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Die Lieb ist dreierlei: Liebe, ein Herzensband; Lieb' eine Heuchelei, Und Lieb' ein Todesbrand.
Lenz ist's, der die Knospen schwellet, Aber Liebe schwellt die Herzen.
Die Liebe gleicht dem April: Bald Frost, bald fröhliche Strahlen, Bald Blüten in Herzen und Talen, Bald stürmisch und bald still, Bald heimliches Ringen und Dehnen, Bald Wolken, Regen und Tränen – Im ewigen Schwanken und Sehnen Wer weiß, was werden will!
Bei der Liebe wie beim Haß haben wir den Anfang wohl in der Hand ... nie aber das Ende.
Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke Des Lebens Spiegel fort in wilder Flut, Die Sehnsucht in die Ferne nimmer ruht, Und weinend schaut Erinnerung zurücke Da blickt aus einer Blume neu Geschicke. Zwei blaue Kelche voll von Liebesglut Erwecken in dem Flüchtling neuen Mut; Daß er das Leben wieder jung erblicke. Es hat der Sinn die Aussicht wiederfunden, Er sieht im klaren Strome abgespiegelt, Des Wechsel-Lebens zwiefach-lieblich Bild, Die Fläche ruht und schwillt in tiefen Stunden, Wenn Leidenschaft die Trunkenheit entzügelt, Und Liebe sich dem Strome nackt enthüllt.
Ein Glockenruf verhallt nach wenig Schlägen, Ein Liebestraum, ach! viel zu bald vergeht: Doch Luft und Herzen zitternd noch sich regen, Wenn Klang und Liebe lange schon verweht.
Wohl darf die Liebe werben um die Liebe.
Elend bin ich, warum ist Liebe nicht heilbar durch Kräuter!
Jupiter schalt den Amor: "Ich will die Pfeile dir nehmen!" "Donnerer", sprach der, "und ich mache dich wieder zum Schwan!"
Wenn nie dein Mund auch das Geheimnis bricht, Zweihundert Schleier hüllen Liebe nicht!
Das Flüchtige. Geld in des Armen Hand, und Geduld in des Liebenden Seele, Und das Wasser im Sieb’ eilet und fliehet davon.
Den Grad der Liebe kann man nur dort bestimmen, wo dieser ein sehr geringer ist.
Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.
Man sagt, die Liebe sei blind; allein in den meisten Fällen schließt sie freiwillig die Augen, denn sie weiß, daß sie an der Erkenntnis sterben müßte, und gegen die Vernichtung kämpft sie verzweifelter noch, als das Leben.
Wo noch Liebe ist, da kann alles wieder gut werden.
Ein Weib, das zum erstenmal wahrhaft liebt, wird zur Jungfrau – sei sie sechzehn oder dreißig Jahre alt.
Liebe ist Treue, Treue gegen den Einzigen, der unser Herz erfüllt! Da gibt's kein Schwanken, kein Wanken und Feilschen; und dies beseligende Gefühl eines erreichbaren Besitzes trägt uns über alle Schranken hinweg.
April ist dir im Aug', der Liebe Lenz, Und Tränen sind der Regen, die ihn künden.