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26202 Sprüche gefunden

Was zu der Liebe Preis ich je ersann, verstummte, als die Liebe selbst begann.

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Man muß sich lieben machen, denn die Menschen sind nur gegen Die, welche sie lieben, gerecht.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Ist nicht die Dämmerung die Zeit der Märchen; ist nicht die Zeit der jungen Liebe die Zeit des Traumes?

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Der großen Liebe des Herzens ist das Begehren nicht mehr das Wichtigste.

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Alles in dir Du lehrest mich die Lieder singen, Du hauchest den Gesang mir ein, Du leihst der Seele höhre Schwingen; Wer giebt mir Lieder? du allein. In dir empfind' ich nur das Leben, Du rufst die Seele aus dem Nichts, Du giebst mir Glauben, giebst mir Streben, Trägst mich hinauf in's Reich des Lichts. O sage mir, mein hoher Meister, Was ich dir opfernd weihen mag! Im unermessnen Reich der Geister Zieht dir, nur dir mein Wesen nach. Befiehl, ich gehe in's Verderben, In Nacht und Graus und Tod hinein; Dir will ich tausend Tode sterben, Du giebst mir tausendfaches Sein.

Branco (i. e. Dilia), Lieder, 1848

Wen der Strahl der ersten reinen Liebe berührt hat, der ist gezeichnet mit einem göttlichen Scheine vor den Menschen.

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Dir! Gleichwie Kinderhände Alle Blumen nur pflücken, Um der Mutter am Ende Sie ans Herz zu drücken – So empfang und pflück ich Alle Freuden im Leben, Nur um dankbar und glücklich Dir sie wieder zu geben, Und die bunten Stunden All meiner Lust Leg ich, zum Strauß gebunden, Dir an die Brust.

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

O stille dies Verlangen! O stille dies Verlangen, Stille die süße Pein! Zu seligem Umfangen Laß den Geliebten ein! Schon liegt die Welt im Traume, Blühet die duft'ge Nacht; Der Mond im blauen Raume Hält für die Liebe Wacht. Wo zwei sich treu umfangen, Da gibt er den holdesten Schein. O stille dies Verlangen, Laß den Geliebten ein! Du bist das süße Feuer, Das mir am Herzen zehrt; Lüfte, lüfte den Schleier, Der nun so lang mir wehrt! Laß mich vom rosigen Munde Küssen die Seele dir, Aus meines Busens Grunde Nimm meine Seele dafür – O stille dies Verlangen, Stille die süße Pein, Zu seligem Umfangen Laß den Geliebten ein! Die goldnen Sterne grüßen So klar vom Himmelszelt, Es geht ein Wehn und Küssen Heimlich durch alle Welt, Die Blumen selber neigen Sehnsüchtig einander sich zu, Die Nachtigall singt in den Zweigen – Träume, liebe auch du! O stille dies Verlangen, Laß den Geliebten ein! Von Lieb' und Traum umfangen Wollen wir selig sein.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lübeck und Bonn

Unermeßlich O Sterne, goldene Sterne! Wohl scheint ihr so wunderlicht; Doch wie die Äugelein scheinen Von der Herzigen, von der Meinen, Wenn sie sagt: – Ich hab' dich so gerne! – So scheinet ihr nicht. O Sonne, goldene Sonne! Wohl hast du ein scharf Gesicht; Du miß'st mit einem Strahle So viel tausend Gebirge und Tale. Doch die Wonne, o meine Wonne – Die miß'st du nicht.

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Der eine hört zu lieben auf, indem er auf eine Herrschaft verzichtet, die ihn nicht mehr interessiert, der andere, indem er ein Joch abwirft, das ihm kein süßes Joch mehr ist.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Ein Gruß Bei Dir sah ich die Rosen blühen, Ich folgte Dir durch Wald und Au, Wir schauten still den Tag verglühen, Es kühlte uns des Abends Tau. Wie weich die Luft, wie zaubrisch helle! Dein Auge feucht, Dein Blick so mild Und auf des Stromes flücht'ger Welle Wiegt schaukelnd sich des Mondes Bild. Wie hab' ich ganz und voll genossen Des Sommers und der Liebe Lust! Die süßen Bilder sind zerflossen, Doch blieb die Freude in der Brust. Da ist kein Bangen und Verzagen, Kein Seufzen nach verlornem Glück; Ein jeder von den schönen Tagen Ließ Reiz und Duft in mir zurück. Sind längst entblättert auch die Rosen, Sie bluehen stets im Herzen mir; Die Welle rauscht, die Lüfte kosen Und alles träumt und spricht von Dir. Da hat der Tag nicht eine Stunde, In der ich treu nicht Dein gedacht Und macht der Mond die stille Runde, Sag' ich Dir leise: Gute Nacht! Nicht um Vergangnes laß mich klagen, Nein, hoffend mich der Zukunft weih'n; Du schiedest mit des Sommers Tagen – Mir bleibt der Trost: Auch Du denkst mein! Zwei Herzen, die sich ganz verstehen, Ob eines von dem andern schied; Ich weiß, ich muß Dich wiedersehen – Bis dahin grüße Dich mein Lied!

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Die Liebe ist die Köchin des Lebens; sie macht es erst schmackhaft, aber sie versalzt es auch oft.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wie groß, wie sicher fühlt man sich in der Welt, wenn man liebt, und wie hilflos müßten wir sein, wenn wir uns vorstellen könnten, niemanden mehr zu lieben.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Ist das gegenseitige Erkennen in der Liebe nicht oft auch der Verlust der Liebe?

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Wir lieben im Alter ganz noch so feurig wie in der Jugend, nur daß sich in letzterer unsere Liebe von selbst verrät, im Alter sie gesucht, entdeckt, ermutigt sein will.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ach hätte die Rose Flügel Ach hätte die Rose Flügel, sie flöge hinüber zu dir, und brächte dir tausend Grüße, und du wüßtest sie kämen von mir. O könnte die Rose singen, ich sendete sie an dich und sie sänge dir dieses Liedchen, und du dächtest dabei an mich. Sie kann nicht fliegen, nicht singen! Ich bin die Sehnsucht so müd, drum fliege ich selber und bringe dir Gruß und Rose und Lied.

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Aus einem Briefsteller: "Einen schönen Liebesbrief abzufassen, ist nicht leicht; jedenfalls gehört dazu mehr Sprachgewandtheit – als Liebe."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Geistliche Vereinigung nenne ich jenes unaufhörliche Gedenken, das untrennbar im Herzen innen jubelt durch die Glut der Liebe.

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Ach! Was ist die Liebe Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Sorgenlos, wie Kinder, Führt sie uns durchs Leben. Unser ganzes Leben flieht Mit ihr geschwinder, Als uns ohne Liebe Sonst ein Tag verging! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Mut gibt sie zur Arbeit, Hilft sie uns verrichten, Eine Blumenkette Werden unsre Pflichten, Und am Thron der Liebe Hängt der Kette Ring. Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Unsre Seele hebet Sich auf ihrem Flügel, Unsre Seele schwebet, Treu von ihr belebet, Über Tal und Hügel, Gleich dem Schmetterling. Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding!

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Lied des Mädchens Laß schlafen mich und träumen, Was hab' ich zu versäumen In dieser Einsamkeit! Der Reif bedeckt den Garten, Mein Dasein ist ein Warten Auf Liebe nur und Lenzeszeit. Es kommt im Frühlingsglanze Für jede kleine Pflanze Einmal der Blütentag. So wird der Tag auch kommen, Da diesem Frost entnommen Mein Herz in Wonnen blühen mag. Doch bis mir das gegeben, Deucht mir nur halb mein Leben Und kalt wie Winters Wehn; Trüb schauert's in den Bäumen - O laß mich schlafen, träumen, Bis Liebe mich heißt auferstehn!

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Lieder

Junge Menschen, die Anfänger in allem sind, können die Liebe noch nicht: sie müssen sie lernen.

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