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26202 Sprüche gefunden

Sechs Tage genügten kaum dem Schöpfungstriebe; Ein Augenblick erschafft die Welt der Liebe.

Immermann, Tristan und Isolde. Ein Gedicht in Romanzen, 1841

Nachts Nachts bin vom Traum schlaftrunken ich erwacht. Wach war ich kaum, da hab ich gleich an dich gedacht. Die Lippe sprach ein wunderheimlich Wort dem Herzen nach, dann träumt ich selig weiter fort. Flieht einst auch dich treulos die süße Ruh, denk auch an mich, sprich auch der Liebe Wörtlein du! Sanft lockst du dann die Ruhe, die dich mied, in Traumesbann wiegt dich aufs Neu der Liebe Lied.

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An * (1837) Ach wärst du mein, es wär' ein schönes Leben, So aber ist's Entsagen nur und Trauern, Nur ein verlornes Grollen und Bedauern; Ich kann es meinem Schicksal nicht vergeben. Undank tut wohl und jedes Leid der Erde; Ja! meine Freund' in Särgen, Leich' an Leiche, Sind ein gelinder Gram, wenn ich's vergleiche Dem Schmerz, daß ich dich nie besitzen werde.

Lenau, N., Gedichte

Die Erde ist ein großes Golgatha, Wo zwar die Liebe siegt, doch auch verblutet.

Heine, Almansor. Eine Tragödie, 1823. Garten vor Alys Schloß. Zuleima

Man suche die leuchtendsten Augenblicke seines Lebens und analysiere sie, und man wird finden, dass in der Regel die Liebe im Spiele war. Die Liebe setzt dem Leben das Gold auf.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Ein ebenso geistreicher, wie ungalanter Franzose nannte die Liebe "Egoisme à deux".

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Alles für die Liebe und ohne Belohnung!

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Abendgang Abendschatten füllt die Weite, Abendfriede füllt die Welt; Und ich zieh an deiner Seite Durch das kühle, grüne Feld. Wortlos und mit sachtem Schritte, Deingedenkend, wie du mein, Ohne Wunsch und ohne Bitte, Will ich ganz dein eigen sein. Wellen ziehn mit leisen Tönen, Vöglein ziehn mit leisem Flug, Und durch unser Herz zieht Sehnen, Haben wir nicht Glück genug? Jugendglück im reifern Innern, Liedertrost, der selig labt, Und im Alter dies Erinnern, Wie wir einst uns lieb gehabt?

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Ja, schau mich an! Ja, schau mich an mit deinen Blicken Voll tiefer, seelensüßer Glut Und trink' mir aus mit Spiel und Nicken – Mein ganzes Herz, mein letztes Blut! Ich kann dir nimmer widerstreben; Nimm mich dahin – ich bin ja dein! Nähr' deine Glut mit meinem Leben – Und in der Glut vergeht mein Sein!

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Die Liebe ist unser Golgatha. Sie bringt uns Todeswunden und Erlösung.

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Salbst du dein Seelenaug' mit Liebe, dann siehst du.

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850. Die Wissenschaft vom Buchstaben

Nichts macht so reich wie reine Liebe, nichts ärmer als eine solche, die nur Glut, aber nicht Wärme zu bieten vermag.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Wer Lieb' entbehrt, dem ward nur Schlaf gegeben; Wer Liebe sucht, der kennt die Liebe nicht.

Schulze, E., Episteln. Aus: An Cäcilie (II)

Die Liebe kennt kein Zagen; fremd ist ihr banger Muth; Sie geht durch Feuerflammen und trotzet ihrer Glut.

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Es hingen, wie duftende Hände von Frauen, Blaß die Akazienblüten im Blauen; Sie streuten uns süße Betäubung aus, Die Füße fanden nicht mehr nach Haus. Wir suchten im Gras nach tiefgrünen Ecken, Wollten berauscht das Auge verstecken; Kein Versteck war uns dunkel genug, Weil's Auge Feuer ins Dunkel trug. Es hingen an Gittern die Rosen wie Tropfen, Wie Herzen, die schmachtend an Gitter klopfen; Vor Rosen fanden wir kaum das Haus, Rosen brannten das Auge aus. Und wär' ich erblindet, wär' dies geschehen, Ich müßte immer und ewig dich sehen, Denn keine Blindheit macht dunkel genug, Weil ich im Auge wie Feuer dich trug.

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Der Mann hat ein sicheres Maß für die Größe seiner Liebe zu einer Frau: in dem Grade seiner Dankbarkeit für die gewährte Gunst.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Aus einer tiefen Liebe, die beseligt und quält zugleich, entfaltet sich oft das reinste Glück einer unzertrennlichen Herzens- und Geisteseinheit. Sie ist der himmlische Lohn für schmerzliches Verzichten. Aber nur starke Herzen können ihn erringen.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Liebe Du hast deinen brünstigen Leib mir geschenkt, Mit rasender Wollust das Hirn mir durchtränkt – Ich aber ich dürste nach Liebe. Der Wollust berauschender Opiumwein, Er lullt ja die brennende Sehnsucht nur ein, Die brennende Sehnsucht nach Liebe. Im Wahnwitzgejauchz' dionysicher Gier Aufzittert noch immer, noch immer in mir – Die schreiende Sehnsucht nach Liebe.

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Die erste Liebe tötet nicht – Man stirbt nur an der letzten.

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Das ist die fromme Andacht der Liebe, die ihrem Heiligsten jeden Gedanken, jeden unbewachten Augenblick das Selbstgespräch der Seele widmet!

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Mir ist es gleich Ich weiß, daß deine Liebe Verkäuflich ist; Ich weiß, daß dir der Reichste Der Liebste ist; Ich weiß, daß diese schäumenden Ekstasen Erheuchelt sind, Daß sie nur künstlich deinen Leib durchrasen, Mein bleiches Kind; Ich weiß, daß dieses traumverlorne Flüstern, Daß dieser liebesirre, heiße Blick Ein wohlgeübtes und ein oft erprobtes Komödienstück; Und dennoch fühl' ich mich an deinem Busen Beglückt und reich; Ob Wahrheit oder Lüge diese Liebe, Mir ist es gleich!

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