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26202 Sprüche gefunden

Ein Traum Ich sah dich vor der Himmelstür Im Traume einsam stehen. "Willst du denn mit den andern hier Nicht in den Himmel gehen?" "Der Herr schaut alle Herzen an", Tönt dirs vom Mund, dem blassen. "Und ich hab, du geliebter Mann, Mein Herz bei dir gelassen!"

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Wenn du schon nicht weißt, wie man liebt, lerne wenigstens, nicht zu verletzen.

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Besser wen nächtlich weckt Liebe mit Schmerz, Als wer zum Lager trägt lieblos das Herz.

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Immer laufen wirdenMenschen nach, die wir lieben. Es wäre gut, ab und an anzuhalten, um zu sehen, wer denn hinterunsläuft.

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Liebe ohne Seele … ist ein Zeitvertreib, der früher oder später in Überdruß endet … aber die Seele im Blute der Liebe bindet über das Grab hinaus.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Willst du die falsche Lieb von wahrer unterscheiden, So schau, sie sucht sich selbst und fället ab in Leiden.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Es gibt eine Macht, die sogar der Migräne überlegen ist: 1. die klassische Nervosität 2. die romantische Nervosität

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

In jeder Art von Liebe sollte auch immer ein wenig Trennung und Absonderung sein.

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Wenn alle Menschen sich bei der Hand fassen, ist Gott fertig.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1846

Ja, ewiger Rausch der Liebe und Nüchternheit des Verstandes. Ihr stört einander nicht, die eine jauchzt Musik, die andre liest den Text…

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Die Liebe an den Tod: "Warum lieben mich alle Menschen und dich hassen sie?" Tod: "Du bist eine Lüge und ich bin die Wahrheit."

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Wonniglich ist's, die Geliebte verlangend im Arme zu halten, Wenn ihr klopfendes Herz Liebe zuerst dir gesteht. Wonniglicher das Pochen des Neulebendigen fühlen, Das in dem lieblichen Schoß immer sich nährend bewegt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigramme. Venedig 1790

Es sucht jeder in der Liebe nur sich, und es ist das höchste Glück sich in ihr finden [...].

Arnim, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, 1835. Dritter Teil

Die Liebe ist nichts andres als das Selbstgefühl der Gattung innerhalb des Geschlechtsunterschieds.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 17. Kapitel: Der Unterschied des Christentums vom Heidentum

Es gibt ein untrügliches Maß an Zuneigung: die Zeit, die man ihr widmet.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Wär ich ein Röslein tauig frisch… Wär ich ein Röslein tauig frisch. Ein Kind von sechzehn Jahren, Hätt eine knospenjunge Brust Noch nie von Leid erfahren! Wüßt noch mein heitres Leben nichts Von Erdenlist und Lüge, Daß mit dem ersten Perlenschaum Ich dirs entgegen trüge! Und doch – es wär so reich und voll, So tief nicht meine Liebe, Wenn ihren lichten Farbenschmelz Kein dunkler Grund umschriebe.

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Unergründlich Ich küßte sie auf die Stirne kaum Und war erschrocken fast, Wie sie, ein Kind, so fiebernd heiß Und zitternd mich umfaßt; Wie liebeschauernd mir am Hals Ihr schluchzender Atem quoll, Wie gleich einem Retter ihr Herz mir schlug, Sprachloser Entzückung voll. Da ahnt ich an dir, du kleines Herz, Das solche Flammen kennt Die ganze ungelöschte Glut, Die heimlich auf Erden brennt.

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Und wenn aus all den wilden Orgasmen der Liebe sich langsam ein Edelstein formt, in den alten, noch einmal geschmolzenen Felsen zweier Menschenherzen, zweier alter Felsen, den Herzen eines Mannes und einer Frau, das ist der Kristall des Friedens, das langsam hart gewordene Juwel des Vertrauens, der Saphir der Treue. Der Edelstein gemeinsamen Friedens, entsprungen dem Chaos der Liebe.

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Wenn ich manchmal in meinem Sinn ein Begegnen dem andern vergleiche: du bist immer die reichende Reiche wenn ich der dürftige Bettler bin. Wenn du mir leise entgegenlebst und, kaum lächelnd, mit einem Male deine Hand aus Gewändern hebst, deine schöne, schimmernde, schmale …: inmeinerHände hingehaltene Schale legst du sie leichtgelenk, wie ein Geschenk.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Aus dem Nachlass. Dir zur Feier, 1897/98

Es ist vielleicht schwieriger,eineFrau immer zu lieben, als zwei zugleich.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Laue Sommernacht; am Himmel Stand kein Stern; im weite Walde Suchten wir uns tief im Dunkel, Und wir fanden uns. Fanden uns im weiten Walde In der Nacht, der sternenlosen, Hielten staunend uns im Arme In der dunklen Nacht. War nicht unser ganzes Leben So ein Tappen, so ein Suchen? Da: In seine Finsternisse, Liebe, fiel Dein Licht.

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