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26202 Sprüche gefunden

Die Namen Ich fragte meine Schöne: Wie soll mein Lied dich nennen? Soll dich als Dorimene, Als Galathee, als Chloris, Als Lesbia, als Doris, Die Welt der Enkel kennen?[67] Ach! Namen sind nur Töne: Sprach meine holde Schöne. Wähl' selbst. Du kannst mich Doris, Und Galathee und Chloris, Und – wie du willst mich nennen; Nur nenne mich die Deine.

Lessing, G. E., Gedichte. Lieder, Ausgabe 1771

Liebe ist das Geschäft des Müßigen, aber die Müßigkeit des Geschäftigen.

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Der Tod hat nur einen Meister, die Liebe!

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Der Wunsch Du holder Gott der süß'sten Lust auf Erden, der schönsten Göttin schöner Sohn! Komm, lehre mich die Kunst, geliebt zu werden; die leichte Kunst zu lieben weiß ich schon. Komm ebenfalls und bilde Phyllis' Lachen, Cythere, gib ihr Unterricht, denn Phyllis weiß die Kunst, verliebt zu machen; die leichte Kunst zu lieben weiß sie nicht.

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Wer die Liebe verbietet, gibt ihr Sporen.

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Ein Mal zu lieben ist Gefühl, zwei Mal zu lieben ist Kunst, drei Mal zu lieben ist Gewohnheit, vier Mal Labilität und darüber hinaus, "o mein Gott…!"

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Liebe fängt bei sich selber an.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nach einigen Minuten sagte Knebel: ›Wie sich das alles himmlisch fügt, dort kömmt Herder und seine Frau mit den zwei Kindern.‹ – Und wir gingen ihm entgegen, und unter dem freien Himmel lag ich endlich an seinem Mund und an seiner Brust, und ich konnte vor erstickender Freude kaum sprechen, und nur weinen, und Herder konnt' mich nicht satt umarmen.

Jean Paul, Briefe

An die Stolze Und gleichwohl kann ich anders nicht, Ich muss ihr günstig sein, Obgleich der Augen stolzes Licht Mir mißgönnt seinen Schein. Ich will, ich soll, ich soll, ich muß dich lieben, Dadurch wir beid' uns nur betrüben, Weil mein Wunsch doch nicht gilt Und du nicht hören wilt. Wie manchen Tag, wie manche Nacht, Wie manche liebe Zeit Hab ich mit Klagen durchgebracht, Und du verlachst mein Leid! Du weißt, du hörst, du hörst, du siehst die Schmerzen, Und nimmst der' keinen doch zu Herzen, So daß ich zweifle fast, Ob du ein Herze hast. Bist du denn harter Stein und Stahl Die man doch zwingen kann? Feld, Wiesen, Wälder, Berg und Tal Sehn meine Wehmut an. Die Vögel seufzen, was ich klage. Der hohle Busch ruft, was ich sage. Du nur, du Stolze du, Hältst Ohr und Augen zu. Ach denke, denke, was du tust. Ich kann nicht anders sein. Ich hab an meinem Leiden Lust, Du hassest meine Pein. Kann ich denn keine Huld erlangen, So laß mich die Gunst nur empfangen Und wolle doch mit mir, Daß ich stracks sterbe hier.

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Trunken steht nun der Baum. Rundum gestützt trägt sein Schoß tausend Früchte des Jahrs. Liebe des Sommers war groß. Tropft auch der Seim aus in der Frucht, klopft auch der Apfel ins Gras – keine des Blühens im Mai, keiner der Liebe vergaß. Reife, reife auch du, Liebe, in uns wie der Saft der in der reifenden Frucht Keim neuen Lebens erschafft.

Binding, Sieg des Herzens. Gedichte, 1937

Ein Herz voll Liebe kann alles vergeben, sogar Härte gegen sich, aber nicht Härte gegen andere; denn jene zu verzeihen ist Verdienst, diese aber Mitschuld.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 55. Pfefferfraß

Sex – überall! Liebe – nirgendwo!

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Die ersten Liebesbriefe werden durch die Augen gesandt.

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Die Natur und der eigentümliche Geist der Liebenden blicken einander in die Augen, es sind das zwei Richtungen der gleichen Handlung, es ist ein Fließen in zwei Richtungen und ein Brennen von zwei Enden.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43

Ich weiß wohl, was dich bannt in mir, Die Lebensglut in meiner Brust, Die süße zauberhafte Zier, Der bangen tiefgeheimen Lust, Die aus mir strahlet, ruft zu dir, Schließ mich in einen Felsen ein, Ruft doch arm Lind durch Mark und Bein: Komm, lebe, liebe, stirb an mir, Leg' diesen Felsen auf deine Brust, Du mußt, du mußt.

Brentano, C., Gedichte. Entstanden um 1817/18 oder um 1834, Erstdruck 1943

Die Schmerzen der unerhörten Liebe und die Schmerzen der Ehescheidung erinnern an die Zähne, welche wehe tun, wenn sie kommen, und wehe, wenn sie ausgezogen werden.

Jean Paul, Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (in: Cotta'sches Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812), 1811

Durch einen neuen Nachfolger wird jede Liebe überwunden.

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Jeder Liebende soll bleich werden: diese Farbe passt zu jedem, der liebt.

Ovid, Ars amatoria, auch Ars amandi (Die Liebeskunst), entstanden zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr. Originaltext: Palleat omnis amans: hic est color aptus amanti.

Jeder, der liebt, befindet sich im Krieg.

Ovid, Amores (Liebesgedichte), 49 Gedichte in drei Büchern, entstanden ab 16 v. Chr

Die Liebenden suchen den Genuss – leider ohne Erfolg.

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Im Sommer O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge, Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge, Zum stillen Wald, Dort wo die Wipfel sanfte Grüße tauschen, Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen Ein Liedchen schallt. Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet, Führ ich dich hin. In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume Und weiße Wolken, die wie sanfte Träume Vorüberziehn. Dort laß uns lauschen auf der Quelle Tropfen Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen, Mit uns allein. Dort wollen wir die laute Welt vergessen, An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen Und glücklich sein!

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