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26202 Sprüche gefunden

Du willst, daß ich in Worte füge Du willst, daß ich in Worte füge, Was flüchtig ist wie Windeswehn, Und meiner Seele Atemzüge, Die leisen, kannst du nicht verstehn? Doch glaub! die Wonne wie die Klage, Die nur in Geistertönen lallt, Bleibt eine unverstandne Sage, Wenn ihr das Herz nicht wiederhallt. Ihr Sinn ist hin, ihr Laut verklungen, Sobald die Lippe sie erst nennt: Nicht eignet sich für Menschenzungen, Was nur der Himmel weiß und kennt.

Schack, A. F., Gedichte. Erstdruck der ersten Gedichtsammlung 1866; Erstdruck der zweiten Gedichtsammlung (Weihgesänge) 1878

Nach diesen trüben Tagen, wie ist so hell das Licht. Zerrissene Wolken tragen die Trauer aus meinem Gesicht. Nach Herzenslust zu leben, heißt der Herzenslust nachzugeben. Ich weiß genau, unsere Herzen sind rein, darum frag ich dich hier und jetzt: Möchtest Du für immer der Mann an meiner Seite sein? Aus Liebe und Vernunft zu frein, wie sollt' das nicht das gleiche sein? Da es doch für mich nichts Schöneres und Wichtigeres auf der Welt gibt, frag ich dich hier und jetzt: Möchtest du für immer der Mann an meiner Seite sein, welcher mich liebt? Dein Herz soll wie eine Auster sein, es soll sich nur einmal aufschließen, um den Tau der Liebe in sich aufzunehmen und ihn als Perle ein Leben lang in sich zu tragen. Aber etwas möchte ich Dir auch noch sagen: Ich liebe dich über alles und darum möchte ich dich fragen: Möchtest du für immer der Mann an meiner Seite sein? Ich möchte dich lieben, ich möchte dich ehren. In guten wie in schlechten Zeiten soll unsere Liebe niemals von uns kehren. Bis daß der Tod uns scheide. Denn ich kann ohne dich nicht leben! Ich liebe Dich.

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Was hilft mir alles Denken, Was hilft mir alles Sprechen, Was hilft mir alles Tun! Mein Liebchen will mich kränken Und will das Herz mir brechen, Ich darf nicht bei ihr ruhn.

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Rasch im Flug die Freud' umarmen, leise nur den Mund ihr berühren, wie die Biene Nektarblumen berührt, o Freund! Versetzt uns unter die Götter!

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Die moderne Liebe ist schwache Melodie, überinstrumentiert.

Hofmannsthal, Buch der Freunde, 1922

Vernünftig lieben wollen, heißt die Vernunft verlieren.

Boufflers, S., Gedichte. Aus: Le cœur

Nur tyrannische oder sklavische Seelen kennen Liebe ohne Achtung.

Kunad, Aphorismen, 1901

Die Lieb ist wie's Wetter Bald stürmisch, bald still; A Narr, der durch's Bitten Was ausrichten will.

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An Weibern ist alles Herz, sogar der Kopf.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Februar 1793

Das einzige Geschöpf, das einen Mann um seiner selbst willen mit vollkommener Uneigennützigkeit liebt, ist die Frau.

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Die Liebe ist der Herrscher der Jugend und der Tyrann des Alters.

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Liebe ist wie ein Fieber, das steigt und fällt, ohne daß unser Wille irgend etwas dazu tun könnte.

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Die Liebe ist blind, aber sie sieht von weitem.

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Liebe ist Freude, gebunden an die Vorstellung einer äußerlichen Ursache.

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Liebe und Geld sind gute Diener und schlechte Herren.

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Lieb ist ein solch gefährlich Gifft, Wen sie recht in das Hertz trifft, Daß sie brennt durch Mark und Bein Wie der Donner durch Stahl und Stein.

Rollenhagen, Froschmäuseler, 1595. Originaltext

Aus Liebe frisst der Wolf das Schaf.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Liebe schaut durch eine Brille, die aus Kupfer Gold macht, aus Armut Reichtum und aus Tränen Perlen.

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Komm doch in den Garten! Ich hätte gerne, daß meine Rosen dich sehen.

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Nur wer der Liebe heil'gen Schmerz genossen, Dem ward ein höhres Leben aufgeschlossen.

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Wer kann Liebenden ein Gesetz vorgeben? Liebe in sich ist ein bedeutenderes Gesetz.

Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 3. Buch. Prosaübersetzung des metrischen Originaltextes. Originaltext: Quis legem det amantibus?/Maior lex amor est sibi