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26202 Sprüche gefunden

Der Glaube empfängt, die Liebe gibt.

Marbach (Hg.), Sprichwörter und Spruchreden der Deutschen, 1842

Die Wahrheit der Wahrheiten ist die Liebe.

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Die Liebe ist ein scheuer Vogel, der den Schlüssel deines Gefängnisses um seinen Hals trägt.

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Auch zu lieben ist gut: denn Liebe ist schwer. Liebhaben von Mensch zu Mensch: das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist. Darum können junge Menschen, die Anfänger in allem sind, die Liebe noch nicht: sie müssen sie lernen. Mit dem ganzen Wesen, mit allen Kräften, versammelt um ihr einsames, banges, aufwärts schlagendes Herz, müssen sie lieben lernen.

Rilke, Briefe an einen jungen Dichter (Franz Xaver Kappus), 1903-1908. 14. Mai 1904

Mein Leben ist wie leise See: Wohnt in den Uferhäusern das Weh, wagt sich nicht aus den Höfen. Nur manchmal zittert ein Nahn und Fliehn: aufgestörte Wünsche ziehn darüber wie silberne Möven. Und dann ist alles wieder still… Und weißt du, was mein Leben will, hast du es schon verstanden? Wie eine Welle im Morgenmeer will es, rauschend und muschelschwer, an deiner Seele landen.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Der neuen Gedichte anderer Teil, 1908

Unaufhörlich versucht die Liebe, den Gegenstand ihrer Neigung zu formen - Gott sei Dank erweist sich das Material meist als zu spröde.

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Der Liebe Dauer O lieb', so lang du lieben kannst, O lieb', so lang du lieben magst; Die Stunde kommt, die Stunde kommt, Da du an Gräbern stehst und klagst. Und sorge, daß dein Herze glüht, Und Liebe hegt und Liebe trägt, So lang ihm noch ein ander Herz In Liebe warm entgegenschlägt. Und wer dir seine Brust erschließt, O thu' ihm, was du kannst, zu lieb! Und mach' ihm jede Stunde froh Und mach' ihm keine Stunde trüb! Und hüte deine Zunge wohl, Bald ist ein böses Wort gesagt; O Gott, es war nicht bös gemeint, Der Andre aber geht und klagt. O lieb', so lang du lieben kannst, O lieb', so lang du lieben magst; Die Stunde kommt, die Stunde kommt, Da du an Gräbern stehst und klagst. Dann kniest du nieder an der Gruft Und birgst die Augen trüb und naß – Sie sehn den Andern nimmermehr – In's lange feuchte Kirchhofgras, Und sprichst: "O schau' auf mich herab, Der hier an deinem Grabe weint; Vergieb, daß ich gekränkt dich hab', O Gott, es war nicht bös gemeint!" Er aber sieht und hört dich nicht, Kommt nicht, daß du ihn froh empfängst; Der Mund, der oft dich küßte, spricht Nie wieder: "Ich vergab dir längst!" Er that's, vergab dir lange schon, Doch manche heiße Thräne fiel Um dich und um dein herbes Wort, Doch still, er ruht, er ist am Ziel. O lieb', so lang du lieben kannst, O lieb', so lang du lieben magst; Die Stunde kommt, die Stunde kommt, Da du an Gräbern stehst und klagst.

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Wenn das Herz blind ist, hilft auch das schärfste Auge nicht.

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Ich glaube an keine Offenbarung als an die, welche wir im Auge des geliebten Wesens lesen; sie allein ist wahr, sie allein ist untrüglich.

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Wer könnte je in dieser Welt leben und hoffen und streben, wenn der Raum nicht mit Liebe gefüllt wäre.

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Das Leben ist Schlaf, dessen Traum die Liebe ist. Du wirst gelebt haben, wenn du geliebt haben wirst.

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Eine Frau, die begreift, dass sie den Flug ihres Mannes hemmt, soll sich trennen — warum hört man von diesem Akt der Liebe nicht?

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Herbst 1880

An Amor Amor, Vater süßer Lieder, Du mein Phöbus, kehre wieder! Kehre wieder in mein Herze! Komm! doch mit dem schlauen Scherze: Komm und laß zugleich Lyäen Dir zur Seite lachend gehen! Komm mit einem holden Kinde, Das mein träges Herz entünde, Und durch feuervolle Küsse Zum Horaz mich küssen müsse! Willst du, Gott der Zärtlichkeiten: Laß auch Schmerzen dich begleiten! Ich will lieber deine Schmerzen, Als nicht küssen und nicht scherzen.

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Die Sprache des Herzens hat manchen Dialekt.

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Wer aus Liebe heiratet, hat schöne Nächte und schlechte Tage.

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Liebe, dein Accent ist ein Laut aus dem himmlischen Licht-Reich!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Wer gab dir, Minne, die Gewalt, daß du so ganz allmächtig bist? Du siegtest über jung und alt, und gegen dich hilft keine List.

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Im Mannesleben Wird Liebe nur Episoden geben, Im Frauenleben Wird Liebe sich zur Geschichte erheben.

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Tochter der Natur, Holde Liebe! Uns vergnügen nur Deine Triebe. Gunst und Gegen-Gunst Geben allen Die beglückte Kunst Zu gefallen.

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Willkommen und Abschied Es schlug das Herz geschwind zu Pferde! Und fort! Wild, wie ein Held zur Schlacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhügel Schien kläglich aus dem Duft hervor, Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer; Noch tausendfacher war mein Mut: Mein Geist war ein verzehrend Feuer, Mein ganzes Herz zerfloß in Glut. Dich sah ich, und die milde Freude Floß aus dem süßen Blick auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosafarb'nes Frühlingswetter Lag auf dem lieblichen Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter! Ich hofft' es, ich verdient' es nicht! Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe! Aus deinen Blicken sprach dein Herz. In deinen Küssen welche Liebe! O welche Wonne, welcher Schmerz! Du gingst, ich stand und sah zur Erden Und sah dir nach mit nassem Blick; Und doch, welch' Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch' ein Glück!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese, An Friederike Brion

Und was auch Schönes mir geschah und was an Glück sich wollte einen mit meinem Sein – es wird mir scheinen, ich lebe erst, seit ich dich sah.

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