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Liebe ist alogisch, und wir kämpfen gegen sie an, aber sie ist stärker als unsere Logik, und das ist ihr Zauber.
Ein Sehnen. Sprödes, knospenscheues Mädchen, Könnt’ ich einmal noch dich küssen Scheu wie einst, da du errötet, Hab’ auch selbst erröten müssen! Die gesenkte braune Wimper Hielt den süssen Groll zusammen, Hielt die zage Glut verborgen, Deines Busens erste Flammen. Könnt’ ich einmal noch beklommen, Reinen Herzens so dich schauen, Da ich reuevoll und bangend Hing an deinen Augenbrauen! Was ich gierig je genossen, Trüben Lebens wilde Lüste, Gäb’ ich hin für jenes Zagen, Da ich scheu zuerst dich küsste.
Dich ahnte meine Seele… Dich ahnte meine Seele lange, Bevor mein Auge dich gesehn, Und selig-süße Schauer bange Fühlt' ich durch all mein Wesen gehn. …Ich sog von unbekannten Blüten Den Duft, der mir entgegenquoll, Und nie erblickte Sterne glühten Zu Häupten mir geheimnisvoll. Doch immer sah ich deinen Schatten Nur trübe wie durch Nebelflor Dein Antlitz schien daraus in matten, Gebrochnen Zügen nur hervor. Und als der Schleier nun gesunken, Der dich vor mir verhüllt – vergib, Wenn lang ich sprachlos und wie trunken, Betäubt von all dem Glücke blieb!
Was die Freundschaft von der Liebe scheidet, ist der Egoismus, ohne welchen die letztere zu leben aufhört.
Kann ich meinem Herzen befehlen? Kann ich im Nu die Erinnerung an fünfzehn Schmerzensjahre auslöschen? Ich liebe nicht mehr.
Liebe kann nicht ohne die Überlegenheit bestehen, auf die der Mensch stolz ist, und man wird so selten geliebt, wenn man geringgeschätzt wird.
Nachtschwärmen Die alte Pappel schauert sich neigend, Als habe das Leben sie müde gemacht. Ich und mein Lieb – hier ruhen wir schweigend – Und vor uns wallt die drückende Nacht. Bis sich zwei schöne Gedanken begegnen, – Dann löst sich der bleierne Wolkenhang. Goldene, sprühende Funken regnen Und füllen die Welt mit lustigem Klang. Ein trüber Nebel ist uns zerronnen. Ich lege meine in deine Hand. Mir ist, als hätt ich dich neu gewonnen. – – Und vor uns schimmert ein goldenes Land.
Das Geschäftige kann eine Gefahr für die Liebe sein: es führt zur Vernachlässigung und fordert eine gewisse Roheit.
Bei den jungen Leuten ist Liebe die schönste Empfinung, sie läßt das Leben in der Seele aufblühen, sie entfaltet durch ihre Sonnenmacht die schönsten Eingebungen und die größten Gedanken; die Erstlinge haben immer einen köstlichen Geschmack. Bei den Männern wird die Liebe zur Leidenschaft, die Kraft führt zum Mißbrauch. Bei den Greisen kehrt sie ins Laster, das Unvermögen führt zum Äußersten.
Brauchte die Liebe nicht, wie die irdischen Pflanzen, vorbereitete Böden, eine besondere Temperatur?
Liebe beinhaltet alles, aber nur für Verliebte. Nach der Hochzeit wollen die Verliebten mehr als nur einen blauen Himmel und den wohlriechenden grünen Teppich der Wiesen.
Die Ehefrau ist nicht so begehrenswert wie die Geliebte, die Geliebte nicht so ersehnt wie die heimliche Geliebte. Die heimliche Geliebte bringt dich zum Wahnsinn wie die Frau, die unnahbar und unerreichbar ist.
Ich hab dich lieb, kannst du es denn ermessen, Verstehn das Wort, so traut und süß? Es schließet in sich eine Welt von Wonne, Es birgt in sich ein ganzes Paradies. Ich hab dich lieb, so tönt es mir entgegen, Wenn morgens ich zu neuem Sein erwacht; Und wenn am Abend tausend Sterne funkeln, Ich hab dich lieb, so klingt die Nacht. Du bist mir fern, ich will darob nicht klagen, Dich hegen in des Herzens heil'gem Schrein. Kling fort, mein Lied! Jauchz auf, beglückte Seele! Ich hab dich lieb, und nie wird's anders sein.
Wahre Liebe ist konsequent; sie liebt selbst den Hass seiner Verirrungen wegen.
Koketterie in der Liebe ist ein Grillenspiel des Herzens mit verschrobenen Sinnen.
Die Liebe ist eine Religion, und ihr Kult ist kostspieliger als der aller andern Religionen; Amor ist immer in Eile, läuft an dir vorbei wie ein Gassenjunge, der es liebt, durch Verwüstungen seinen Weg zu bezeichnen.
Aber für jedes wahrhaft erotisch empfindende Weib liegt gerade ein unendlich feiner Reiz darin, den stärkeren Gegner im Liebeskampf anzureizen, zu versuchen und sich ihm dann in selbstvergessnem Rausch zu schenken.