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26202 Sprüche gefunden
Wozu sind die Millionen Menschen auf dieser Erde, da so wenige nur einen finden, der sie liebt! – Ach, sie kömmt mir wüst und entvölkert vor, sie ist nur eine große Masse, voller stummen Leichen, die in und auf ihr sind. Sind sich alle die Armseligen selber genug? Haben sie kein Bedürfnis nach Liebe und Mitempfindung? Sie sterben alle, ohne gelebt zu haben, sie sind Leichen, die sich bewegen, und diese Fähigkeit an die Natur abgeben und sich hinlegen und verwesen.
Geben und nehmen kann uns das Glück, was wir hoffen und lieben: Aber die Hoffnung beherrscht, so wie die Liebe, das Glück.
Die Menschen hassen und merken in der Liebe leicht das Gefühl der Unabhängigkeit.
In der Ferne fühlt sich die Macht, wenn zwei sich redlich lieben.
Es ist eine unaussprechliche Glückseligkeit, wenn Gesinnungen und Empfindungen zwischen zwei Wesen wechseln, ohne irgend anzustoßen.
Nur aus Liebe entstehen die tiefsten Einsichten.
Ach, zwei liebende Herzen, sie sind wie zwei Magnetuhren: Was in der einen sich regt, muß auch die andere mitbewegen, denn es ist nur eins, was in beiden wirkt,eineKraft, die sie durchgeht.
Meine ungeduldige Liebe fließt über in Strömen, abwärts, nach Aufgang und Niedergang. Aus schweigsamem Gebirge und Gewittern des Schmerzes rauscht meine Seele in die Täler.
Und was ihr Welt nanntet, das soll erst von euch geschaffen werden: eure Vernunft, euer Bild, euer Wille, eure Liebe soll es selber werden! Und wahrlich, zu eurer Seligkeit, ihr Erkennenden!
Warum gabst du uns die tiefen Blicke, Unsre Zukunft ahndungsvoll zu schaun, Unsrer Liebe, unserm Erdenglücke Wähnend selig nimmer hinzutraun? Warum gabst uns, Schicksal, die Gefühle, Uns einander in das Herz zu sehn, Um durch all die seltenen Gewühle Unser wahr Verhältnis auszuspähn? Ach, so viele tausend Menschen kennen, Dumpf sich treibend, kaum ihr eigen Herz, Schweben zwecklos hin und her und rennen Hoffnungslos in unverseh'nem Schmerz; Jauchzen wieder, wenn der schnellen Freuden Unerwart'te Morgenröte tagt. Nur uns armen liebevollen beiden Ist das wechselseit'ge Glück versagt, Uns zu lieben, ohn' uns zu verstehen, In dem andern sehn, was er nie war, Immer frisch auf Traumglück auszugehen Und zu schwanken auch in Traumgefahr. Glücklich, den ein leerer Traum beschäftigt! Glücklich, dem die Ahndung eitel wär! Jede Gegenwart und jeder Blick bekräftigt Traum und Ahndung leider uns noch mehr. Sag, was will das Schicksal uns bereiten? Sag, wie band es uns so rein genau? Ach, du warst in abgelebten Zeiten Meine Schwester oder meine Frau. Kanntest jeden Zug in meinem Wesen, Spähtest, wie die reinste Nerve klingt, Konntest mich miteinemBlicke lesen, Den so schwer ein sterblich Aug' durchdringt; Tropftest Mäßigung dem heißen Blute, Richtetest den wilden, irren Lauf, Und in deinen Engelsarmen ruhte Die zerstörte Brust sich wieder auf; Hieltest zauberleicht ihn angebunden Und vergaukeltest ihm manchen Tag. Welche Seligkeit glich jenen Wonnestunden, Da er dankbar dir zu Füßen lag, Fühlt' sein Herz an deinem Herzen schwellen, Fühlte sich in deinem Auge gut, Alle seine Sinnen sich erhellen Und beruhigen sein brausend Blut! Und von allem dem schwebt ein Erinnern Nur noch um das ungewisse Herz, Fühlt die alte Wahrheit ewig gleich im Innern, Und der neue Zustand wird ihm Schmerz. Und wir scheinen uns nur halb beseelet, Dämmernd ist um uns der hellste Tag. Glücklich, daß das Schicksal, das uns quälet, Uns doch nicht verändern mag!
Gedanken, Leidenschaft, Entzücken, was immer auch bewegt das Blut, sind sämtlich nur der Liebe Diener und nähren ihre heil'ge Glut.
Die Liebe hat von jeher Romane gespielt, oder die Kunst zu lieben ist immer romantisch gewesen.
Liebt die ganze Schöpfung Gottes. Liebt die Tiere, liebt die Pflanzen, liebt jegliches Ding. Wer jegliches Ding liebt, wird auch das Geheimnis Gottes in den Dingen erfassen.
Manche Dirne findet Gelegenheit sich zu verkaufen, und fände keine, sich zu verschenken.
Wir sollen geben und nehmen lernen und beides unbeschwert, das heißt in der Liebe, und beides ist gleich schwer.
Die Liebe ist es: in der Kraft der unvergänglichen Gottheit, von auserlesener Schönheit … Sie erscheint in Gestalt eines Menschen, weil der Sohn Gottes, als er sich mit dem Fleische bekleidete, den verlorenen Menschen im Dienst der Liebe erlöste.
Man muß alle seine Liebe aufsammeln für den einen Gegenstand, den man noch nicht einmal gesehen hat, aber erwartet.