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26202 Sprüche gefunden
Hat denn noch kein Mann den Schmerz der verlornen Liebe empfunden, damit er wisse, wie noch tausendmal härter er eine Frau verheere? Welcher hat denn Treue, die rechte, die keine Tugend und keine Empfindung ist, sondern das Feuer selber, das den Kern der Existenz ewig belebt und erhält?
Die Liebe ging auf dunkler Bahn Vom Monde nur erblickt, Das Schattenreich war aufgetan Und seltsam aufgeschmückt. Ein blauer Dunst umschwebte sie Mit einem goldnen Rand, Und eilig zog die Phantasie Sie über Strom und Land. Es hob sich ihre volle Brust In wunderbarem Mut; Ein Vorgefühl der künft'gen Lust Besprach die wilde Glut. Die Sehnsucht klagt' und wußt' es nicht, Daß Liebe näher kam, Und tiefer grub in ihr Gesicht Sich hoffnungsloser Gram. Die kleine Schlange blieb getreu: Sie wies nach Norden hin, Und beide folgten sorgenfrei Der schönen Führerin. Die Liebe ging durch Wüstenein Und durch der Wolken Land, Trat in den Hof des Mondes ein Die Tochter an der Hand. Er saß auf seinem Silberthron, Allein mit seinem Harm; Da hört' er seines Kindes Ton, Und sank in ihren Arm.
Jede Frau ist zunächst bange vor dem Manne, überhaupt bange vor der Liebe. Ist es, bis zu gewissem Grade, immer wieder. Man soll ihr deshalb Zeit lassen, sich an den Mann zu gewöhnen. Auch an den Mann ihrer Wahl. Sie hat dann immer noch Gelegenheit genug, sich baß zu wundern.
Liebe Die Liebe gleicht der Welle, Die plätschernd sich erhebt, Wer weiß, woher sie flutet, Wer weiß, wohin sie schwebt; Wer weiß, ob sie uns schaukelnd Nicht sanft zum Hafen bringt, Wer weiß, ob sie als Woge Nicht unser Schiff verschlingt.
Auf die poetische Wirkung allein hat sich die Natur bei der Liebe nicht verlassen, umso mehr auf die Brutalität.
Größtenteils verwundet uns erst dann die Rose, eigentlich meine ich die Liebe, mit ihren verstecken Dornen, wenn wir uns völlig in deren Besitz befinden.
Ein roher Mann, wird er auch noch so sehr am Feuer der Liebe gebraten, es wird nie etwas Genießbares d'raus.
Nur Liebe opfert sich gern, weil es ihr Wesen ist, sich in anderen zu vergessen und sich für andere zu opfern; nur Liebe kann Kindeshüterin sein.
Nicht früher darfst du dich von einer Frau geliebt glauben, ehe du nicht sicher bist, ihre ganze erotische Sehnsucht auf dich allein vereinigt und alle anderen Möglichkeiten ihres Wesens, auch die ungeahntesten, zur Wirklichkeit erlöst zu haben.
[...] die Liebe sei ja die Wärme, in welcher das Eis der Herzen schmelze.
Auch bei Frauen-Freundschaften dreht es sich letzten Sinnes doch immer um den Mann. Frauen sind unsachlich. Mit einer einzigen Ausnahme: in der Liebe.
Bei vielen Menschen ähnelt die Liebe dem Hunger, ist wirklich nichts anderes. Das Herz sucht Nahrung, und ob's wirklich der rechte ist, das muß sich erst durch Widerstand und Prüfung erhärten.
Die wahre Liebe darf nicht egoistisch ihrer Neigung folgen, es ist oft ihre schwere Pflicht, hart zu erscheinen.
Es kommt nicht darauf an, wen man liebt – sondern wie man liebt! Eine edle Natur wird immer edel in der Liebe sein, eine gemeine immer gemein.
Am tiefsten liebt man das, wofür man am meisten geopfert hat.
Wer liebt, fürchtet, und wer fürchtet, ist der Liebe näher als dem Haß.
Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber immer auch etwas Vernunft im Wahnsinn.
Du liebtest mich mit deiner ganzen Glut. Ich liebte dich mit Seele und mit Geist. Das ist vorbei. Du bist mir nur noch gut. Ich steck in Liebe über Hals und Ohr, – Und denk ich, daß du mir verloren seist, So weiß ich, daß ich mich an dich verlor.
Des Mannes Liebe ist ein versprühender Funke, das ganze Leben der Frau verglüht an der entzündeten Flamme.
Alles was Pflicht heißt, steht niedriger als wir denken. Alles was Liebe heißt, steht höher als wir denken.