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26202 Sprüche gefunden
Man ist nie liebenswürdiger, als wenn man geliebt wird.
Suleika Hochbeglückt in deiner Liebe Schelt ich nicht Gelegenheit; Ward sie auch an dir zum Diebe, Wie mich solch ein Raub erfreut! Und wozu denn auch berauben? Gib dich mir aus freier Wahl; Gar zu gerne möchte ich glauben – Ja, ich bins, die dich bestahl. Was so willig du gegeben, Bringt dir herrlichen Gewinn; Meine Ruh, mein reiches Leben Geb ich freudig, nimm es hin! Scherze nicht! Nichts von verarmen! Macht uns nicht die Liebe reich? Halt ich dich in meinen Armen, Jedem Glück ist meines gleich.
Der Kuß im Traume Es hat ein Kuß mir Leben eingehaucht, Gestillet meines Busens tiefstes Schmachten, Komm, Dunkelheit! mich traulich zu umnachten, Daß neue Wonnen meine Lippe saugt. In Träume war solch Leben eingetaucht, Drum leb‘ ich, ewig Träume zu betrachten, Kann aller andern Freuden Glanz verachten, Weil nur die Nacht so süßen Balsam haucht. Der Tag ist karg an liebesüßen Wonnen, Es schmerzt mich seines Lichtes eitles Prangen Und mich verzehren seiner Sonne Gluten. Drum birg dich Aug‘ dem Glanze ird’scher Sonnen! Hüll dich in Nacht, sie stillet dein Verlangen Und heilt den Schmerz wie Lethes kühle Fluten.
Ist alles stumm und leer Ist alles stumm und leer; Nichts macht mir Freude mehr; Düfte, sie düften nicht, Lüfte, sie lüften nicht; Mein Herz ist so schwer! Ist alles öd‘ und hin; Bange mein Herz und Sinn; Möchte, nicht weiß ich, was; Treibt mich ohn‘ Unterlaß, Weiß nicht, wohin! Ein Bild von Meisterhand Hat mir den Sinn gebannt; Seit ich das holde sah, Ist’s fern und ewig nah, Mir anverwandt. Ein Klang im Herzen ruht, Der noch erquickt den Mut, Wie Flötenhauch ein Wort, Tönet noch leise fort, Stillt Tränenflut. Frühlinges Blumen treu Kommen zurück aufs neu; Nicht so der Liebe Glück, Ach, es kommt nicht zurück – Schön, doch nicht treu! Kann Lieb‘ so unlieb sein, Von mir so fern, was mein? Kann Lust so schmerzlich sein, Untreu so herzlich sein? O Wonn‘, o Pein! Phönix der Lieblichkeit, Dich trägt dein Fittig weit Hin zu der Sonne Strahl, Ach was ist dir zumal, Mein einsam Leid!
Die eine Klage Wer die tiefste aller Wunden Hat in Geist und Sinn empfunden, Bittrer Trennung Schmerz; Wer geliebt, was er verloren, Lassen muß, was er erkoren, Das geliebte Herz, Der versteht in Lust die Tränen Und der Liebe ewig Sehnen Eins in Zwei zu sein, Eins im Andern sich zu finden, Daß der Zweiheit Grenzen schwinden Und des Daseins Pein. Wer so ganz in Herz und Sinnen Konnt‘ ein Wesen liebgewinnen, O! den tröstet’s nicht , Daß für Freuden, die verloren, Neue werden neu geboren: Jene sind’s doch nicht. Das geliebte, süße Leben, Dieses Nehmen und dies Geben, Wort und Sinn und Blick, Dieses Suchen und dies Finden, Dieses Denken und Empfinden Gibt kein Gott zurück.
Liebe O reiche Armut! Gebend, seliges Empfangen! In Zagheit Mut! in Freiheit doch gefangen. In Stummheit Sprache, Schüchtern bei Tage, Siegend mit zaghaftem Bangen. Lebendiger Tod, im Einen sel’ges Leben Schwelgend in Not, im Widerstand ergeben, Genießend schmachten, Nie satt betrachten Leben im Traum und doppelt Leben.
O, Lächeln, Stirn, Haar, Hände - mich verzückend; O, Stimme, Laute, Geige - mich berückend; So viele Flammen für ein schmelzend Weib!
Begegnung Was doch heut Nacht ein Sturm gewesen, Bis erst der Morgen sich geregt! Wie hat der ungebetne Besen Kamin und Gassen ausgefegt! Da kommt ein Mädchen schon die Straßen, Das halb verschüchtert um sich sieht; Wie Rosen, die der Wind zerblasen, So unstet ihr Gesichtchen glüht. Ein schöner Bursch tritt ihr entgegen, Er will ihr voll Entzücken nahn: Wie sehn sich freudig und verlegen Die ungewohnten Schelme an! Er scheint zu fragen, ob das Liebchen Die Zöpfe schon zurecht gemacht, Die heute Nacht im offnen Stübchen Ein Sturm in Unordnung gebracht. Der Bursche träumt noch von den Küssen, Die ihm das süße Kind getauscht, Er steht, von Anmut hingerissen, Derweil sie um die Ecke rauscht.
Das Meer erglänzte weit hinaus Im letzten Abendscheine; Wir saßen am einsamen Fischerhaus, Wir saßen stumm und alleine. Der Nebel stieg, das Wasser schwoll, Die Möwe flog hin und wider; Aus deinen Augen, liebevoll, Fielen die Tränen nieder. Ich sah sie fallen auf deine Hand, Und bin aufs Knie gesunken; Ich hab von deiner weißen Hand Die Tränen fortgetrunken. Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib, Die Seele stirbt vor Sehnen; – Mich hat das unglücksel'ge Weib Vergiftet mit ihren Tränen.
Der Tag der Freude Ergebet euch mit freiem Herzen Der jugendlichen Fröhlichkeit: Verschiebet nicht das süße Scherzen, Ihr Freunde, bis ihr älter seid. Euch lockt die Regung holder Triebe; Dies soll ein Tag der Wollust sein: Auf! ladet hier den Gott der Liebe, Auf! ladet hier die Freuden ein. Umkränzt mit Rosen eure Scheitel (Noch stehen euch die Rosen gut) Und nennet kein Vergnügen eitel, Dem Wein und Liebe Vorschub tut. Was kann das Totenreich gestatten? Nein! lebend muß man fröhlich sein. Dort herzen wir nur kalte Schatten: Dort trinkt man Wasser, und nicht Wein. Seht! Phyllis kommt: O neues Glücke! Auf! Liebe, zeige deine Kunst, Bereich're hier die schönsten Blicke Mit Sehnsucht und mit Gegengunst. O Phyllis! glaube meiner Lehre: Kein Herz muß unempfindlich sein. Die Sprödigkeit bringt etwas Ehre; Doch kann die Liebe mehr erfreun…
Ich schlief, aber mein Herz war wach. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: »Tu mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Reine! Denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.«
Ein kleiner Platz in deinem Herzen, der reicht mir zum Glück schon aus. Und wenn da wirklich nichts mehr reinpaßt, schmeiß bitte jemand anders raus.
Lieben, ohne Maaß entflammt, Lieben ist mein einzig Amt; Ob sie meine Bitte hört, Ob sie meinen Trieb verdammt, Ob sie mich in Dorne legt Oder in der Gnade Sammt; Lieben ohne Maß und Ziel Lieben ist mein einzig Amt.
Flüstern, atemscheues Lauschen, Nachtigallenschlag, Silberglanz, des Bächleins Rauschen träumerisch im Hag. Licht der Nacht und nächtlich Dunkel, Schatten ringsumher, schöner Augen Glutgefunkel – Herz was willst du mehr? Aus den Wolken blühen Rosen, und es glüht im Hag – Wollusttränen, süßes Kosen – und der Tag! der Tag!