassen, was Witz ohne Urteil aus ihr macht.

Ludwig (Hg.), Gedanken Otto Ludwigs. Aus seinem Nachlaß ausgewählt und hg. von Cordelia Ludwig, Leipzig 1903

Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt; Das Leben gleicht der Bühne, dort wie hier Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.

Uhland, L., Gedichte. Aus: In ein Stammbuch

Wahrheiten aus dem Mund eines Toren empören mehr, als Irrtümer aus dem Mund eines Weisen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Wahrheit aber wissen wir nicht ohne Erkenntnis der Ursache.

Aristoteles, Metaphysik, entstanden zwischen 348 und 322 v. Chr., Erstdruck 1498. 993b (II, 1.) Übersetzt von Hermann Bonitz (1890)

Wahrheit verfliegt nicht in der Luft; Wer nicht sein Wort hält, ist ein Schuft.

Glaßbrenner, A., Gedichte. Verbotene Lieder. Von einem norddeutschen Poeten, Bern 1844. Originaltext

Die Wahrheit ist von Ewigkeit. Aber die Zeitlichkeit ist nicht außer der Ewigkeit. Und so ist die ewige Wahrheit wirksam in der Zeit. Die Ewigkeit erhält die Wahrheit in der Zeit, indem sie den Atem anhält. Und so erleben wir, immer wieder, die Wahrheit im Augenblick von Ewigkeit.

Schaukal, Vom unsichtbaren Königreich, 1910

Motto Wahrheit sag ich euch, Wahrheit und immer Wahrheit, versteht sich:MeineWahrheit; denn sonst ist mir auch keine bekannt.

Schiller, F., Gedichte. Xenien, 1796

Von 100 Gespenstern haben uns 99 betrogen. Man incliniert also, es nicht zu glauben nach der Wahrscheinlichkeit der Mehrheit der Fälle, aber verwerfe nicht alles kurz! Nicht Lügner schelten, sondern: non liquet! [es ist nicht klar]

Pölitz (Hg.), Immanuel Kant’s Vorlesungen über die Metaphysik (aus drei Vorlesungsschriften), 1821 (posthum anonym hg. von Pölitz)

Wahrheit war die Botschaft, die alle großen Männer an die Menschheit zu verkündigen hatten; Wahrheit, Verhältnis der Dinge unter einander und zu uns.

Forster, Cook, der Entdecker, entstanden 1787, Erstdruck in: Kleine Schriften, 1. Teil, Berlin 1789

Nicht jeder kann die Wahrheit sehn, aber sein.

Kafka, Oktavhefte. Drittes Heft, 1916

Ist denn nicht jede Darstellung auch von den Dingen außer uns und von dem, was man Tatsachen nennt, subjektiv? Über den aufrichtigen Willen, die Wahrheit zu sagen, kommt niemand hinaus.

Wichert, Richter und Dichter. Ein Lebensausweis, 1899

Es gibt eine Anschauung vom Leben, welche meint, daß da, wo die Menge ist, auch die Wahrheit sei, daß es der Wahrheit selber ein Bedürfnis sei, die Menge für sich zu haben.

Kierkegaard, Tagebücher. 1846

Ein jeder aber hält für Wahrheit, was er sieht, und tut so lange recht daran, als er allein steht und niemand fragen kann, ob er etwa dasselbe auch sähe. Aber so, wie ein Auge dem andern aushilft und erst durch diese gegenseitige Aushilfe ein richtiges Bild gefaßt werden kann, so kommt auch die Vernunft erst durch gegenseitige Aushilfe derer, die wirklich nach Wahrheit fragen, ganz zu sich selber und erhebt sich von der Subjektivität zur Objektivität, und das erst ist die Vernunft in ihrer Einheit, welche als das köstlichste Gut der Menschheit gepriesen wird.

Kügelgen, Lebenserinnerungen des alten Mannes in Briefen an seinen Bruder Gerhard 1840-1867, Leipzig 1923

Man verwechselt oft die Wahrheit mit der Formlosigkeit und glaubt, namentlich im gesellschaftlichen Verkehr, sich gelegentlich eine kleine Oekonomie der Wahrheit gestatten zu dürfen, um nur ja nicht plump und formlos zu erscheinen.

Amyntor, Für und über die deutschen Frauen, 1883. Originaltext

Sie geben, ach! nicht immer Glut, Der Wahrheit helle Strahlen. Wohl denen, die des Wissens Gut Nicht mit dem Herzen zahlen!

Schiller, F., Gedichte. Aus: Licht und Wärme, Erstdruck 1797

So wie es keine so klare Wahrheit giebt, welche man nicht bestreiten kann, so giebt es auch keine so grobe Lüge, welche man nicht mit einem falschen Grund unterstützen könnte.

Johann Jakob Rousseau’s Philosophische Werke. Erster Band. Übersetzer anonym, Albrecht und Compagnie, Reval und Wesenberg, 1779. Brief an Erzbischof Beaumont vom 18. November 1762. Originaltext

Ich rannte zu meinen Träumen, stolperte über die Wirklichkeit und stieß mir den Kopf an der Wahrheit.

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