Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Liebe ist eine Art von Kriegszustand.

Internet

Die Liebe ist die singende, sich in der Luft tummelnde Lerche. In der Ehe muß der Vogel gebraten auf der Schüssel liegen.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Liebe

Ich habe nie begriffen, wie eine wirkliche, elementare, durch und durch wahre Liebe unerwidert sein kann; da sie doch nichts anderes ist, als der dringende selige Anspruch an einen andern, schön, reich, groß, innig, unvergeßlich zu sein; die an ihn heranflutende Verpflichtung, etwas zu werden. Und sagen Sie, wer dürfte das abweisen, wenn es auf ihn sich richtet, ihn erwählt aus den Millionen, ihn findet, der vielleicht in einem Schicksal verborgen oder mitten im Ruhm unnahbar war?

Internet

Liebe heißt überhaupt das Bewußtsein meiner Einheit mit einem anderen, so daß ich für mich nicht isoliert bin, sondern mein Selbstbewußtsein nur als Aufgebung meines Fürsichseins gewinne [...].

Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, 1821. Dritter Teil. Die Sittlichkeit. Erster Abschnitt. Die Familie. § 158. Zusatz

Glauben Sie nie zu lieben: wenn die Person nicht den unwillkürlichsten Reiz auf Sie ausübt; wenn Sie nicht in Evidenz in sich fühlen: nie kannst Du eine sehen, die Dir besser gefällt, wenn sie dahergeht, wenn sie da ist. Wenigen Menschen wird das innere Bedürfnis auch nur ihrer leiblichen Natur klar: und nur darum wird so wenig geliebt; d'amour meine ich. Was man sich vordemonstriert ist keine Liebe; das kann Leidenschaftlichkeit werden, stimuliert von Eitelkeit, Überlegung, Herzensreiz, und wer weiß alles welche Ingredienzien; aber ist nie spontane Überzeugung und natürliches Glück.

Varnhagen, R., Briefe

Die gewaltige Leidenschaft der Liebe versteht sich auf hundert Wunder und weiß die Wollust an einen Kuß zu bannen; aber sie bedarf großer Kunstfertigkeit und noch größeren Glücks, um es lange dabei bewenden zu lassen. Vom Händedruck bis zum Kuß kann der Weg lang, ja unpassierbar sein, aber einmal über den wechselseitigen Kuß hinaus, verliert sich jede feste Schranke und alles wird möglich.

Internet

Im Morgenland wird der Mann so wenig von den Frauen seines Harems geliebt, wie in Frankreich der Ehemann sicher ist, der Vater seiner Kinder zu sein.

Internet

Was soll ich sagen? Mein Aug' ist trüb, Mein Mund ist stumm, Du heißest mich reden, Es sei darum! Dein Aug' ist klar, Dein Mund ist rot, Und was du nur wünschest, Das ist ein Gebot. Mein Haar ist grau, Mein Herz ist wund, Du bist so jung Und bist so gesund. Du heißest mich reden, Und machst mir's so schwer. Ich seh' dich so an Und zittre so sehr.

Internet

Die Biene Als Amor in den goldnen Zeiten Verliebt in Schläferlustbarkeiten auf bunten Blumenfeldern lief, Da stach den kleinsten von den Göttern Ein Bienchen, das in Rosenblättern, wo es sonst Honig holte, schlief. Durch diesen Stich ward Armor klüger, der unerschöpfliche Betrüger Sann einer neuen Kriegslist nach: Er lauscht in Rosen und Violen; Und kam ein Mädchen sie zu holen, Flog er als Bien heraus und stach.

Lessing, G. E., Gedichte. Lieder, Ausgabe 1771

Wie Knaben aus der Schul' Eilt Liebe hin zum Lieben, Wie Knaben an ihr Buch, Wird sie hinweggetrieben.

Internet

Die Liebe ist ein Nichts, aus dem jedes Herz eine Welt macht, sie ist ein Nichts, welches alles macht, ein Alles welches nichts ist.

Internet

Liebe: Eigenliebe zu zweit.

Internet

Unter der Linden, an der Heide, da unser zweier Bette was, da möget ihr finden hold sie beide gebrochen Blumen so wie Gras. Vor dem Walde in einem Tal tandaradei! lieblich sang die Nachtigall. Ich kam gegangen zu der Aue, da schon mein Trauter kommen hin. Da ward ich empfangen, hehre Fraue, daß ich noch immer selig bin. Küßt er mich? Wohl tausend Stund. tandaradei! Seht, wie rot mir ist der Mund! Da hat er gemachet mir und sich von Blumen eine Bettestatt. Des wird noch gelachet inniglich, kommt jemand an den selben Pfad. Bei den Rosen er wohl mag tandaradei! merken, wo das Haupt mir lag. Daß er bei mir lag, wüßt es einer, behüte Gott, so schämt ich mich. Was er mit mir pflag - keiner, keiner befinde das, als er und ich, und ein kleines Vogelein: tandaradei! Das mag wohl getreue sein.

Internet

Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

Dostojewski, Weiße Nächte (Белые ночи, Belye noči), 1848

Du hast nur tote Güter zu vergeben! DaseineHöchste, was das Leben schmückt, Wenn sich ein Herz, entzückend und entzückt, Dem Herzen schenkt in süßem Selbstvergessen, Die Frauenkrone hast du nie besessen, Nie hast du liebend einen Mann beglückt!

Schiller, Maria Stuart, 1800. 2. Akt, 6. Auftritt, Mortimer

Kein schöner Ding ist auf Erden Als Frauenlieb', wem sie mag werden.

Internet

Kalte Hände, warme Liebe.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Platonische Liebe ist die Zeit zwischen der Vorstellung und dem ersten Kuß

Internet

An Levin Schücking O frage nicht, was mich so tief bewegt, Seh' ich dein junges Blut so freudig wallen, Warum, an deine klare Stirn gelegt, Mir schwere Tropfen aus den Wimpern fallen. Mir träumte einst, ich sei ein albern Kind, Sich emsig mühend an des Tisches Borden; Wie übermächtig die Vokabeln sind, Die wieder Hieroglyphen mir geworden! Und als ich dann erwacht, da weint' ich heiß, Daß mir so klar und nüchtern jetzt zu Mute, Daß ich so schrankenlos und überweis', So ohne Furcht vor Schelten und vor Rute. So, wenn ich schaue in dein Antlitz mild, Wo tausend frische Lebenskeime walten, Da ist es mir, als ob Natur mein Bild Mir aus dem Zauberspiegel vorgehalten; Und all mein Hoffen, meiner Seele Brand Und meiner Liebessonne dämmernd Scheinen, Was noch entschwinden wird und was entschwand, Das muß ich Alles dann in dir beweinen.

Droste-Hülshoff, Gedichte

Ist Lieb' ein zartes Ding? Sie ist zu rauh, Zu wild, zu tobend; und sie sticht wie Dorn.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Es gibt wohl nichts Schöneres in der Welt als geliebt zu werden.

Sei Shōnagon, Das Kopfkissenbuch (makura no sōshi), 1001-1010