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26202 Sprüche gefunden
Wenn Bacchus das Feuer schürt, so sitzt Venus beim Ofen.
Er und ich zusammen in einem Raum, das sind zwei Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in einem Raum, das sind zwei andere Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in keinem Raum oder umgekehrt oder anders oder früher oder später – wir zwei sind nicht zu zählen.
Mädchen, fürchtet rauher Leute Buhlerische Wollust nie. Die im ehrfurchtsvollen Kleide Viel von unschuldsvoller Freude Reden, Mädchen, fürchtet die!
Ich will’s Dir nimmer sagen, wie so lieb ich Dich hab, im Herzen will ich’s tragen, will stumm sein wie das Grab, Kein Lied soll Dir’s gestehen, soll flehen um sein Glück, Du selber sollst es sehen, Du selbst – in einem Blick. Und kannst Du es nicht lesen, was dort so zärtlich spricht, so ist’s ein Traum gewesen, dem Träumer zürne nicht.
Wir kommen als Hälfte eines Ganzen zur Welt und suchen vom ersten Tag an nach der zweiten.
So öffne dich, o Herz, der Liebe, schließ ihre Strahlen in dich ein. Dann wird's in Nächten bang und trübe, in deinem Innern Frühling sein.
Was das Leben auch hienieden uns an Wonne bieten mag, Süßeres wird uns nie beschieden als ein Liebesfrühlingstag.
Wann endlich kommt der Tag, da einen Strahl der Güte – einen Strahl des Mitleids nur! – dein Auge mir beschert? Zu oft erfuhr ich schon der Liebe Martern, sonder Zahl.
Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
Wer ohne Liebe lebt, ist lebendig tot.
So ist die Liebe beschaffen, daß sie allein recht zu haben glaubt und alle anderen Rechte vor ihr verschwinden.
Nachsicht und Liebe – wer die vergaß, Der hat sich selber vergessen, Dieweil ein jeder nach seinem Maß Dereinst wird wieder gemessen.
Liebe [...] ist [...] ewig ein Schmerz, entweder ein süßer oder ein bitterer, immer eine Nacht, worin kein Stern aufgeht, ohne daß einer hinter meinem Rücken untertaucht – Freundschaft ist ein Tag, wo nichts untergeht als einmal die Sonne; und dann ists schwarz, und der Teufel erscheint.
Wer niemand liebt und von niemand geliebt wird, der ist ein armer, verlassener Mensch, möchte er auch nach gewöhnlicher Auffassung dem Glück im Schoße sitzen.
Wer liebt, der hat das Edelste getan, Denn ohne Liebe ist das Leben Wahn.
Ein jegliches Herz, das die Liebe verklärt, Gleichviel, welcher Glaube die Andacht nährt, Hat die Leuchte zum Ziel alles Höchsten gefunden, Hat Himmel und Hölle sich selbst überwunden.
Was du recht liebst, ist nicht das, was du siehest, sondern das, was du nicht siehest: das Bild, das du dir von dem Gegenstande deiner Liebe abziehst [...].