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26202 Sprüche gefunden

Man kann nicht wählen, wann man lieben wird.

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Nun wißt Ihr ja zur Genüge, daß eine Frau, die einwilligt, über Liebe zu reden, bald so weit ist, zu lieben oder sich mindestens so aufzuführen, als liebe sie.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Veschloss'ne Glut ist's, die am tiefsten wühlt.

Shakespeare, Zwei Herren aus Verona (The Two Gentlemen of Verona), Erstdruck 1623

Letzte Wonne Du kennst die letzte Wonne nicht, O Weib, und wirst sie nie ergründen: In deinen Augen glüht ein Licht, Das will nicht wärmen, will nur zünden! Wohl ist es süß, wenn ohne Laut, Wenn glutverzehrt von Qual und Hoffen, Ein Menschenaug' in deines schaut, Vom Blitzstrahl deines Blicks getroffen; Doch weißt du nicht, wie süß das ist: In jener Liebe sich ergeben, Die liebend ihrer selbst vergißt Und wähnt, ein Wunder zu erleben ! Die selig sich gestehen kann: Ich schmied' aus Schönheit keine Waffen; Es war kein Sieg, den ich gewann, Es war nur Glück, das ich geschaffen!

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Die Liebe ist die Medizin unseres Stolzes und unserer Selbstgefälligkeit. Arzt unserer vielen Unvollkommenheiten.

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Meine Seel' in Schmerz befangen Muß im Zwist noch untergehn, Wenn sich so entgegenstehn Schamerröthen auf den Wangen Und im Herzen das Verlangen. Liebe treibt mich, daß ich's sage, Scham hält mich zurück am Kleide; Liebe treibt mich, daß ich wage, Scham will, daß ich schweig' und leide; So daß, wenn dies enge Bangen Keck nicht endet ein Entschluß, Rettungslos mich töten muß. Schamerröthen auf den Wangen Und im Herzen das Verlangen.

Geibel/Heyse, Spanisches Liederbuch, 1852. Originaltext

Verrieth mein blasses Angesicht Dir nicht mein Liebeswehe? Und willst du, daß der stolze Mund Das Bettelwort gestehe? O, dieser Mund ist viel zu stolz Und kann nur küssen und scherzen; Er spräche vielleicht ein höhnisches Wort, Während ich sterbe vor Schmerzen.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Der Liebsten Vater gab mir seinen Segen, Er sprach: Wenn du dich nun statt meiner plagen Willst mit dem Trotzkopf, hab' ich nichts dagegen.

Rückert, Gedichte. Italienische Gedichte. Ritornelle

Heimweh Jetzt ist es Nacht Das ist die Zeit der Liebe… Gib deinen weichen Arm, daß ich darin mich bette im leisen Schimmer, den der Mond verstreut. Gib deinen Mund mir, daß ich müd mich küsse. Gib mir dein Schmeichelwort, dass alles schwere Rauschen des fernen Tages drin sich niederlege. Gib deine Seele mir, daß meine im weichen Schoß aufschluchzen kann Denn es ist Nacht. Das ist die Zeit der Liebe.

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Der Widerstand verschafft der Liebe immer kräftigere Waffen.

Sand, Die Gräfin von Rudolstadt (La Comtesse de Rudolstadt), 1843

Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.

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Dieses also mußt du bedenken, o Knabe, und die Freundschaft des Liebhabers kennenlernen, daß sie nicht wohlwollender Natur ist, sondern daß nur nach Art der Speise um der Sättigung willen, gleichwie Wölfe das Lamm, so lieben den Knaben Verliebte.

Platon, Phaidros, entstanden um 360 v. Chr. 241c+d. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher (1817)

Die Erinnerung an eine alte Liebe erwacht gar schnell, wenn man sich in der Nähe des Wesens befindet, das sie einst in uns entzündete, die Begierden werden unwiderstehlich, wenn die Illusion nicht durch die Abwesenheit aller Reize gestört wird.

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Kein Menschenleben ist so arm, daß die Liebe mit ihrem himmlischen Strahl es nicht einmal erleuchtet hätte.

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Du bist … Du bist für meine arme Seele Wie treuer Stab dem Sinkenden, Wie Wein dem gierig Trinkenden, Wie Himmelstrost in Falsch und Fehle. So lebt mein Herz, das ängstlich-zage, Beglückt im Schatten deiner Mächte Das halbe Leben meiner Tage, Das ganze Leben meiner Nächte.

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Das ist das Hauptvergnügen, Das der Herr seit Adam trieb: Nur die Zwei, die sich nicht kriegen, Haben sich ihr Lebtag lieb.

de Nora, Gedichte. Aus: Lebenslauf

Ein Will in zweien Herzen Verursacht lieblichs Scherzen.

Pseudo-Abraham a Sancta Clara, Mercurialis oder Wintergrün, 1733

Man muß mehr Kunst anwenden, wenn man sich geliebt machen will; man muß geschickt die Mittel herausfinden, die zünden, mit Liebe allein macht man noch keine Liebe.

Alcoforade, Portugiesiche Briefe, 1669

Der Mensch unserer Liebe, gleichviel in wie gesteigertem Zustand geistiger und seelischer Ergriffenheit beider, bleibt ein Priester im Meßgewand, der nur notdürftig zu ahnen vermag, was er zelebriert.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Welche Mission hat die Frau? Zum ersten, zu lieben, zweitens, einen Einzigen zu lieben, und drittens, immer zu lieben.

Michelet, Die Liebe (L'Amour), 1859

Wenn man wirklich liebt, tut man nichts Böses.

France, Die rote Lilie (Le lys rouge), 1894