Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Unter den seligen Göttern allein ist Eros, wenn das zu sagen erlaubt und nicht zu vermessen ist, der Seligste, er, der Schönste und Beste.

Internet

Die Güter verlaufen sich, wie das Wasser im Strom, aber die Liebe bleibt.

Internet

Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.

Internet

Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben, wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles bliebe Unverändert, ewig wahr? Was wir lieblich fest besessen, Schwindet hin, wie Träumerein, Und die Herzen, die vergessen, Und die Augen schlafen ein.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Seraphine, 9.

Ich wandle unter Blumen Und blühe selber mit; Ich wandle wie im Traume, Und schwanke bei jedem Schritt. Oh, halt mich fest, Geliebte! Vor Liebestrunkenheit Fall ich dir sonst zu Füßen, Und der Garten ist voller Leut'.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 22.

Wenn du mir vorüberwandelst, Und dein Kleid berührt mich nur, Jubelt dir mein Herz, und stürmisch Folgt es deiner schönen Spur. Dann drehst du dich um, und schaust mich Mit den großen Augen an, Und mein Herz ist so erschrocken, Daß es kaum dir folgen kann.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 14.

Ach, ich sehne mich nach Tränen, Liebestränen, schmerzenmild, Und ich fürchte, dieses Sehnen Wird am Ende noch erfüllt. Ach, der Liebe süßes Elend Und der Liebe bittre Lust Schleicht sich wieder, himmlisch quälend, In die kaum genesne Brust.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 12.

Die blauen Frühlingsaugen Schaun aus dem Gras hervor; Das sind die lieben Veilchen, Die ich zum Strauß erkor. Ich pflücke sie und denke, Und die Gedanken all, Die mir im Herzen seufzen, Singt laut die Nachtigall. Ja, was ich denke, singt sie Lautschmetternd, daß es schallt; Mein zärtliches Geheimnis Weiß schon der ganze Wald.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 13.

Es hat die warme Frühlingsnacht Die Blumen hervorgetrieben, Und nimmt mein Herz sich nicht in acht, So wird es sich wieder verlieben. Doch welche von den Blumen all'n Wird mir das Herz umgarnen? Es wollen die singenden Nachtigall'n Mich vor der Lilie warnen.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 10.

Emma, sage mir die Wahrheit: Ward ich närrisch durch die Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur die Folge meiner Narrheit? Ach! mich quälet, teure Emma, Außer meiner tollen Liebe, Außer meiner Liebestollheit, Obendrein noch dies Dilemma.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Emma, 4.

Ernst ist der Frühling, seine Träume Sind traurig, jede Blume schaut Von Schmerz bewegt, es bebt geheime Wehmut im Nachtigallenlaut. O lächle nicht, geliebte Schöne, So freundlich heiter, lächle nicht! O, weine lieber, eine Träne Küß ich so gern dir vom Gesicht

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 1844

Wie die Nelken duftig atmen! Wie die Sterne, ein Gewimmel Goldner Bienen, ängstlich schimmern An dem veilchenblauen Himmel! Aus dem Dunkel der Kastanien Glänzt das Landhaus, weiß und lüstern, Und ich hör die Glastür klirren Und die liebe Stimme flüstern. Holdes Zittern, süßes Beben, Furchtsam zärtliches Umschlingen – Und die jungen Rosen lauschen, Und die Nachtigallen singen.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 26.

Es haben unsre Herzen Geschlossen die heil'ge Allianz; Sie lagen fest aneinander, Und sie verstanden sich ganz. Ach, nur die junge Rose, Die deine Brust geschmückt, Die arme Bundesgenossin, Sie wurde fast zerdrückt.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 24.

Die beiden Sie trug den Becher in der Hand – Ihr Kinn und Mund glichen seinem Rand –, So leicht und sicher war ihr Gang, Kein Tropfen aus dem Becher sprang. So leicht und fest war seine Hand: Er ritt auf einem jungen Pferde, Und mit nachlässiger Gebärde Erzwang er, daß es zitternd stand. Jedoch, wenn er aus ihrer Hand Den leichten Becher nehmen sollte, So war es beiden allzu schwer: Denn beide bebten sie so sehr, Daß keine Hand die andre fand Und dunkler Wein am Boden rollte.

Internet

Wie des Mondes Abbild zittert In den wilden Meereswogen, Und er selber still und sicher Wandelt an dem Himmelsbogen: Also wandelst du, Geliebte, Still und sicher, und es zittert Nur dein Abbild mir im Herzen, Weil mein eignes Herz erschüttert.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 23.

Die schönen Augen der Frühlingsnacht, Sie schauen so tröstend nieder: Hat dich die Liebe so kleinlich gemacht, Die Liebe, sie hebt dich wieder.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling

Wer liebt, verschwendet allezeit.

Internet

Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein? Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Außer Dienst

Der Liebestrieb ist stärker als der Selbsterhaltungstrieb. Selbst Tiere, die instinktstarken, bestätigen es.

Internet

Liebe ist nicht Umklammern, bis man keine Luft mehr kriegt. Liebe ist umarmen, bis man wieder frei atmen kann.

Internet

Wohlbegründet hingegen ist die unmittelbare Überzeugung, welche der Anblick edler Handlungen hervorruft, dass der Geist der Liebe, der diesen seiner Feinde schonen, jenen des zuvor nie Gesehenen sich mit Lebensgefahr annehmen heißt, nimmermehr verfliegen und zu Nichts werden kann.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum vierten Buch. Kapitel 41. Über den Tod und sein Verhältnis zur Unzerstörbarkeit unsers Wesens an sich