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26202 Sprüche gefunden

Der Krieg ist der geadelte Parvenü aus der bürgerlichen Familie der Prügel.

Erwin (Pseudonym), Hundert Gedanken ueber den Krieg, 1884

Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber ohne militärischen Wert.

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Deß Krieges Buchstaben Kummer, der das Marck verzehret, Raub, der Hab und Gut verheret, Jammer, der den Sinn verkehret, Elend, das den Leib beschweret, Grausamkeit, die unrecht fehret: Sind die Frucht, die Krieg gewehret.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm So viel uns, wie ihr wollt, verkünden, Nur schweigt von eurem Christentum, Gepredigt aus Kanonenschlünden! Bedürft ihr Proben eures Muts, So schlagt euch wie die Heiden weiland, Vergießt so viel ihr mögt des Bluts, Nur redet nicht dabei vom Heiland. [...] Noch gläubig schlägt das Türkenheer Die Schlacht zum Ruhme seines Allah – Wir haben keinen Odin mehr, Tot sind die Götter von Walhalla. Seid was ihr wollt, doch ganz und frei, Auf dieser Seite wie auf jener; Verhaßt ist mir die Heuchelei Der kriegerischen Nazarener.

Bodenstedt, F., Gedichte. Zeit- und Gelegenheitsgedichte. Aus: Die kriegerischen Nazarener, 1854

Es ist ein schöner, glücklicher Traum, der vom ewigen Frieden, aber vielleicht wird immer Krieg in der Welt sein müssen, damit wir begreifen lernen, welchen Wert und Inhalt das Leben haben soll.

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Ich habe keine Angst vor einem Heer von Löwen, das von einem Schaf angeführt wird. Ich habe aber Angst vor einem Heer von Schafen, das von einem Löwen angeführt wird.

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Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.

Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. Erster Aufzug, 4. Szene, Marina

Das Verhältnis der Dinge und nicht das der Menschen zueinander ruft den Krieg hervor…

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762

Strategie ist, wenn man ohne Munition weiterfeuert.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Als ob das Töten irgend etwas gutmachen könnte! Als ob vergossenes Blut überhaupt etwas reinigen, etwas Geschehenes ungeschehen machen könnte! O, über den geheiligten Widersinn, unter dessen Herrschaft die blöde Welt sich gestellt hat.

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Der Krieg ist das Besäufnis des Todes.

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Man sollte eine Schlacht nur beginnen, wenn man keine andere Wahl hat, da der Erfolg einer Schlacht von ihrer Natur her zweifelhaft ist. Von dem Moment aber, wo der Kampf beginnt, sind wir verpflichtet zu siegen oder zu sterben.

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Gesicht im Walde Ich hatte mich verirrt im tiefsten Wald, Schwarz war die Nacht, unheimlich troff der Regen, Der Sturm ging in den Wipfeln wild und kalt. Da sah ich plötzlich unfern meinen Wegen Durchs feuchte Laub blutrote Funken sprühn, Und Hammerschläge dröhnten mir entgegen. Durch Dornen und durch Buschwerk drang ich kühn, Und bald gewahrt' ich, rings vom Wald umfangen, In hoher Hall' ein Schmiedesfeuer glühn. Drei Riesen waren's, die die Hämmer schwangen, Berußt, die Augen nur aufs Werk gekehrt, Dazu sie schauerliche Weisen sangen. Sie schmiedeten an einem großen Schwert, Zweischneidig war's, der Griff als Kreuz gestaltet, Die Kling' ein Strahl, der züngelnd niederfährt. Und einer sang in Tönen, fast veraltet, Doch also tief, wie wenn emporgeschwellt Der mächt'ge Hauch in dumpfer Orgel waltet: "Es rührt im Birnbaum auf dem Walserfeld Sich schon der Saft, und seinem Volk zum Heile Erscheinen wird der langersehnte Held. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Das Schwert, das Königsschwert muß fertig sein, Und unser Werk hat Eile, Eile, Eile!" Er schwieg, und singend fiel der zweite ein Mit einer Stimm', als wollt' er aus den Grüften Mit Erzposaunenschall die Toten schrein: "Es hat zu Nacht gedonnert in den Klüften Des alten Bergs, den man Kyffhäuser heißt, Und einen Adler sah ich in den Lüften. Wie Sturmesrauschen klingt es, wenn er kreist, In seinen Fängen trägt er Blitzeskeile, Die Rabenbrut entflieht, wo er sich weist. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Zur rechten Stunde sei das Werk getan; Das Kreuzesschwert hat Eile, Eile, Eile!" Und tief einfallend hub der dritte an, Das scholl, wie unterird'sche Donner grollen, Wenn sich die Lava rühret im Vulkan: "Die Zeit ist schwanger, aus den dürren Schollen Wird eisern aufgehn eine Kriegersaat, Sein rotes Banner wird der Kampf entrollen. Drum schreiten hohe Geister früh und spat Durchs deutsche Land und pochen an die Türen Und mahnen laut: der Tag des Schicksals naht! Viel eitles Blendwerk wird der Feind erküren, Mit Lächeln locken, dräun mit Blitzgeschoß, O lasse keiner dann sein Herz verführen! Denn Füße nur von Ton hat der Koloß, Und stürzen wird er über kurze Weile, Im Fall begrabend seiner Knechte Troß. Drum rüstig mit dem Hammer, mit der Feile! Ihr Bälge blast, ihr Funken sprüht empor! Das Schwert des Siegs hat Eile, Eile, Eile!" So sangen sie. Dann schwieg der dumpfe Chor, In kaltem Schauer bebten meine Glieder, Doch wagt' ich nicht mich in der Halle Tor. Zurück ins schwarze Dickicht floh ich wieder, Und sah verlöschen bald der Flamme Licht, Nur bang im Haupt noch summten mir die Lieder. Kaum weiß ich jetzt, war's Traumbild, war's Gesicht? Doch mahnt es, daß auch wir das Schwert bereiten, Das Schwert des Geistes, welches nie zerbricht. Wachet und betet! Schwer sind diese Zeiten.

Geibel, E., Gedichte. Hundertste Auflage, Jubel-Ausgabe, Stuttgart 1884

Der Weltkrieg war der Abtanzball des alten Imperialismus.

Ossietzky, in: Berliner Volks-Zeitung. 22. Juli 1921

Und ziehst du aus… Und ziehst du aus zu Kampf und Tat, Das Auge froh, das Schwert gewetzt, Es liegt der Toten stumme Saat, Wo auch dein Pferd die Hufe setzt. Und wirbst du keck um Ehr' und Gut, Und liegt der Morgen frühlingsklar, Sieh, unter jeder Scholle ruht Schon einer, der hier glücklich war. Ob im Turnier ein Schwert sie traf, Ob sie die Schlange leis beschlich, Sie lächeln alle tief im Schlaf Und warten, warten nur auf dich…

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Wenn Fürsten Krieg wollen, so beginnen sie ihn und lassen dann einen arbeitsamen Rechtsgelehrten kommen, der beweist, daß es also Recht sei.

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Kriege werden aus Hauptursachen angesponnen und aus Scheinursachen geführt.

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Wie kommen wir Menschen dazu, große Pläne auszubrüten, die so viel Blut kosten? Wir wollen leben und leben lassen!

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Vom Kriegsführen halte ich nichts. Es gebiert nichts Gutes. Wenn man nicht zur Verteidigung des Vaterlandes oder um einer Gefahr vorzubeugen den Degen zieht, sollte man es lieber lassen.

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Oben ziehen still die Kraniche, Unten zanken sich laut die Wölfe. Der Krieg läßt mich nicht schlafen. Wer hat die Kraft und ordnet Himmel und Erde?

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Krieg! Es würde genügen, den Feind wissen zu lassen: Kommt bloß nicht! Wir haben Typhus.

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