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26202 Sprüche gefunden
Um in der Liebe schnell voranzukommen ist es besser, zu reden als zu schreiben.
Woran erkennt man, daß eine Liebe erloschen ist? Wenn man sich für sieben Uhr verabredet hat, aber erst um neun kommt und der andere noch nicht bei der Polizei angerufen hat.
Widmung Drei schöne Nächte Habe ich an dich gedacht, Hätt' am Morgen meine Lieder Gerne vor dich hingebracht. Drei schöne Nächte Reiht ich zärtlich Lied an Lied; Meine Kerzen brannten nieder, Da mich wach der Morgen sieht. Drei schöne Nächte Hab' ich Blatt für Blatt verbrannt, Da der Morgen meine Lieder Nicht so sanft wie dich erfand.
Im Begrenzten nur, im Engen findest du das höchste Gut.
Du bist krank In aller Wünsche heißem Treiben, Für einen bitt' ich Gottes Segen: Ich möcht' so lange leben bleiben, Als nötig ist, um dich zu pflegen.
"Und geht eines Tages" – fragt man uns höhnisch – "diese Erde in Trümmer, für was war denn dieses Streben nach Vervollkommnung?" – Für uns, für die Menschen, die bis zu jenem Tage, der noch die Kleinigkeit von ein paar Millionen Jahren ausbleiben kann, die Erde bewohnt haben werden. Allerdings ist es nur die Liebe, die einen so erhabenen Gedanken zu fassen vermag. Ist sie verschwunden? Die Liebe, für die es ein Ich oder Du oder Wir nicht gibt, sie ist da; sie wird da sein, solange Menschen wandeln auf Erden, und daß sie im menschlichen Herzen ihren Ursprung hat, macht sie uns nicht weniger wert.
Liebe zu entbehren – tiefes Leid; keine Liebe erweisen zu können: das tiefste.
Liebe, das ist die gierig quellende Lust am Dasein. Wessen Seele davon erfüllt ist, an dem hat alle Skepsis ihre Macht, das Rätsel des Lebens seinen Sinn verloren. Liebe allein bildet das Leben fort, ist die zeugende Kraft. In Seelen voll Liebe sind alle Leiden in Freuden, alle Fragen in Taten verwandelt und gelöst.
Um Liebe nur wird Liebe dir gegeben, Und wer mit sprödem Stolz sie will erlangen, Dem ist der Liebe Grundgesetz entgangen, Und er vergeht sich an Natur und Leben.
Wir haben alle nichts und sind alle – ein jeder von uns – auf die Gnade des andern angewiesen, desjenigen, den wir lieben. Denn Liebe ankert im Grunde und fragt nicht nach dem Glanze der Oberflächen, wo alles Haben sich abspielt.
Allein die Liebe findet überall einen Weg, durch Feuer, durch Wasser und Nordlandschnee.
Schlußlied Warum ich traure alle Zeit Und wandle allzeit stumm? Ich trag im Herz ein stilles Leid So schwer mit mir herum. Was hilft's, daß ich dem Gram vertrau, Der still mein Herze bricht, Verstehen kannst du's nimmermehr, Und helfen kannst du nicht. Verstehen würdst du nimmermehr Das Leid, das mir geschehn, Ach, die mein Herz gebrochen hat, Kann's selber nicht verstehn.
Schelmenlied Ich lauscht' dem Fink im grünen Haag, Das hat mich so bethöret. Ach, hätt' ich auf den lust'gen Schlag Des Kecken nicht gehöret! Er sang so süß von Lieb' und Glück, Vom Küssen mir ins Ohr – Vom Scheiden kam im ganzen Stück Kein Sterbenswörtchen vor.
Die Lieb ist unser Gott, es lebet alls durch Liebe: Wie selig wär ein Mensch, der stets in ihr verbliebe!
In Leidenschaft fiel tief mein Herz – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Ich gab mein Haupt an Streit und Schmerz – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Ich weine still in mich hinein, In Blut färbt mich die Liebe ein, Kann nüchtern nicht, verwirrt nicht sein – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Bald weh' ich, wie der Wind es tut, Bald staub' ich, wie ein Weg voll Glut, Bald fließ' ich, wie des Wildbachs Flut – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Blaß meine Haut, mein Auge weint, Mein Herz zerstückelt und versteint, Erfahren und dem Schmerz geeint – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht! Als armer Yunus wohl bekannt, Von Kopf bis Fuß voll Wundenbrand, Ich schweife fern von Freundeshand – Sieh, was die Lieb' aus mir gemacht!
So wahr die Sonne scheinet, So wahr die Wolke weinet, So wahr die Flamme sprüht, So wahr der Frühling blüht; So wahr hab' ich empfunden, Wie ich dich halt' umwunden: Du liebst mich, wie ich dich, Dich lieb' ich, wie du mich. Die Sonne mag verscheinen Die Wolke nicht mehr weinen, Die Flamme mag versprühn, Der Frühling nicht mehr blüh'n! Wir wollen uns umwinden Und immer so empfinden: Du liebst mich, wie ich dich; Dich lieb ich, wie du mich.
O bleib bei mir Wie die Blümlein draußen zittern in der Abendlüfte Wehn, und du willst mirs Herz verbittern, und du willst von mir nun gehn: O bleib bei mir und geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort. Hab geliebet dich ohne Ende, hab dir nie was Leids getan, und du drückst mir stumm die Hände und du fängst zu weinen an: O weine nicht, o geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort. Ach, da draußen in der Ferne sind die Menschen nicht so gut, und ich gäb für dich so gerne all mein Leben, all mein Gut. O bleib bei mir und geh nicht fort, mein Herz ist ja dein Heimatsort.
Wenn uns Liebe geschenkt wird, so sollten wir wissen, daß wir ihrer gänzlich unwürdig sind. Niemand ist würdig, geliebt zu werden.
Es findet nicht nur jeder Odysseus seinen Homer, sondern auch jeder Mahomet seine Chadidscha.