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26202 Sprüche gefunden

Es ist mit der Liebe wie mit dem Leben: immer muss man auf das Ende gefasst sein.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

In der Liebe will ich Weib sein, nichts als schwaches, hingebungsvolles, schwärmendes Weib.

Zapp, Junggesellinnen, 1921

Ich gab dir, was niemand sonst hören konnte, was niemals zuvor gegeben wurde; den Schlag meines Herzens gab ich…

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Mußt du mich lieben, Wirst du mich lieben, Ward schwarz auch mein weißes Angesicht – Zur Schönheit wurde gar mancher getrieben Und kannte die wahre Liebe nicht. Mußt du mich küssen, Wirst du mich küssen, Wenn bleich auch die Lippen, mit langem Kuß – Es mag die roten wohl keiner missen, Die bleichen küßt nur der Liebe Muß. Bist du mein eigen, Bleibst du mein eigen, Was mir das Leben auch bringen mag – Soll deiner Liebe Sonne sich zeigen, Muß sie sich zeigen am dunklen Tag.

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Liebe auch läßt sich den Wellen vergleichen, Sehnsucht wälzt ihre Wogen zum Ziele, flüchtendes Nahen, nahendes Weichen, heiligster Ernst und doch schönstes der Spiele. Dieses Erkämpfen mit Raunen und Rosen schon mit der Venus den Wellen entstiegs, süß vom verstohlenen Augenkosen bis zu dem Kusse, dem Siegel des Siegs. Ich will dirs erzählen: Der Kuß ist ein Lied, ein wortloses Lied; ein Kuß – der geschieht! Es löst das Solo zweier Seelen in vollen Mollakkorden sich: Küsse mich ........ Küsse mich - wie das süß - Küsse mich, Kind, auf den Mund ... Ja so ein Kuß verrät das und dies ... Küsse die Lippen mir wund ... Küsse mich lange, minutenlang, küsse die Wangen mir rot. Jetzt bin ich doch schon vor Liebe krank – küß mich zu Tod ... Liebe – leuchtende Liebe spannte weit ihren Flug an des Weltalls Rand, – Jeder durchwandert sein eigener Dante Himmel und Hölle an ihrer Hand. Jeder der weiß wie sie himmlisch oft nahte, hell in den Augen ein süßes Gebot, denkt auch das schreckliche ›Lasciate‹, das sie am Tore der Hölle gedroht. – Nicht eine Hölle voll Schwefelgeschwele harrt meines Todes mit Schrecken und Pein – Eine Hölle wärs meiner fiebernden Seele, jemals von dir vergessen zu sein ...

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Aus: Das Liebes-Poetische Manuskript No. 3. Kuß-Gedichte

Mit den heiligsten Empfindungen spielen wir am meisten Komödie.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren, Daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust, Ein Engel Deine Feder führen, Ein Zauber drinnen leben unbewußt! Damit, wenn ich das Siegel löse, Das Glück sich ungetrübt daraus ergießt, Und keine Wolke, keine böse, Mein Geist von Deinem Geiste liest.

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Zweier Seelen Lied Lieber Morgenstern, lieber Abendstern, ihr scheint zwei und seid eins. Ob der Tag beginnt, ob die Nacht beginnt, findet euer Schein in uns Zweien die Liebe wach. Lieber Abendstern, lieber Morgenstern, hilf uns Tag für Tag eins sein, bis die letzte Nacht uns eint.

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Das ist Liebe: sich hingebend des andern Seele lösen, ihn übertreffen an Ehrfurcht vor seinem Selbst, an Verstehen und Befreien.

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Das mächtigste Zauberwort für Mann wie Weib heißt Liebe.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Du weißt es nicht Du weißt es nicht, wie wohl es tut, Wenn Deine feste, kühle Hand, Die mir so manche Qual gebannt, In meiner ruht. Dann ist's, als ob versiegen wollt' Der Glutstrom, der mein Herz durchrollt, Dann naht so selig kühl, Starkflutend, ein Gefühl, Als könnt' auch ich auf Erden Noch einmal friedlich werden, Als könnt' ich überwinden Und jene Stätte finden, Auf der mir sternenweit Die Lust und auch das Leid.

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Liebe heißt, schon da zu sein, bevor dir der andere sagt: komm.

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Sie an ihn »Es ist vielleicht das letzte Mal, daß deine Hand in meiner ruht... So nah dein Blut an meinem Blut... O wüßtest du von meiner Qual. Du aber lächelst hell und gut mit deiner Augen stillem Strahl... Du Wanderer weißt nicht, wie es tut: Es ist vielleicht das letzte Mal!«

Morgenstern, C., Gedichte

Hast du was Liebes dir erkoren, Dann suchen Bess'res nur die Toren.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Die wahre Liebe ist keiner Untreue fähig.

Arnim, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, 1835

Leere Mein Herz ist leer, ich liebe dich nicht mehr. Erfülle mich! Ich rufe bitterlich nach dir. Im Traume zeig dich mir und neig dich zu mir her! Erfülle mich mit dir auf ewiglich! Ich trag's nicht mehr, – ich liebe dich zu sehr.

Morgenstern, C., Gedichte

Man sieht wunderliche Dinge, wenn das Blut in Wallung ist.

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Die großen Lieben tragen keine Brautkleider.

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Amor Du Beherrscher unsrer Sinne, o du kleiner Liebesgott, wer wird deiner Macht nicht inne? Und wen bringst du nicht in Not mit dem Pfeil, damit du oft uns verletzest unverhofft? Unter diesen aber allen muß am meisten sonderlich Venus dir zu Füßen fallen, die doch hat geboren dich, die dich hat ans Licht gebracht, hast du selbst verliebt gemacht.

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Ich trank die Liebe, Becher über Becher: Der Trank versiegte nie, noch ward ich satt.

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Das Opfer, das die Liebe bringt, Es ist das teuerste von allen; Doch wer sein Eigenstes bezwingt, Dem ist das schönste Los gefallen.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlass. Zahme Xenien, Kap. 8, Axiom