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26202 Sprüche gefunden
Die Liebe ist das höchste, das unirdischste der Gefühle, ein fremdes Ich dringt in das deine ein.
Der Abgekühlte Und ist man tot, so muß man lang Im Grabe liegen; ich bin bang, Ja, ich bin bang, das Auferstehen Wird nicht so schnell vonstatten gehen. Noch einmal, eh' mein Lebenslicht Erlöschet, eh' mein Herze bricht – Noch einmal möcht ich vor dem Sterben Um Frauenhuld beseligt werben. Und eine Blonde müßt es sein, Mit Augen sanft wie Mondenschein – Denn schlecht bekommen mir am Ende Die wild brünetten Sonnenbrände. Das junge Volk voll Lebenskraft Will den Tumult der Leidenschaft, Das ist ein Rasen, Schwören, Poltern Und wechselseit'ges Seelenfoltern! Unjung und nicht mehr ganz gesund, Wie ich es bin zu dieser Stund', Möcht ich noch einmal lieben, schwärmen Und glücklich sein – doch ohne Lärmen.
Eine Frau gehört von Rechts wegen dem Manne, der sie liebt und den sie mehr liebt als das Leben.
Hast du noch die alten Briefe? Hast du noch die alten Briefe, Die ich dir heimlich zugesteckt; Liest du manchmal drin, wenn tiefe Nacht dich mit Gespenstern schreckt: – Schreib geschwind: das Herzensflämmchen Brennt's für mich noch lichterloh? Maus, dein gelbes Schildpattkämmchen Fand sich unterm Vertikow. Fand sich auch das Silberbörtchen, Abgerissen in der Hast, Und – wie schad' – ein Mandeltörtchen, Das du nicht gegessen hast. Tief im Schleier Stirn und Näschen, Keiner kennt dich – sei doch dreist, Komm, mein Herzchen, komm, mein Häschen, Dreimal klopfen – na, du weißt… – Ach, daß heut ich, blondes Liesel, Keine Antwort lesen darf, Weil ich blöder Bildungsstiesel Damals sie ins Feuer warf. Denn – so kernecht auch dein Lieben – Raubte mir's die Seelenruh', Daß du Herz hast klein geschrieben Und mit tz auch noch dazu. Als du wieder, blondes Liesel, Schlüpftest in mein Gartenhaus, Flink und munter wie ein Wiesel, Blieb ich kühl – und es war aus. Heut? – na ja, ich kann nicht klagen, Und ein Spaß ist auch dabei. Viele reife Damen sagen, Daß ich sehr poetisch sei. Und sie lieben mich seraphisch, – Seelenfreundschaft – oder so – Und sie schreiben orthographisch Und zitieren Rochefoucauld. Und für ewig unvergessen Sei mein Liedchen, sagen sie; Und sie laden mich zum Essen Und zu etwas Pomery. Und mit nützlichen Geschenken Machen sie sich wert und lieb. Ich – ich muß der Kleinen denken, Die ihr Herz mit tz schrieb. All die Flammen, all die Flämmchen Gäb' ich heute seelenfroh. Läg' ein blondes Schildpattkämmchen Wieder unterm Verikow.
Seufzer eines Ungeliebten Hast du nicht Liebe zugemessen Dem Leben jeder Kreatur? Warum bin ich allein vergessen, Auch meine Mutter du! Natur? Wo lebte wohl in Forst und Hürde, Und wo in Luft und Meer ein Tier, Das nimmermehr geliebet würde? - Geliebt wird alles außer mir! Wenngleich in Hain und Wiesenmatten Sich Baum und Staude, Moos und Kraut Durch Lieb und Gegenliebe gatten; Vermählt sich mir doch keine Braut. Mir wächst vom süßesten der Triebe Nie Honigfrucht zur Lust heran. Denn ach! mir mangelt Gegenliebe, Die Eine nur gewähren kann.
Dies ist das Geheimnis der Liebe, daß sie solche verbindet, deren jedes für sich sein könnte und doch nicht ist, und nicht sein kann ohne das andere.
Nicht hat ein Ende der Mensch – hat er doch keinen Beginn: welche sich selber verlieren, die hat der Liebste erkannt.
Es gibt mehrere Mittel, die Liebe zu heilen, aber kein einziges, das unfehlbar wäre.
Es erfordert größere Tugenden, das gute Geschick zu ertragen als das böse.
Liebesfeier An ihren bunten Liedern klettert Die Lerche selig in die Luft; Ein Jubelchor von Sängern schmettert Im Walde, voller Blüt und Duft. Da sind, so weit die Blicke gleiten, Altäre festlich aufgebaut, Und all die tausend Herzen läuten Zur Liebesfeier dringend laut. Der Lenz hat Rosen angezündet An Leuchtern von Smaragd im Dom; Und jede Seele schwillt und mündet Hinüber in den Opferstrom.
Die Liebe ist nichts für mich. Denn was heißt Liebe? Eine Leidenschaft, die das Universum beiseite schiebt, um nichts zu sehen als den geliebten Gegenstand.
Venus und Bacchus sind gerne beisammen, wie das Sprichwort sagt. Bei mir ist Venus munterer, wenn sie von der Nüchternheit begleitet ist.
Der Liebende findet das Licht nur, wenn er brennend wie eine Kerze sich selbst verzehrt.
Jüngling, hast du ein Mädchenherz gefunden, das du liebst, so lass' es nicht unter die Räder deiner Entwickelung kommen!
Wir sind getrennt Doch werden wir gemeinsam wachsen In der Erde Zwei Bäumen gleich Die ihr Wurzelwerk vereinen Und die Frucht reifen lassen Wir werden gemeinsam wachsen In den Himmel Zwei Wolken gleich mit leichten Schwingen Die in einem Regentropfen sich vereinen Wer will da noch sagen Daß wir Getrennte sind