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26202 Sprüche gefunden
Unter den seligen Göttern allein ist Eros, wenn das zu sagen erlaubt und nicht zu vermessen ist, der Seligste, er, der Schönste und Beste.
Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.
Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben, wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles bliebe Unverändert, ewig wahr? Was wir lieblich fest besessen, Schwindet hin, wie Träumerein, Und die Herzen, die vergessen, Und die Augen schlafen ein.
Ich wandle unter Blumen Und blühe selber mit; Ich wandle wie im Traume, Und schwanke bei jedem Schritt. Oh, halt mich fest, Geliebte! Vor Liebestrunkenheit Fall ich dir sonst zu Füßen, Und der Garten ist voller Leut'.
Wenn du mir vorüberwandelst, Und dein Kleid berührt mich nur, Jubelt dir mein Herz, und stürmisch Folgt es deiner schönen Spur. Dann drehst du dich um, und schaust mich Mit den großen Augen an, Und mein Herz ist so erschrocken, Daß es kaum dir folgen kann.
Ach, ich sehne mich nach Tränen, Liebestränen, schmerzenmild, Und ich fürchte, dieses Sehnen Wird am Ende noch erfüllt. Ach, der Liebe süßes Elend Und der Liebe bittre Lust Schleicht sich wieder, himmlisch quälend, In die kaum genesne Brust.
Die blauen Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras hervor; Das sind die lieben Veilchen, Die ich zum Strauß erkor. Ich pflücke sie und denke, Und die Gedanken all, Die mir im Herzen seufzen, Singt laut die Nachtigall. Ja, was ich denke, singt sie Lautschmetternd, daß es schallt; Mein zärtliches Geheimnis Weiß schon der ganze Wald.
Es hat die warme Frühlingsnacht Die Blumen hervorgetrieben, Und nimmt mein Herz sich nicht in acht, So wird es sich wieder verlieben. Doch welche von den Blumen all'n Wird mir das Herz umgarnen? Es wollen die singenden Nachtigall'n Mich vor der Lilie warnen.
Emma, sage mir die Wahrheit: Ward ich närrisch durch die Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur die Folge meiner Narrheit? Ach! mich quälet, teure Emma, Außer meiner tollen Liebe, Außer meiner Liebestollheit, Obendrein noch dies Dilemma.
Ernst ist der Frühling, seine Träume Sind traurig, jede Blume schaut Von Schmerz bewegt, es bebt geheime Wehmut im Nachtigallenlaut. O lächle nicht, geliebte Schöne, So freundlich heiter, lächle nicht! O, weine lieber, eine Träne Küß ich so gern dir vom Gesicht
Wie die Nelken duftig atmen! Wie die Sterne, ein Gewimmel Goldner Bienen, ängstlich schimmern An dem veilchenblauen Himmel! Aus dem Dunkel der Kastanien Glänzt das Landhaus, weiß und lüstern, Und ich hör die Glastür klirren Und die liebe Stimme flüstern. Holdes Zittern, süßes Beben, Furchtsam zärtliches Umschlingen – Und die jungen Rosen lauschen, Und die Nachtigallen singen.
Es haben unsre Herzen Geschlossen die heil'ge Allianz; Sie lagen fest aneinander, Und sie verstanden sich ganz. Ach, nur die junge Rose, Die deine Brust geschmückt, Die arme Bundesgenossin, Sie wurde fast zerdrückt.
Die beiden Sie trug den Becher in der Hand – Ihr Kinn und Mund glichen seinem Rand –, So leicht und sicher war ihr Gang, Kein Tropfen aus dem Becher sprang. So leicht und fest war seine Hand: Er ritt auf einem jungen Pferde, Und mit nachlässiger Gebärde Erzwang er, daß es zitternd stand. Jedoch, wenn er aus ihrer Hand Den leichten Becher nehmen sollte, So war es beiden allzu schwer: Denn beide bebten sie so sehr, Daß keine Hand die andre fand Und dunkler Wein am Boden rollte.
Wie des Mondes Abbild zittert In den wilden Meereswogen, Und er selber still und sicher Wandelt an dem Himmelsbogen: Also wandelst du, Geliebte, Still und sicher, und es zittert Nur dein Abbild mir im Herzen, Weil mein eignes Herz erschüttert.
Die schönen Augen der Frühlingsnacht, Sie schauen so tröstend nieder: Hat dich die Liebe so kleinlich gemacht, Die Liebe, sie hebt dich wieder.
Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein? Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.
Der Liebestrieb ist stärker als der Selbsterhaltungstrieb. Selbst Tiere, die instinktstarken, bestätigen es.
Liebe ist nicht Umklammern, bis man keine Luft mehr kriegt. Liebe ist umarmen, bis man wieder frei atmen kann.
Wohlbegründet hingegen ist die unmittelbare Überzeugung, welche der Anblick edler Handlungen hervorruft, dass der Geist der Liebe, der diesen seiner Feinde schonen, jenen des zuvor nie Gesehenen sich mit Lebensgefahr annehmen heißt, nimmermehr verfliegen und zu Nichts werden kann.