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26202 Sprüche gefunden
Die Frauenscheinenböse, wenn man ihnen sagt: Ich liebe Sie! – Siesindböse, wenn man ihnen esnichtsagt.
… des Weibes Lieb' ist seichte; Kurz trauert sie, zerriß ein Band. Die Liebe weicht der langen Weile, Dann schärft sie neue Liebespfleile.
Ich hab' eine alte Muhme, Die ein altes Büchlein hat, Es liegt in dem alten Buche Ein altes, dürres Blatt. So dürr sind wohl auch die Hände, Die's einst im Lenz ihr gepflückt. Was mag doch die Alte haben? Sie weint, so oft sie's erblickt.
Du hast mich fortgeschickt ... Du hast mich fortgeschickt, und ich geh heim. Die Gaslaternen blinzeln frech und schielen. Im Rinnstein drängt sich dicker Straßenschleim. Zufrieden tropfend gluckst es in den Sielen. In einem Seitenweg verhallt ein Schritt, leicht und beschwingt, als käm er vom Genießen. Studenten torkeln mir vorbei zu dritt, die Zeitungsblätter auf die Stöcke spießen. Ich tu mir leid. Mein Schmerz stimmt mich vergnügt, heißt mich auf alle Ärgernisse achten, ob gegen dich sich draus ein Vorwurf fügt und die, die im Kaffeehaus mit dir lachten. Wart! Morgen sprechen wir uns schon dafür. Mein Ingrimm wird sich zu entladen wissen. - Da bin ich - öffne zögernd deine Tür - und küsse weinend deine leeren Kissen.
Sage mir, Was mein Herz begehrt? Mein Herz ist bei dir. Halt es wert.
Wenn gewisse Leute dem Satan unterstellen, der ersten Frau die Liebe gelehrt zu haben – weshalb sie Liebe auch Sünde nennen – sollte man sie darauf aufmerksam machen, daß der Höllenfürst zu Gott von alters her in durchaus geregelten Beziehungen gestanden hat.
Kein Glück Kein Glück! So hat die Alte mir mit fahlem Lächeln prophezeit, wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid. Kein Glück! Ich ging durch Klamm und Kluft stieg gipfelauf in Mittagglast und trank der Sonne rotes Blut und mit mir trank der bleiche Gast. Kein Glück! Ich trug den Demantkranz, das Purpurkleid im Märchenschloß, und steh nun doch an Abgrunds Rand – und leise lacht mein Weggenoß.
Liebende sprechen meist nur von sich selbst; es ist die Poesie des Egoismus.
Und was ist denn eigentlich Liebe? – Eine unbedingte Anhänglichkeit an einen andern und was sie erstrebt, das ordnet die Anmuth – die stete Begleiterin der Liebe – mit herzgewinnendem Zauber.
Wir wissen von großen Verführern (Heliogabal, Aretino, Casanova, Cagliostro, Marquis de Sade, Abbé Galiani) und großen, meist gekrönten Kurtisanen (Kleopatra, Semiramis, Messalina, Lukrezia Borgia, Katharina, Ninon de Lenclos). Von großen Liebespaaren aber wissen wir nichts. Sie sind ebenso selten wie die Meisterwerke auf allen anderen Gebieten der Kunst.
Mir ist, als bräch aus meinem Herz Ein Strom durchglühter Lavafluten. Ach wüßtest du, wie hinter Scherz So oft die tiefsten Wunden bluten. Wenn ich mit Lachen von dir schied, Wie Blütengelb war das zerstäubt, Und wilder klang das wilde Lied, Das deine Heiterkeit betäubt. Das wilde Lied klang fort und fort, Und nichts von jenem Lachen blieb, Bis ich es fand das milde Wort. Du sagtest einst: »Ich hab dich lieb!«
Das Vertrauen liegt tiefer als der Verstand, und es ist eigentlich die Liebe, auf der es beruht; sie ist es, die uns zu dem Freunde hinzieht, durch die wir uns ihm hingeben und vertrauensvoll überlassen.
Nichts ist heiliger in unserem Dasein als das erste Fühlen der Liebe – jenes erste Bewußtsein einer wundersamen Regung.
Die Liebe soll Mann und Weib stählen, nicht verweichlichen.
Wer in der Liebe Spuren geht, des Weggenoß heißt Herzeleid.
Jede erste Liebe ist glücklich, – denn sie allein ist gläubig und genügsam.
O klingender Frühling, du selige Zeit! Und bist du vorüber, uns tut es nicht leid; wir liebten uns gestern, wir liebten uns heut', Wir lieben uns morgen, wir glückliche Leut'! Einst holten wir Burschen die Birke voll Mut, Und zogen zum Dorfe, die Maien am Hut; Da traten die Mädchen aus jeglichem Haus, Wie lachtest du, Herzlieb, verstohlen heraus! Das Fest ging vorüber, da gabst du zur Stund' Die Hand mir zum Drucke, zum Kuß mir den Mund; Mein warst du, o Schatz, und, o Schatz, ich war dein: Wir wollten verbunden in Ewigkeit sein. Und sieh, nicht umsonst stand die Ros' auf der Heid', Ich brachte den Strauß dir, du wonnige Maid; Wir teilten zur Ernte den Tanz und das Lied, Wir schnitten die Trauben und wurden's nicht müd'. Jetzt stürmet der Winter so kalt durch die Welt, Wir können nicht jubeln durch Berge und Feld, Wir sitzen zu Hause, ein Herz und ein Sinn. Im Herzen ist Sommer, blüht Liebe darin. O klingender Frühling, du selige Zeit! Und kehrst du, für ewig vereint sind wir beid': Wir liebten uns gestern, wir lieben uns heut', Wir lieben uns morgen, wir glückliche Leut'!
Die Liebe hat keine Logik und ist so erfinderisch, und immer noch und nicht umsonst trägt Amor vor den Augen eine Binde.