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26202 Sprüche gefunden

Die Liebe gleicht den starken Getränken: man sagt sich, daß sie verderblich sind, aber man kehrt dennoch zu ihnen zurück.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

O Liebe! Zaub'rin! die mit arger List Du Schwache stärkst und Starke niedertrittst!

Byron, Don Juan, 1819-24

In der Liebe spielen alle Frauen va banque – sie setzen alles auf eine Karte.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Der Erfolg eines Liebhabers hängt in größtem Maße von der Art ab, wie er Abschied nimmt.

Sei Shōnagon, Das Kopfkissenbuch (makura no sōshi), 1001-1010

O Liebe! Wie vollendet ist deine Zaubermacht: stärkst den Schwachen und wirfst den Starken nieder.

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Gerade auf diesem Lebenswege, wo du alles fahren läßt, was doch sonst die Menschen reizt, Ehre, Reichtum, Wohlleben, gerade auf diesem Wege wirst du um so gewisser etwas anderes finden, das doch mehr wert ist als das alles – Liebe. Denn wo es sonst noch andere Genüsse gibt, da teilt sich das Herz, aber wo es nichts gibt als Liebe, da öffnet sich ihr das ganze Wesen, da umfaßt es ihr ganzes Glück, da werden alle ihre unendlichen Genüsse erschöpft.

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 13. November 1800

Jeder Mensch wünscht sich im Frühling zu verlieben.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Eros, der Schenk Ich wähle mir den Liebesgott zum Schenken, Er füllt den Becher mir aus Zauberkrügen Und weiß das Herz in seliges Genügen, Den Sinn in süßen Taumel zu versenken. Auch lehrt er mich, zu holdem Angedenken Den Wein zu schlürfen in bedächt'gen Zügen, Zu zartem Gruße Reim in Reim zu fügen Und sanft der Musen weißes Roß zu lenken. Und wenn des Abends Schatten sich verbreiten Und müd' ich ruhe von des Tags Genusse, Erregt er sacht der Zither goldne Saiten. Da muß im Schlaf gleich Wimpeln auf dem Flusse Manch holdes Traumbild mir vorübergleiten, Bis mich der Morgen weckt mit ros'gem Kusse.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Zweites Buch. Sonette und Distichen aus Griechenland als Intermezzo

Die Liebe ist ein Gewitter, sie entlädt sich nicht in einem Blitze, aber nach und nach in mehreren ihrer elektrischen Materie, und wenn sie sich entladen hat, dann kommt der kühle Wind und der Himmel des Bewußtseins wird wieder klar, und blickt staunend dem befruchtenden Regen am Boden und den abziehenden Wolken am fernen Horizonte nach.

Hartmann, Die Philosophie des Unbewußten, 1869 (9. Auflage 1882 in zwei Bänden)

Aber ganz abscheulich ist's, auf dem Wege der Liebe Schlangen zu fürchten und Gift unter den Rosen der Lust, Wenn im schönsten Moment der hin sich gebenden Freude Deinem sinkenden Haupt lispelnde Sorge sich naht.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Elegien 1

Wer kann Verliebte durch Gesetze halten? Ein stärkeres Gesetz, bei meinem Leben, Ist Lieb, als je von Menschen ward gegeben [...].

Chaucer, Canterbury-Geschichten (The Canterbury Tales), entstanden ca. 1387-1400. Aus: Die Erzählung des Ritters

In der Liebe entzückt nur der Anfang. Ich wundere mich deshalb nicht, daß wir gerne so oft aufs neue anfangen. –

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Liebe stirbt selten eines plötzlichen Todes.

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Die Briefe des Herzens liest man in den Augen.

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Die Fackel der Liebe wird in der Küche gezündet.

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Der Hütten kleinste hat immer Raum genug für's größte Glück.

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Liebe genießt: im Entbehren, im Wirken, im Leiden für Andere!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Alles kann die Liebe überdauern, nur nicht die Erreichung ihres Ziels.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll. Klugheit ohne Liebe macht gerissen. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht grausam. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

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Sternenlied Wir ziehen über Berg und Tal Und übers weite Meer; Wir ziehen über Menschenqual Und Menschenglück daher. Wir kennen, was in stiller Brust Sich vor der Welt verhüllt, Und was mit namenloser Lust Ein einsam Auge füllt. Und wenn der Schmerz die Seele quält, Wir geben ihr die Ruh', Und wenn die Lieb ihr Glück erzählt, So hören wir ihr zu. Wir schau'n auf manches kühle Grab, An dem ein Mensch sich härmt, Und schimmern in die Laub' hinab, In der die Liebe schwärmt.

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Nur wenn du die Empfindung hast, Als ob dein Leben jetzt beginne, Dann ist dein liebend Herz erfaßt Von einer wahren, echten Minne.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944