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Leider müssen die gutmütigen Menschen mehr unter unseren Launen leiden als die garstigen; wir wissen die gutmütigen zu kränken, weil sie sich nicht wehren. Die garstigen haben Stacheldraht um sich.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Allem auf der Welt, dem Größten wie dem Kleinsten, liegt eine einfachste Form zugrunde, die sein Wesen erhält.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Willst Du dem Charakter eines Menschen gerecht werden, so beurteile ihn nicht nach einem einzelnen hervorstehenden Zuge oder einer einzelnen auffallenden Handlung, sondern prüfe den ganzen Menschen in allen seinen Zügen und Handlungen und ziehe daraus Dein Fazit, denn kein Mensch ist nur gut oder nur schlecht.

Verworn, Aphorismen, 1922

Bei klaren Wassern unterschätzt man die Tiefe.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Menschen, Leben und Welt

Der Charakter ist eine Erfindung für solche, die sonst nichts haben.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Philosophie des Pöbels

Es kann dir nie an Nahrung fehlen, wenn du sie den Menschen aus der Hand frisst.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Gesellschaft

Als die wichtigsten Charakterfehler erscheinen einem die, welche man momentan nicht hat.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Neben der breiten Heerstraße zur Hölle laufen angenehme Seitenwegchen her. Auf ihnen gehen heißt "sich und andere studieren".

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Stille Wasser sind tief – doch darf man ja nicht glauben, dass sturmbewegte seicht sind.

Peters, Aphorismen, 1931

Im Dunkel des eigenen Selbst schärft sich das Auge für – das Licht anderer.

Peters, Aphorismen, 1931

Das größte und edelste Opfer, das man jemandem bringen kann, ist, dass man ihm in Gegenwart seiner Feinde gerecht wird.

Peters, Aphorismen, 1931

Selig sind diejenigen, welchen eigenes Unglück nicht das Herz für fremdes verhärtet.

Peters, Aphorismen, 1931

Es gibt Menschen, die alles beschmieren, indem sie es berühren.

Peters, Aphorismen, 1931

Gar manche lachen über andere – und täten besser, über sich selbst zu weinen.

Peters, Aphorismen, 1931

Der Weg vom Protektionskind zum Oberbonzen ist nicht lang: Er ist die Karriere der gemeinen Charaktere.

Peters, Aphorismen, 1931

Viele hohe Tiere sind niedrige Menschen.

Peters, Aphorismen, 1931

Es gibt Leute, die überall die erste Geige spielen wollen, doch ist sie leider meistens verstimmt.

Peters, Aphorismen, 1931

Ein kostbares Gefäß nützt dem wertlosen Inhalt nichts.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Ein Hitzkopf ist wie eine glühende Herdplatte. Nichts wird gar, es brennt zuvor schon an.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Wer die Krone reckt, wächst, wer Wurzeln hat, dem gehört die Erde.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Für den Wert des Menschen gibt es nur ein Maß: Charakter.

Seemann, Funken, 1940