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26202 Sprüche gefunden

Es gibt wenig Liebesbriefe, die nicht Meineide enthalten; natürlich erst später.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Eine leere Stelle Zeig mir eine leere Stelle Doch in deinem Sein, Sonst kann meines Herzens Welle Nicht in dich hinein.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Liebe ist Bestimmung. Doch hängt ihre Einlösung vom Zufall ab. Der unerlösten Liebespaare sind Legion.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Warm soll das Herz bleiben, feurig in der Liebe, und schöner ist wohl nichts auf Erden als ein grau Haupt über einem warmer Liebe vollem Herzen.

Gotthelf, Jacobs, des Handwerksgesellen, Wanderungen durch die Schweiz, 1846/47. Drittes Kapitel: Jakob kömmt nach Basel und kriegt Gift, aber nicht in den Leib

Was waren Frauen Was waren Frauen anders dir als Spiel, Der du dich bettetest in soviel Liebesstunden: Du hast nie andres als ein Stück von dir gefunden, Und niemals fand dein Suchen sich das Ziel. Du strebtest, dich im Hellen zu befreien, Und wolltest untergeh'n in wolkig trüber Flut – Und lagst nur hilflos angeschmiedet in den Reihen Der Schmachtenden, gekettet an dein Blut. Du stiegst, dein Leben höher aufzutürmen, In fremde Seelen, wenn dich eigne Kraft verließ, Und sahst erschauernd deinen Dämon dich umstürmen, Wenn deinen dünnen Traum der Tag durchstieß.

Stadler, E., Gedichte. Der Aufbruch, Erstdruck 1914. Die Flucht

Besuch Du kamst – du gingst, und ließest mir Ein innig Glück; Du kamst – du gingst, und ließest mir Dich selbst zurück.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Liebe kennt keinen Dank und erwartet keinen, sagt jemand. Dank ist ein kaltes Wort.

Bismarck, O., Briefe. An seine Braut, 21. Februar 1847

Es gibt nichts Ernsteres als ein Liebespaar. Für die Beteiligten selbst. Aber auch nichts Komischeres. Für die Anderen.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Ich mühte mich, ein Stein zu sein, Von dumpfer Zelle Nacht umfangen; Was half es, ach, da aus dem Stein Der Liebe helle Funken sprangen?

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Echte Liebe schenkt tausendmal mehr Wonnen als die flüchtigen Leidenschaften, die wir erregen.

Balzac, Der Ehefrieden (La Paix du ménage), 1830

Weht, o wehet, liebe Morgenwinde! Tragt ein Wort der Liebe hin und wieder!

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Nur in den seltensten Fällen hält die Liebe der Allgegenwart stand.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

…die wahre Liebe trifft wie der Blitz mitten ins Herz, und sie ist stumm wie der Blitz…

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Der nur lebt, der liebt; und der nur liebt, der sein Ich hasst.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [13]

Die Liebe ist am treuesten, wenn sie eine unglückliche ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Lieb' im Entstehen Fühlt mehr als sie sagt, Lieb im Vergehen Sagt mehr als sie fühlt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Bei der Lieb muß man die Augen niederschlagen, und da geschieht's denn leicht, daß sie auf einen Gegenstand fallen, der unter einem ist.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Heut nacht im Traum . . . Heut nacht im Traume sah ich dich, Du dehntest dich mit leisem Lachen Und schwätztest gurrend tausend Sachen. Ich kostete gleich Früchten dich, Wie ich mit durst'ger Lippe küsste Berg, Tal und Hügel, Wang' und Brüste. Ich war von einer Biegsamkeit, Die wirklich man bewundern musste, Herrgott, welche Kraft, welche Puste! Und du, Geliebte, zur selben Zeit, Welche Puste und Kraft, welche Schnelle Und Biegsamkeit der Gazelle. Am Morgen gab's in deinem Arm, Nur viel vollkomm'ner, im Erwachen Genau dieselben süssen Sachen.

Verlaine, Ausgewählte Gedichte, übersetzt von Wolf Graf von Kalckreuth, Leipzig 1891; Erstdruck der Sammlung bei Lemerre, Paris 1866

Das Beste, was Liebende im Laufe der Zeit einander werden können, das ist: Surrogate ihrer Träume oder Symbole ihrer Sehnsucht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Treu-Lieschen Mein Lieschen, stell' das Weinen ein, Auf Regen folgt ja Sonnenschein. Ich kehr' mit Schwalb' und Flieder Und wohl noch früher wieder. Der Bursche sprach's. Vom Giebeldach Sah ihm Treu-Lieschen lange nach, Bis Hoffnung wiederkehrte Und ihren Thränen wehrte. Dei Äuglein wurden wieder klar, Das Herze jeden Kummers bar, Sie wußte: mit dem Flieder Kam ihr der Liebste wieder.

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Nur der ist reich, der geliebt wird und lieben darf.

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