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26202 Sprüche gefunden

Sonett Wie ich dich liebe? Laß mich zählen, wie. Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit, Als meine Seele blindlings reicht, wenn sie Ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit. Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand, Den jeder Tag erreicht im Lampenschein Oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein Wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt. Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit Und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit Ich meine Heiligen nicht mehr geliebt. Mit allem Lächeln, aller Tränennot Und allem Atem. Und wenn Gott es gibt, Will ich dich besser lieben nach dem Tod.

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Bist du denn fremd hierher gezogen – Ach, warum weinst du, Nachtigall? Und hast ermattet dich verflogen? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Hast hohe Berge überschritten? Bist über Flüsse tief geglitten? Hast Trennung du vom Freund erlitten? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Ach, wie so bitter klingt dein Flehen! Neu läßt du meinen Schmerz entstehen! Du möchtest deinen Freund wohl sehen? Ach, warum weinst du, Nachtigall? Du kannst doch deine Flügel breiten Und kannst sie ja zum Fluge weiten Und alle Schleier überschreiten! Ach, warum weinst du, Nachtigall? Du wohnst im Lenz im Rosenhage, Dir duften Blüten alle Tage, Doch immer neu klingt deine Klage: Ach, warum weinst du, Nachtigall? Ihr Augen, die im Schlafe ruhten, Erwachend hebt ihr an zu bluten – Mein Herz entbrennt in hellen Gluten – Ach warum weinst du Nachtigall?

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Epigramma Du meinst ich soll dein noch gedencken und dich lieben ob du mich schon verläst ey sey doch nicht so toll ich habe dir ja offt vor disem schon geschrieben: daß niemand Eysen Stein und Klöze lieben soll.

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Ist Lieb ein Feur und kann das Eisen schmiegen bin ich voll Feur und voller Liebes Pein wohrvohn mag doch der Liebsten Hertze seyn? wans eisern wär, so würd eß mir erliegen wans gülden wär, so würd ichs können biegen durch meine Gluht ; solls aber fleischern seyn so schließ ich fort: Eß ist ein fleischern Stein: doch kann mich nicht ein Stein wie sie betriegen. Ists dan wie Frost, wie kalter Schnee und Eiß wie presst sie dann auß mir den Liebesschweiß? Mich deucht: Ihr Herz ist wie die Loorbeerblätter die nichts berührt ein starcker Donnerkeil sie, sie verlacht, Cupido, deine Pfeil; und ist befreyt für deinem Donnerwetter.

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Liebe schont der Götter nicht, sie kann alles überwinden, sie kann alle Herzen binden, durch der Augen klahres Licht. Selbst des Phebus Hertze bricht, seine Klarheit muß verschwinden, er kann keine Ruhe finden, weil der Pfeil noch in ihm sticht. Jupiter ist selbst gebunden, Hercules ist überwunden durch die bittersüsse Pein; wie dan können doch die Herzen bloßer Menschen dieser Schmerzen gantz und gahr entübrigt seyn?

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Mein Alles ist dahin, mein Trost in Lust und Leiden, mein ander Ich ist fort, mein Leben, meine Zier mein Liebstes auff der Welt ist wegk, ist schon vohn hier. (die Lieb ist bitter zwahr, viel bittrer ist das Scheiden) Ich kann nicht von dir seyn, ich kann dich gantz nicht meiden, O liebste Dorile! Ich bin nicht mehr bey mir Ich bin nicht der ich bin, nun ich nicht bin bey dir. Ihr Stunden lauft doch fort, wolt ihr mich auch noch neiden? Ey Phoebus halte doch die schnelle Hengste nicht! fort, fort, ihr Tage fort, komb bald du Monden Licht! Ein Tag ist mir ein Jahr, in dem ich nicht kann sehen mein ander Sonnenlicht! fort, fort, du faule Zeit, spann doch die Segel auff, und bring mein Lieb noch heut, und wan sie hier dan ist, so magstu langsam gehen.

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Diese Rose von heimlichen Küssen schwer: Sieh, das ist unsre Liebe. Unsre Hände reichen sie hin und her, unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr mit Worten und Küssen sehnsuchtsschwer, unsre Seelen grüßen sich hin und her – wie über ein Meer – wie über ein Meer. Diese Rose, vom Duft unsrer Seelen schwer: Sieh, das ist unsre Liebe.

Morgenstern, C., Gedichte

O! sie sind pfiffig, solang sie es nur mit dem Kopf zu tun haben, aber sobald sie mit dem Herzen anbinden, werden die Böswichter dumm.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 5. Akt, 1. Szene, Luise

An die Liebe Von dir, oh Liebe, nehm ich an Den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, Nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir Wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen will ich dir Mit Rosen ihn bekränzen.

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Liebt euch auf Erden, liebt, und wißt, Daß Gott im Himmel Liebe ist.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Ein gülden ABC

Wenn ich ihn nur habe, Wenn er mein nur ist, Wenn mein Herz bis hin zum Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß ich nichts von Leide, Fühle nichts, als Andacht, Lieb und Freude.

Novalis, Geistliche Lieder, 1802. V.

Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein In einem Augenblick im höchsten Himmel sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Aus Liebe gehn und stehn, Lieb atmen, reden, singen Heißt seine Lebenszeit wie Seraphim verbringen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wenn deine Seele genauso faszinierend ist wie das Leuchten deiner Augen und das Lächeln auf deinen Lippen, so verlieren alle Worte über die Liebe ihren Sinn.

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Bei dir sind meine Gedanken Und flattern um dich her; Sie sagen, sie hätten Heimweh, Hier litt es sie nicht mehr! Bei dir sind meine Gedanken Und wollen von dir nicht fort; Sie sagen, das wär' auf Erden, Der allerschönste Ort! Sie sagen, unlösbar hielte Dein Zauber sie festgebannt; Sie hätten an deinen Blicken Die Flügel sich verbrannt.

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Rühret nicht daran Wo still ein Herz voll Liebe glüht, O rühret, rühret nicht daran! Den Gottesfunken löscht nicht aus! Fürwahr, es ist nicht wohlgetan. Wenn's irgend auf dem Erdenrund Ein unentweihtes Plätzchen gibt, So ist's ein junges Menschenherz, Das fromm zum ersten Male liebt. O gönnet ihm den Frühlingstraum, In dem's voll ros'ger Blüten steht! Ihr wißt nicht, welch ein Paradies Mit diesem Traum verloren geht. Es brach schon manch ein starkes Herz, Da man sein Lieben ihm entriß, Und manches duldend wandte sich, Und ward voll Haß und Finsternis; Und manches, das sich blutend schloß, Schrie laut nach Lust in seiner Not, Und warf sich in den Staub der Welt; Der schöne Gott in ihm war tot. Dann weint ihr wohl und klagt euch an; Doch keine Träne heißer Reu' Macht eine welke Rose blühn, Erweckt ein totes Herz aufs neu'.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar

Es geht mehr Liebes zur Kirche als Schönes.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man liebt wahrhaft erst, wenn man es nicht mehr zu sagen braucht.

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Die Zeit, nicht der Verstand, macht der Liebe ein Ende.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Originaltext: Amori finem tempus, non animus facit

Die Liebe ist reich an Honig und Galle.

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Die Liebe befahl mir zu schreiben, worüber ich mich schämte, zu sprechen.

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