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26202 Sprüche gefunden

Alles was schön ist, bleibt auch schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.

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Durch Liebe werden alle Dinge leichter, die der Verstand als gar zu schwer gedacht.

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Mit den Rechnerinnen der Liebe kommt man schwer zum Resultat. Sie fürchten entweder, daß eins und eins null gibt, oder hoffen, daß es drei geben wird.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. I. Eros

Was ist Liebe? Eine Hütte mit keinem Palast tauschen zu wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern.

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Wenn du nachdenken mußt, ob du liebst, dann liebst du nicht.

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Der Geliebte, der nicht alles ist, ist nichts!

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835

Goldlieb weiß nicht, wo die Sterne stehen.

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Aber eine geheime Vorliebe für das, wofür wir einstmals gekämpft und gelitten, bleibt immer in unserm Herzen.

Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, 1793. Zweites Buch. Fußnote

Die Geschlechterliebe ist die, die am wenigsten Glück auf die Welt bringt. Eine Mutter hat jeder, einen Freund so mancher, eine Liebste selten einer.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Wenn's irgend auf dem Erdenrund Ein unentweihtes Plätzchen gibt, So ist's ein junges Menschenherz, Das fromm zum ersten Male liebt.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Viertes Buch. Escheberg. Sankt Goar. Aus: Rühret nicht daran

Können Menschen seelenverwandt sein? Können Menschen sich voll vertrauen? Können Menschen sich alles erzählen? Können Menschen selbstlos lieben? Kann es das auf der Welt geben? Ja in der Liebe ist alles möglich!

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Liebesnacht im Haine Um uns her der Waldnacht heilig' Rauschen Und der Büsche abendlich' Gebet, Seh ich dich so lieblich bange lauschen, Wenn der West durch dürre Blätter weht. Und es ist so traulich dann, so stille Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt Und ein einz'ger liebevoller Wille Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt. Fest an dich gebannt, in dich verloren, Zähle ich an deines Herzens Schlag Liebesstammelnd jeden Schritt der Horen. Scheidend küsset uns der junge Tag.

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Ohne Titel Strebet mutig, meine Geister, noch ist nicht die Höh erreicht! wer noch nicht des Lebens Meister, ringe, bis er sie ersteigt! Will die Zeit doch wieder kommen, wo das Herz in Freude schwimmt, alles Leid ist dem entnommen, den die Liebe zu sich nimmt. Schon in meinem Spiegel strahlt mir eine Welt voll Lust, und das Leben regt die Flügel mächtiglich in meiner Brust. Zweige wehn wie Freudenfahnen, Morgenrot ist Liebesschein, und der Vögel süßes Mahnen kehr in meinen Busen ein. Wieder will ich Lieder singen, Leben, wieder Dich verstehen, und auf Deinen leichten Schwingen durch die grünen Täler gehen.

Mereau, S., Gedichte. Als Beilage zu einem Brief an Clemens Brentano, am 10. Oktober 1803

Liebesglück O wie so leicht in seligen Genüssen Sich mir die Stunden jetzt dahinbewegen! Ins Auge schau' ich dir, bist du zugegen, Und von dir träum' ich, wenn wir scheiden müssen. Oft zügeln wir die Sehnsucht mit Entschlüssen, Doch will sich stets ein neu Verlangen regen, Und wenn wir kaum verständ'ger Rede pflegen, Zerschmilzt sie wieder uns und wird zu Küssen. Der erste weckt Begier nach tausend neuen, Es folgt auf Liebeszeichen Liebeszeichen, Und jedes scheint uns höher zu erfreuen. Nun erst begreif' ich ganz den Lenz, den reichen, Wenn er nicht endet, Rosen auszustreuen, Die alle schön sind und sich alle gleichen.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Zweites Buch. Sonette und Distichen aus Griechenland als Intermezzo

Hütet euch! Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz! Denn am Morgen, denn am Mittag Wie ein Duft von wilden Rosen Schwebt die Glut verstohlner Küsse Dort bezaubernd in den Lüften. Ach, und wenn der Abend dunkelt, Unverhüllt durch die Gemächer Wandelt mit geschwungner Fackel Eros dann, und unablässig Sprühn der Sehnsucht irre Funken Weiterzündend um ihn her. Wo am Herd ein Brautpaar siedelt, Seid auf eurer Hut, ihr Knaben, Wahrt, ihr Mädchen, euer Herz!

Geibel, E., Gedichte. Vermischte Gedichte, entst. ab 1860

Letzte Worte Geliebte, wenn mein Geist geschieden, So weint mir keine Träne nach; Denn, wo ich weile, dort ist Frieden, Dort leuchtet mir ein ewger Tag! Wo aller Erdengram verschwunden, Soll euer Bild mir nicht vergehn, Und Linderung für eure Wunden, Für euern Schmerz will ich erflehn. Weht nächtlich seine Seraphsflügel Der Friede übers Weltenreich, So denkt nicht mehr an meinen Hügel, Denn von den Sternen grüß ich Euch!

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Liebesprobe Laß den Jüngling, der dich liebt, Eine Lilje pflücken, Eh' dein Herz sich ihm ergibt, Um ihn zu beglücken. Wird kein Tropfe von dem Tau Dann durch ihn vergossen, Der sie tränkte auf der Au, Sei der Bund geschlossen. Wer so zart die Blume bricht, Daß sie nicht entwallen, Sorgt auch, daß die Tränen nicht Deinem Aug' entfallen.

Hebbel, F., Gedichte

Die Liebe ist ein physisches Bedürfnis, eine notwendige Sekretion.

Helvetius, Vom Menschen (De l'homme, de ses facultés intellectuelles et de son education), 1772 (posthum)

Und klar auf einmal fühl ichs in mir werden,Dieist es, oderkeinesonst auf Erden!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Cesar

Ein Lieb und nicht mehr, Wär allen Frauen ein Ehr.

Moscherosch, Wunderbahre Satyrische gesichte (weitere Drucke unter abweichenden Titeln, z. B. Wunderbahre und wahrhaftige Gesichte Philanders von Sittewald), 1640

Der Lieb frewde wehret so lang als ein Löffel von Brodt.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext