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26202 Sprüche gefunden

Cynthia hat mich Unglücklichen als erste Frau mit ihren Augen dahingerafft.

Properz, Elegien (Elegiae). 1,1,1. Originaltext: Cynthia prima suis miserum me cepit ocellis.

Für die Liebe gibt es keinen Makel, keine Erniedrigung und keine Schande. Sie ist ein solches Licht, das alles erhellt, eine solche Wärme, die jedes Eis erhitzt, und eine solche Süßigkeit, die jede Bitternis benimmt.

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Die Liebe ist beredt, sie braucht sich nicht zu schämen, Sie nimmt im Geben und gibt im Nehmen, Allein verschämt, verstummt die Dankbarkeit. Wie darf die Arme sich in Worten zeigen? Tief in dem Herzen ein geweihter Platz Verbirgt sich der Gefühle heiliger Schatz; Wer tief empfindet, spricht durch Schweigen.

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Zieh mich noch einmal an deine Brust, erstick mich in lodernden Küssen: Wir haben vom ersten Blick ja gewußt, wie bald wir scheiden müssen. Wir haben geschwelgt in heißem Genuß, als gält' es ein ewiges Meiden, und doppelt geküßt jeden feurigen Kuß, als wär's der letzte vorm Scheiden! Bei dem die Minne am längsten wohnt, nicht der mag am besten fahren – wir haben genossen in einem Mond Die Seligkeit von Jahren!

Müller-Jahnke, Gedichte, Gesamtausgabe, hg. von Oskar Jahnke 1910

Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn, du vertrittst dir die zarten Füßlein schön. Wie sollte ich denn nicht barfuß gehn? Hab keine Schuhe ja anzuziehn, Feinsliebchen, willst du mein eigen sein, So kaufe ich dir ein Paar Schühlein fein. Wie könnte ich euer eigen sein, ich bin nur ein arm Dienstmägdelein. Und bist du auch arm, so nehm' ich dich doch, du hast ja die Ehr und die Treue noch, Die Ehre und die Treue mir keiner nahm, ich bin, wie ich von meiner Mutter kam. Was zog er aus seiner Taschen fein? Mein Schatz, von Gold ein Ringelein.

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Es ist die Frage, was man im Leben sucht, Unterhaltung oder Liebe. Im ersten Fall darf man es nicht allzu genau mit der moralischen, im zweiten nicht allzu genau mit der geistigen Beschaffenheit der Menschen nehmen, mit denen man sich umgibt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Kunst und Leben. Ein neuer Almanach für das deutsche Haus, Bd. 3), 1880

Die Illusionen über eine einst geliebte Frau gleichen dem Rheumatismus. Beides wird man nie mehr ganz los.

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Du bist das Licht in meinem Leben und auch ein bisschen mehr.

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Wie die Geliebte dich liebt, so kommen die himmlischen Gaben, Oben in Jupiters Reich herrscht wie in Amors die Gunst.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Wer der Welt entsagt, muß alle Menschen lieben, denn er entsagt auch ihrer Welt. Er beginnt daher, das wahre menschliche Wesen zu ahnen, das nicht anders als geliebt werden kann, vorausgesetzt, daß man ihm ebenbürtig ist.

Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Die Liebe ist ein Brunnen, aus dem wir nur so viel trinken, als wir hineingeschöpft haben.

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Die Liebe ist der Stoff der Natur, den die Vorstellungskraft gewoben hat.

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Man verliebt sich oft nur in einen Zustand des andern, in seine Heiterkeit oder in seine Schwermut. Schwindet dieser Zustand dann, so ist damit auch der feine besondere Reiz jenes Menschen geschwunden. Daher die vielen Enttäuschungen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Es gibt nur eine Großmacht auf Erden und das ist die Liebe.

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Eine Rose wollte ich pflücken, Einsam aufgeblüht am Bach', Dir das schöne Haar zu schmücken, Als ihr Dorn mich blutig stach. O, gliche dies Bild meinen Tagen! Gern wollt' ich den blutigsten Stich Der neidenden Dornen ertragen, Sind nur alle Rosen für dich.

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Was ist unglückliche Liebe? Jede, die mit einer – Heirat endet.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Solange ich bin, werde ich deiner harren, und sei es, bis sich auf mein schmiegsam schwarzes Haar der Jahre weißer Reif legt.

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Und weint die Königin in ihrer Kammer, Und klagt ihr wilder Schmerz den Himmel an, So seht ihr hier ein angstbefreites Volk Zu eben diesem Himmel dankend flehen – Wer Tränen ernten will, muß Liebe säen.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 5. Akt, 1. Szene, Melchthal

Die Liebe ist ein Rausch, und wo kein Rausch vorhanden, ist die Liebe nur Betrug.

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Im Dienste der Liebesgöttin wird man leichter kahl als grau; er war schon gegen die Silberbraut moralisch-kahl.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Dritter Band. Zwanzigste Jobelperiode. 87. Zykel

Du bist alles, was mir fehlt!

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