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26202 Sprüche gefunden
Neue Liebe O Blitz, der aus dem Tiefsten springt Und mir durch jede Faser zuckt, Der mich mit neuer Glut durchdringt, Die sonst mein Inn'res still verschluckt; Ich grüße dich viel tausend Mal Und frag' nicht: bringst du mir Genuß? Denn du befrei'st mich von der Qual, Daß ich mich selber lieben muß.
Frage und Antwort Fragst du mich, woher die bange Liebe mir zum Herzen kam, und warum ich ihr nicht lange schon den bittren Stachel nahm? Sprich, warum mit Geisterschnelle wohl der Wind die Flügel rührt, und woher die süße Quelle die verborgnen Wasser führt? Banne du auf seine Fährte mir den Wind in vollem Lauf! Halte mit der Zaubergerte du die süßen Quellen auf!
Ach wär' mein Lieb ein Brünnlein kalt Und spräng' aus einem Stein, Und wär' ich dann der grüne Wald, So tränk ichs in mich ein, Und wollt es nimmer lassen, Wollts ganz und gar umfassen, So gestern und heut und alle Zeit Bis in die ewige Seligkeit.
O Liebe, kehre meinem Herzen, Das so verwaist zu brechen droht! Kehr' ihm mit allen deinen Schmerzen, All deiner Qual, all deiner Not! Nach deinen heißen Tränengüssen Sehnt mein zu trocknes Auge sich. Denn besser ist's, die Ruhe missen, Als Ruhe fühlen ohne dich.
In der liebenden Seele gibt es eine Skizze der Liebe, die das Bild des Geliebten so komplett und lebendig wiedergibt, daß man – wenn die Vereinigung in Liebe vollzogen ist – wirklich sagen kann: Der Geliebte lebt im Liebenden und der Liebende im Geliebten. Solch ein Ähnlichwerden bewirkt die Liebe durch die Überformung der Liebenden, daß der eine der andere ist und daß beide eins sind.
Die Nacht Am Himmel ist gar dunkle Nacht; Die müden Augen zugemacht Hat längst ein jedes Menschenkind; Es wacht nur noch der rauhe Wind. Der jaget sonder Rast und Ruh Die Fensterläden auf und zu, Die Wetterfahne hin und her, Daß sie muß ächzen und stöhnen schwer. Doch sieh! aus jenem Fenster bricht In's Dunkel noch ein mattes Licht. Wer ist's wohl, der in tiefer Nacht Bei seiner Lampe einsam wacht? Ich schleiche dicht an's Fensterlein, Schau' durch die runde Scheib' hinein, Und einen Jüngling zart und schön Seh' ich an einem Bette stehn. Und wie ich nach dem Bette schau', Da schlummert eine kranke Frau. Er bückt sich über's Bett hinein, Es muß des Knaben Mutter sein. Vom Bette läßt er nicht den Blick, Er streicht das braune Haar zurück, Sacht' hält er ihr das Ohr zum Mund, Ob sie noch athme zu dieser Stund.
Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.
Was ist die Hölle? Ich meine so: das Leiden darüber, daß man nicht mehr lieben kann.
Liebe, was für ein gewaltiges wundersames Wesen bist du, daß du Leib und Seele so gefangen halten kannst! Sie fesselt mich so fest und innig, daß ich nirgends hin kann, weder zur Rechten noch zur Linken.
Was hat das, was unsereiner in die Welt bringt, mit Liebe zu tun? Es mag allerlei Lustiges, Verlogenes, Zärtliches, Gemeines, Leidenschaftliches sein, das sich als Liebe ausgibt – aber Liebe ist es doch nicht ... Haben wir jemals ein Opfer gebracht, von dem nicht unsere Sinnlichkeit oder unsere Eitelkeit ihren Vorteil gehabt hätte?...Haben wir je gezögert, anständige Menschen zu betrügen oder zu belügen, wenn wir dadurch um eine Stunde des Glücks oder der Lust reicher werden konnten? [...] Und glauben Sie, daß wir von einem Menschen – Mann oder Weib – irgend etwas zurückfordern dürften, was wir ihm geschenkt hatten? Ich meine keine Perlenschnur und keine Rente und keine wohlfeile Weisheit, sondern ein Stück von unserm Wesen – eine Stunde unseres Daseins, das wir wirklich an sie verloren hätten, ohne uns gleich dafür bezahlt zu machen, mit welcher Münze immer. Mein lieber Julian, wir haben die Türen offen stehen und unsere Schätze sehen lassen – aber Verschwender sind wir nicht gewesen.
Ein kleines Mädchen erwartet keine Liebeserklärungen von seiner Puppe; es liebt sie, und damit gut. So sollte jede Liebe sein.
Ob ich es in dieser Fähigkeit sehr weit gebracht habe, weiß ich nicht, das aber weiß ich, daß ich ihr allein alles Glück verdanke, dessen ich genieße, wenn ich mich mit ihr allein befinde.
Die Liebe lehrt im Finstern gehen, sie lehret an der Tür uns stehen, sie lehrt uns geben manche Zeichen, ihr süß Vergnügen zu erreichen. Sie lehrt auf Kunst-gemachten Lettern zur Liebsten Fenster ein zu klettern, die Liebe weiß ein Loch zu zeigen, in ein verriegelt Haus zu steigen. Sie kann uns unvermerket führen durch so viel wohlbewahrte Türen, den Tritt kann sie so leise lehren: die Mutter sollt auf Katzen schweren. Die Liebe lehrt den Atem hemmen, sie lehrt den Husten uns beklemmen, sie lehrt das Bette sacht aufheben, sie lehrt uns stille Küßchen geben. Dies lehrt und sonst viel mehr das Lieben. Doch willstu dich im Lieben üben: so muß die Faulheit stehn beiseite, die Lieb erfordert frische Leute. Wer lieben will und nichts nicht wagen, wer bei dem Lieben will verzagen: der lasse Lieben unterwegen. Der Braten fleugt uns nicht entgegen.
Liebe fängt mit Liebe an, und man kann von der stärksten Freundschaft nur zu einer schwachen Liebe kommen.
Mond und Rose Sie Wie dein Strahl, so leicht, so rein, Kann kein Hauch, kein Seufzer sein. Doch er weckt mich nicht: Ich muß Harrn auf heißer Tage Kuß, Auf den Zarn im Krönungskranz; Nur für ihn birgt Morgenglanz Duft und Schönheit, unerkannt, Unterm Tau aus Diamant. Er Früh stieg übern Berg ich auf, Um zu sehen: So blühst du auf, Schau die ganze Nacht auf dich. Und du schweigst und duldest mich, Doch entgegen meinem Licht Blühn die Purpurlippen nicht.
Liebe Wie wenn in weichem, hoch sich türmenden Schnee die brennenden Wangen tief man eingräbt: so will ich spüren die Liebe.