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26202 Sprüche gefunden

Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Wer aber erst an den Feind heran will, darf nicht konzentriert auf einer oder wenigen Straßen vorgehen wollen.

Moltke, Militärische Werke. Aus den Verordnungen für die höheren Truppenführer vom 24. Juni 1869

Ich habe im Kriege Gott immer auf Seiten der größten Bataillone gesehen.

Voltaire, Briefe. An M. le Riche, 6. Februar 1770

Gott, der Allmächt'ge, blies, Und die Armada flog nach allen Winden.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die unüberwindliche Flotte (Nach einem ältern Dichter), Erstdruck 1786

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.

Ossietzky, in: Die Weltbühne. Offener Brief an Reichswehrminister Groener, 8. Dezember 1931

Wenn der Krieg anfängt, so muß der Teuffel die Höll umb hundert tausend Klaffter weiter machen.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext

Der ird'schen Güter bestes ist der Frieden; Nichts Schlimm'res gibt es, als den Krieg hienieden.

Scheich Hîlalî, König und Derwisch, um 1500

Im Kriege sind Schuldige und Unschuldige gleich.

Wander (Hg.), Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 5 Bde., 1867-80

Krieg und Liederlichkeit! die bleiben immer in der Mode.

Shakespeare, Troilus und Cressida (Troilus and Cressida), Erstdruck 1610. V, 2, Thersite

Der Krieg ist trotz seiner Schrecken eigentlich nicht unpopulär. Er begünstigt und entwickelt Triebe, die bei den Menschen sonst zu schlummern pflegen. Die Rohheit, der Blutdurst, die Freude, ja sogar der Rausch des Tötens wurzeln so tief im Innersten der Sterblichen, daß sie leicht wieder zutage treten.

France, in: Marcel Le Goff: Gespräche mit Anatole France, 1914-1924, übersetzt von Ernst Klarwill, München 1925

Es ist einer der ersten Grundsätze des Kriegs, seine Macht zu übertreiben, nicht aber, sie klein darzustellen.

Rehlen (Hg.), Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Korsika bis St. Helena, Leipzig 1906

Der Krieg ist nie ein isolierter Akt.

Clausewitz, Vom Kriege. Hinterlassenes Werk des Generals Carl von Clausewitz, hg. von Marie von Clausewitz, 1832-34

Es wird die Zeit kommen, wo die Völker den Unsinn des Krieges einsehen werden.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Eigentlich ist alles Handeln Krieg. Der eigentliche Krieg ist nur die roheste Darstellung davon.

Schleiermacher, Schriften aus der Berliner Zeit 1800-1802. Gedanken V

Gott verhüt' einen Feldzug immerdar, Doch geb' er Kriegsfurcht und Kriegsgefahr! Es möchten die Menschenbestien auf Erden Zu übermütig sich sonst gebärden.

Vierordt, Deutsche Hobelspäne. Stoßseufzer und Stammbuchblätter, 1909

In Europa ist viel über Krieg nachgedacht worden. Die Engländer taten es vorher, die Franzosen während des Krieges, die Deutschen nachher.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Weltbühne, 02.03.1926, Nr. 9 (Peter Panter), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Unter friedlichen Umständen fällt der kriegerische Mensch über sich selber her.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere für den Krieg, die jährlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere für den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Milliarden einbringen würden?

May, Ardistan und Dschinnistan, 2 Bde., 1909. 1. Band, 1. Kapitel. Eine Mission

Ist es denn so reizend, sich mit Trümmern In die Weltgeschichte einzubau'n?

Tiedge, C. A., Gedichte. Kleinere Dichtungen. Aus: Elegie auf dem Schlachtfelde bei Kunersdorf, 1803

Michel: Ja, ja, der Krieg ist das allerschrecklichste. Lehrer: Und doch muß man ihn, wie die Welt nun einmal ist, ein notwendiges Übel nennen. Michel: Geht denn Macht vor Recht? Lehrer: Ja.

Felder, Gespräche des Lehrers Magerhuber, entstanden 1866, Erstdruck 1912. Erstes Gespräch

Aller welt rat, macht, trotz und streit Ist lauter tand und eitelkeit, Macht doch mord, armut, herzeleid. Got helf und tröst in ewigkeit!

Rollenhagen, Froschmäuseler, 1595. Originaltext