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26202 Sprüche gefunden

Die Liebe ist der unmittelbare Hauch Gottes auf Erden.

Laube, Der deutsche Krieg. Historischer Roman in drei Büchern, 9 Bde., 1863-66

Es ist überall heimlich und traut neben einem Menschen, den man gern hat.

Heimburg, Herzenskrisen, 1887

Die erschlossene Knospe ist das Geständnis der Liebe! Nicht zu spät komm' es, auch auch nicht zu früh!

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit ist das Gegenteil von Liebe.

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Schwach ist die Liebe, die sich noch in Worten ausdrücken läßt.

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Der Schmerz um Liebe, wie die Liebe, bleibt Unteilbar und unendlich.

Goethe, Die natürliche Tochter, 1803. Dritter Aufzug, zweiter Auftritt, Herzog

Jede Liebesbeziehung hat drei Stadien, die unmerklich ineinander überfließen: das erste, in dem man auch schweigend miteinander glücklich ist; das zweite, in dem man sich schweigend miteinander langweilt, und das dritte, in dem das Schweigen, gleichsam Gestalt geworden, zwischen den Liebenden steht wie ein boshafter Feind.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Wie er gestürmt und geliebt, erzählt am Herde der Ahnherr; Aber dem Enkelgeschlecht deucht es ein Märchen zu sein.

Geibel, E., Gedichte. Distichen vom Strande der See

Mit der Liebe ist es wie mit den Epidemien: Je mehr einer sie fürchtet, um so mehr ist er der Ansteckung ausgesetzt.

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Alle Schätze der Welt wiegen das Glück nicht auf, geliebt zu werden.

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Liebe hört auf keine Lehre, Weiß im Leben nicht ein noch aus; Wenns nicht eben die Liebe wäre, Sie sperrten sie ins Irrenhaus.

Halm, F., Gedichte

Ein vornehmer Mann verliebt sich wie ein Narr, aber nicht wie ein Dummkopf.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Jeder hat in seinem Leben einen schönen Kindertag, wo er, wie die ersten Menschen im Paradiese, die Früchte des Feldes, so auch Liebe ohne Sorgen und Mühe findet. Ist dieser Tag aber vorüber, erwirbst du wie dein Brot so auch Liebe nur im Schweiße deines Angesichtes.

Börne, Über den Umgang mit Menschen, 1824

Wir fanden Glanz Wir fanden Glanz, fanden ein Meer, Werkstatt und uns. Zur Nacht, eine Sichel sang vor unserm Fenster. Auf unsern Stimmen fuhren wir hinauf, Wir reisten Hand in Hand. An deinen Haaren, helles Fest im Morgen, Irr flogen Küsse hoch Und stachen reifen Wahnsinn in mein Blut. Dann dursteten wir oft an wunden Brunnen, Die Türme wehten stählern in dem Land. Und unsre Schenkel, Hüften, Raubtierlenden. Stürmten durch Zonen, grünend vor Gerüchen.

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Ein Geheimnis ist es, Kein Wort ermißt es, Kein Herz vergißt es: Dies tiefe Leid Voll Seligkeit.

Oertzen, Liebeslieder aus jungen Tagen, 1875

Tot ist der Mensch, dem der Genuß Der Liebe nicht das Herz beseelt; Ein Leben, dem die Liebe fehlt, Gereicht der Welt nur zum Verdruß.

Diez, Die Poesie der Troubadours, 1883

Ein Stündlein wohl vor Tag Derweil ich schlafend lag, Ein Stündlein wohl vor Tag, Sang vor dem Fenster auf dem Baum Ein Schwälblein mir, ich hört' es kaum, Ein Stündlein wohl vor Tag: Hör an, was ich dir sag', Dein Schätzlein ich verklag': Derweil ich dieses singen tu', Herzt er ein Lieb in guter Ruh', Ein Stündlein wohl vor Tag. O weh! nicht weiter sag'! O still, nichts hören mag! Flieg ab, flieg ab von meinem Baum! Ach, Lieb' und Treu' ist wie ein Traum Ein Stündlein wohl vor Tag.

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Von niemandem geliebt zu sein, großes Leid! Niemanden lieben können: Tod mitten im Leben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die Liebe ist im Leben des Mannes eine Sache für sich, für die Frau ist sie das ganze Leben.

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Die Primeln Sieh, Liebchen, hier im Waldestal das Plätzchen unvergessen, wo kosend wir zum letzten Mal im letzen Herbst gesessen! Und sieh, nun sind in goldner Tracht hier an derselben Stelle die ersten Primeln aufgewacht, als wär's des Lenzes Schwelle! Siehst du, wie Liebe Wunder tut, daß wenn der Schnee zerflossen, dort, wo ein Liebespaar geruht, die ersten Primeln sprossen? Nun wollen doppelt eifrig wir, wenn Moos und Gräsen schwellen, fürs nächste Jahr im Waldrevier die Primelsaat bestellen. Dann lächeln wir ob unserm Streich, wenn Berg und Täler wimmeln und keiner weiß, warum so reich geraten sind die Primeln.

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Aus der Liebe schöpft die Frau ihr edles Sein. Für den, den sie liebt, ist sie mild wie eine Taube, fromm wie eine Heilige; für seine Sicherheit in Gefahr saugt ihr sanftes Gemüt den Scharfsinn einer Schlange, ihr schwaches Herz den Mut einer Löwin ein.

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