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26202 Sprüche gefunden

Die Liebe, die ein Leben ausfüllt, beseligt oder vernichtet, ist immer gegenseitig.

Glümer, Frau Domina, 1873

Für die Liebe einer Rose macht sich der Gärtner zum Sklaven von tausend Dornen.

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Wer liebt, ist so argwöhnisch, daß er auf der Stelle eine Lüge wittert.

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Schön ist Beisammensein. Die Haut friert nicht. Alles ist leise und gut. Das Herz schlägt ruhig.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Erstes Kapitel

Ob ich dich liebe, weiß ich nicht Ob ich dich liebe, weiß ich nicht. Seh ich nur einmal dein Gesicht, Seh dir ins Auge nur einmal, Frei wird mein Herz von aller Qual. Gott weiß, wie mir so wohl geschicht! Ob ich dich liebe, weiß ich nicht.

Goethe, J. W., Gedichte. Sesenheimer Lieder

Sie haben heut abend Gesellschaft, Und das Haus ist lichterfüllt. Dort oben am hellen Fenster Bewegt sich ein Schattenbild. Du schaust mich nicht, im Dunkeln Steh ich hier unten allein; Noch wen'ger kannst du schauen In mein dunkles Herz hinein. Mein dunkles Herze liebt dich, Es liebt dich und es bricht, Und bricht und zuckt und verblutet, Aber du siehst es nicht.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 60.

Diese schönen Gliedermassen Kolossaler Weiblichkeit Sind jetzt, ohne Widerstreit, Meinen Wünschen überlassen. Wär ich, leidenschaftentzügelt, Eigenkräftig ihr genaht, Ich bereute solche Tat! Ja, sie hätte mich geprügelt. Welcher Busen, Hals und Kehle! (Höher seh ich nicht genau.) Eh' ich ihr mich anvertrau, Gott empfehl ich meine Seele.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, 1828-1844. Verschiedene. Diana

Die Wurzel der Liebe soll das Innerste deines Herzen sein: Aus dieser Wurzel kann nichts als Gutes hervorkommen.

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Wie schwank ich sündlich, Läßt du von mir; Unüberwindlich Bin ich mit dir!

Eichendorff, J., Gedichte. Geistliche Gedichte. Aus: Mittag

Erstens gleicht eine Liebe nie irgendeiner anderen Liebe. Und dann unsere! So was hat es noch nie gegeben; die ist einzig.

Keyserling, Beate und Mareile. Eine Schloßgeschichte, 1909. Günther

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern, in alle Formen mich kleiden, in alle Sprachen des Lebens, um dir Einmal wieder zu begegnen. Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Erstes Buch. Hyperion an Diotima

Nur die Liebe mach den Menschen zu dem, was er liebt: Die Liebe zum Guten macht ihn gut, die Liebe zum Bösen macht ihn bös.

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Eine Liebe auf höheren, selbst auf allerhöchsten Befehl gibt es nicht.

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Je heiliger die Liebe, um so größer ist die Angst. Und je reicher der Trost, um so beständiger ist die Furcht.

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Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

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Der Mensch ist niedrig und gemein, wenn er sich in seiner niedrigen Leidenschaft getroffen fühlt.

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Die Liebe ist die Ruhe für den Müden, das Obdach für den Wanderer, das volle Licht für den Ankommenden und die vollendete Krone für den Sieger.

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Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.

Neues Testament. Der Brief des Paulus an die Kolosser (#Kol 3,19)

Die fruchtbringende Liebe verschönt, wenn sie begonnen. Das ist der Same, den sie hat und kraft dessen sie nie vergehen wird.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Gefangen Als einst in jenes Laubdachs Dunkelhelle Voll Inbrunst meine Arme dich umschlangen, Als Haupt an Haupt und Wang' an Wange drangen, Du schlankes Reh, schwarzäugige Gazelle, Da traf ein Mücklein auf die holde Stelle, Und zwischen unsern angeschmiegten Wangen Hat es in irrem Taumel sich gefangen, Es surrt und zappelt, will entfliehen schnelle. Nicht wahr, du Schelm, das hat dir nicht geträumet, Es warte dein so wunderlich Verhängniß? So bleibe nur und werde nicht so bange! Ein wohnlich Häuslein ist dir eingeräumet, Gelinde Haft, anmuthiges Gefängniß, Das liebe Grübchen in der weichen Wange.

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Mädchens Abendgedanken Wer der Meine wohl wird werden? Ob mein Aug' ihn wohl schon sah? Wo er wandeln mag auf Erden? Ist er ferne oder nah'? Wird er schön von Angesichte Oder doch nicht häßlich sein? Krause Locken? Augen lichte? Groß von Wuchse oder klein? Stark von Gliedern oder schmächtig? Ob er leicht im Tanz sich schwenkt? Ob er nüchtern, streng, bedächtig, Oder recht romantisch denkt? Oberamtmann oder Richter Voller Ernst und Gravität? Ist er Künstler, oder Dichter? Ob er auch Musik versteht? Ein Gelehrter, reich an Wissen, Der studiert und Bücher schreibt, Dem jedoch zu Scherz und Küssen Wenig Zeit nur übrig bleibt? Ist er wohl vom Handelstande? Ist' s ein Kriegsmann, keck und brav? Ist er Pfarrer auf dem Lande, Oder gar ein schöner Graf? Ist die Liebe denn recht innig, Die er dann im Herzen trägt, Da das meine ja so minnig Jetzt schon ihm entgegenschlägt? Sagt mir's, holde Blütendüfte, Die ihr weht in's Kämmerlein, Sagt mir's, leise Abendlüfte, Sag' mir's, sanfter Mondenschein! Sagt mir's, Elfen, kleine, lose, Die ihr lauscht und lacht und nickt, Sag' mir's, süße, rothe Rose, Die mir in das Fenster blickt! Saget mir's, ihr klugen Sterne, Die heraus am Himmel zieh'n! Triebe schwellen in die Ferne, Und sie wissen nicht, wohin? Liebesarme stehen offen, Ach, wen sollen sie empfah'n? Lippen, die auf Küsse hoffen, Ach, wer wird zum Kusse nah'n? Oder soll ich lieber sagen, Lieblich sei's, so blind zu sein? Dieses Klagen, dieses Fragen Sei uns Mädchen süße Pein? Träume können sel'ger spielen Kindern gleich im leeren Haus, Wenn nach unbekannten Zielen Holde Wünsche ziehen aus? Freudig Bangen! Bange Freude! Ungewisser, finde mich! Leid in Lust und Lust im Leide! Künftiger, ich liebe dich!

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