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26202 Sprüche gefunden
Man nehme der Liebe die Eigenliebe – es bleibt wenig übrig. Von Eitelkeit gereinigt, gleicht sie dem schwachen Rekonvaleszenten, der sich mühsam fortschleppt.
Es ist so gut und leicht gesagt, Ich liebe, liebe dich, Man hat so schnell sich eingeliebt, So ganz herzinniglich. Man fällt sich um den Hals und küßt, Bis man vor Liebe trunken ist; Und kann sein Glück nicht fassen, Und will sein Glück nicht lassen. Und wenn man einmal Abschied nimmt, Ist man zum Tod betrübt; Da fühlt man erst, da weiß man erst, Wie sehr man sich geliebt. Man küßt sich fort und bleibt allein, Man weint sich aus und schickt sich drein, Und träumet unterdessen, Und kann sich nicht vergessen. Und süß ist auch, wenn aus der Fern Die Grüße kommen, gehn – Was aber drum am schönsten bleibt, Das ist das Wiedersehn. Da wird man stumm vor Schreck und Freud, Und möcht in alle Ewigkeit Sich aneinander weiden, Und nun und nimmer scheiden.
Ich versteckte meine Liebe Auf ein Blättchen dieses Buches, Daß des flüchtigen Besuches Dauerndes Gedenken bliebe. Tage gehen, Monde gehen, Jahre gar, Du wirst indessen Ganz des kleines Buchs vergessen, Kaum mit einem Blick es sehen. Aber einst in stillen Tagen Locken Dich die Goldschnittrände, Nimmst es wieder in die Hände, Seine Blätter umzuschlagen. Und dann wirst Du lächelnd lesen Das bekannte, neu entdeckte, Laut gesungne, fein versteckte Lied, wie gut ich Dir gewesen.
Mehr als Liebster Liebster! nein, so sollst du künftig Nimmermehr geheißen sein; Nicht so schlicht wie mein Empfinden Ist das Wort und nicht so rein. Lieber – dieses sei dein Name! Im gesamten Weltrevier Bist ja du das einzig Liebe, Du das einzig Süße mir!
Ach! wozu sind wir geboren, wenn selbst die Liebe nichts vermag?
Besinnt Ihr Euch nicht mehr darauf, daß die Liebe, wie die Heilkunde, nichts anderes ist als die Kunst, der Natur nachzuhelfen?
An … Wie süß du meiner Seele bist, Ich weiß es nicht zu sagen! Was still in meinem Innern sprießt, Will nicht an's Licht sich wagen. Vom Lenze, der in meiner Brust Geweckt ein neues Leben, Vermag ich, wollend und bewußt, Den Schleier nicht zu heben. Es sei! Wozu versucht ich auch Ihn absichtsvoll zu lüften? Du merkst den warmen Frühlingshauch An seinen linden Düften. In meinen feuchten Augen siehst Du Licht des Morgens tagen – Wie süß du meiner Seele bist Brauch' ich dir nicht zu sagen!
… denn ohne Unsinn keine Zärtlichkeit, und das ist, glaube ich, der Grund dafür, daß die Frauen uns in den Liebesbriefen so überlegen sind.
Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Liebesnotsprüche I Wo im wirren Weltgebrause zwei versprengte Funken sprühn, die aus reiner Lust sich mühn, klar einander zu durchglühn: Liebe, da bist Du zuhause. II Der Drache Leidenschaft speit Lust um sich wie Feuer, stählt dich nicht Liebeskraft, frißt dich das Ungeheuer.
Große Liebe ist untrennbar von tiefem Verstande; die Weite des Verstandes entspricht der Tiefe des Herzens.
Nur die Vermehrung der Liebe unter den Menschen kann die bestehende gesellschaftliche Einrichtung verändern.
Und ich frug jene Kraft in mir: wer bist du? Und sie antwortete: ich bin die Liebe, die Himmelsbeherrscherin, und will als Liebe die Herrscherin auf Erden sein. Ich bin die mächtigste von allen Himmelskräften und bin gekommen, um das Reich der Zukunft zu gründen.
Ein vernünftiger Mensch liebt nicht deshalb, weil dies für ihn vorteilhaft ist, sondern deshalb, weil ihn die Liebe selbst glücklich macht.
Verzweiflung Wenn ich sonst im alten Buch gelesen, Daß die Liebe Menschen hingerafft, Sprach ich wohl, ein Märchen ist's gewesen, Liebe hat ja nicht zum Tödten Kraft. Anders, anders lehrte sie's mich kennen; Qualen fand ich, ihre Freuden nicht. Hör' ich heut der Liebe Freuden nennen, Denk' ich, ach, daß man in Märchen spricht.
Wie soll ich dich denn nennen Wie soll ich dich denn nennen, Da allem Namen ward? Das sel'ge Wort zu kennen, Blieb mir noch aufgespart. Ich denk' an Himmel und Sterne, An Meer und Blumen der Flur – Das sel'ge Wort bleibt ferne, Wie nenne, nenn' ich dich nur? Ei Himmel, Sonnen und Sterne, Und Flur und Perlen gesellt! – Du bist mir mehr als alles, Du bist mir eine Welt!
Die Liebe wird dieser müden, alten Welt, in der wir als Heiden und Feinde untereinander leben, ein neues Aussehen verleihen; sie wird die Herzen derart erwärmen, daß wir es sehen werden, wie leicht und rasch die eitle Diplomatie der Staatsmänner, Armee und Flotte und die Festungslinien von einem wehrlosen Kinde überwunden werden.
Auf der Höhe eines Liebesverhältnisses bleibt kein Interesse für die Umwelt übrig.
Mir ist, als müßt' ich dir was sagen, Als wollte dir mein Herz was klagen; Mein tiefster Sinn beweget sich, Mit vielen Tränen lieb' ich dich. Mir ist, als müßt ich zu dir wallen, Als Pilgrim dir zu Füßen fallen, Von mancher Regung heilen mich Und, ach! nur seh'n und lieben dich. Mein Herz den Banden will enteilen, Mein Auge möcht' an deinem weilen, Und Herz und Aug' ergießen sich – Mit vielen Tränen lieb' ich dich.