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26202 Sprüche gefunden

Es gehen zwei Gäste ein und aus, So lang du wohnest in diesem Haus. Sie sind geheißen Lieb und Leid; Du sollst sie wohl empfangen beid.

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Das Etwas, wonach fast alle Menschen suchen, ist vielleicht nur die Erinnerung an eine Liebe, die uns im Himmel oder in den ersten Lebenstagen zuteil ward.

Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

Liebe nur ist Leben!

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Raum ist in der kleinsten Hütte Für ein glücklich liebend Paar; Doch bei näherer Betrachtung Nimmt man ein'ge Kosten wahr. Und je mehr die Lieb thut wachsen, Desto enger wird der Raum, Desto mehr des Geldes braucht man, O, man glaubt es Anfangs kaum.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein tiefes Bedürfnis nach Liebe ist in jedes Herz gelegt; die Zeichen der Liebe, welche wir erhalten, sind die eigentliche Nahrung der Seele, die Zeichen der Liebe, welche uns von Sterblichen werden, sind Zeuge der göttlichen Liebe. Nur um des Guten willen wird ein Mensch geliebt, nur das Hervortretende des Göttlichen in ihm erweckt eigentliche Liebe.

Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-39

Wo Liebe ist, da ist auch unsichtbarer Einfluß.

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Teurer Freund! Was soll es nützen, Stets das alte Lied zu leiern? Willst du ewig brütend sitzen Auf den alten Liebeseiern? Ach! das ist ein ewig Gattern, Aus den Schalen kriechen Küchlein, Und sie piepsen und sie flattern, Und du sperrst sie in ein Büchlein.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 42.

Muß das Herz dir brechen, Bleibe fest dein Mut, Sei der Schmerz der Liebe Dann dein höchstes Gut.

Chamisso, Gedichte. Aus: Frauen-Liebe und Leben, 1830

Was hilft all das Kreuzigen und Segnen der Liebe, wenn sie nicht tätig wird. Führe mich auf alles, was dir gefallen kann, ich bitte dich, denn ich fühl's nicht immer.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 10. Dezember 1781

Die Liebe Eine Schale des Harms, eine der Freuden wog Gott dem Menschengeschlecht; aber der lastende Kummer senket die Schale, Immer hebet die andre sich. Irren, traurigen Tritts wanken wir unsern Weg Durch das Leben hinab, bis sich die Liebe naht, Eine Fülle der Freuden In die steigende Schale geußt. Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mais über die Blumen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert und huldigt ihr! Näm' er Kronen und Gold, mißte der Liebe? Gold Ist ihm fliegende Spreu, Kronen ein Flittertand, Alle Hoheit der Erde Flügelt Stunden an Stunden fort. Herrscher neideten ihn, kosteten sie des Glücks, Das dem Liebenden ward, würfen den Königsstab Aus den Händen und suchten Sich ein friedliches Hüttendach. Unter Rosengesträuch spielet ein Quell und mischt Zum begegnenden Bach Silber; so strömen flugs Seel' und Seele zusammen, Wann allmächtige Liebe naht.

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Uneigennützig zu sein in allem, am uneigennützigsten in Liebe und Freundschaft, war meine höchste Lust, meine Maxime.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 3. Teil, 14. Buch

Därf ih 's Dirndl liabn? (Obersteirisch) Ih bin jüngst verwichen Hin zan Pforra gschlichn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Untasteh dih nit, bei meina Seel, Wonstas Dirndl liabst, so kimst in d' Höll!« Bin ih vull Valonga Zu da Muata gonga: »Därf ih 's Dirndl liabn?« »O mei liaba Schotz, es is no zfrua, Noch funfzehn Jahrln erst, mei liaba Bua!« War in großn Nötn, Hon ih 'n Votan betn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Duners Schlangl!« schreit er in sein Zurn, »Willst mein Steckn kostn, konst es thuan!« Wos is onzufonga? Bin zan Herrgott gonga: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Ei jo freili,« sogt er und hot glocht, »Wegn an Büaberl hon ih 's Dirndl gmocht!«

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Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtentheils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Ach, wie Blumen sich entfärben, Wenn ein Hauch den Schmelz entführt, Muß der Liebe Blüte sterben, Von der Sünde Hauch berührt. Edles Feuer schöner Jugend, Bebe vor der Schuld zurück! Lieb' ersiegt allein die Tugend, Nur der Unschuld blüht das Glück.

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Ein Liebhaber muß vier S haben: Sanftmut, Scharfsinn, Schönheit, Stärke.

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Kaum daß ich ihm recht in die Augen geschaut, So ist der Traum schon beendet, O Liebe, was führst du die Menschen zusamm', O Liebe, was schürst du die süße Flamm', Wenn so bald und traurig sich's wendet?

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Aus den Liedern Margaretas

Ein Samariter Ist noch ein Rest von Lieb' in dir, So geize nicht und gieb ihn her; Die reiche, menschenvolle Welt Ist ja an Liebe gar so leer. Auf Märkten biete sie nicht feil, Auch zu Palästen trag' sie nicht; Doch tritt dereinst an deinen Weg Ein still verhärmtes Angesicht – Dem sprich: Bedarfst du wohl des Oels? Zeig' deine Wunde, hier mein Krug! – Und in der Herberg pfleg' ich dein, Wenn diese Gabe nicht genug. Ob Dank, ob Undank dir vergilt Du ziehe stillen Gang's davon, Daß du ein inn'res Wort erfüllt, Sei deinem Herzen schönster Lohn. Und was dir noch im Krüglein blieb Von Liebe, senk' es nicht in's Meer; Die reiche menschenvolle Welt Ist ja an Liebe gar so leer.

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Liebe ist die schönste Form des Egoismus, Egoismus die häßlichste Form der Liebe.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das haben wir Beid' erfahren, Was falsche Liebe tut.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Aus: Das Lied vom eifersüchtigen Knaben

Man war ein ganz anderer Mensch, nur zuzuseh'n, wie sie sich liebten.

Goethe, Stella, 1775. 1. Akt, Postmeisterin zu Madame Sommer und Lucie

Wo die Liebe eine Komödie war, da wird die Ehe ein Drama.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944