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26202 Sprüche gefunden

Es gibt nicht immer einen Anfangundein Ende. Einige Dinge müssen unbeendet bleiben. Dies gilt für die wirklichen Freundschaften und für die starken Lieben.

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Das Sinnenfeuer der Liebe ist das ansteckendste.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Pflicht zu verliebten Gesprächen In den lauten Nachtigallen Lockt und schlägt und jauchzt die Liebe; In der Lerche unterm Himmel Lobt und tiriliert die Liebe; In dem Enter auf dem Wasser Schwimmt und schnattert nichts als Liebe; In den Schwalben unterm Dache Zwitschert, baut und spricht die Liebe; In den Spatzen vor dem Fenster Lauscht und ruft und hüpft die Liebe; In dem Täuber, in der Taube Girrt und lockt und lacht die Liebe; In den Tönen meiner Laute Klingt und lobt und scherzt die Liebe; In dem Kind auf meinem Schoße Hüpft und scherzt und singt die Liebe: Alles Wild in freiem Felde, Alle Vögel unterm Himmel, Haben Stimmen zu der Liebe; Alles scherzt und spricht vom Lieben; Soll ich denn davon nicht sprechen?

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Weh! wer auf des Lebens Meer wird umgetrieben Ohne Steuer, ohne Compaß: ohne Lieben!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Eine Königin liebt nicht edler, als eine Bettlerin, und eine Philosophin nicht edler, als eine dumme Bauersfrau.

Lessing, Damon, oder die wahre Freundschaft. Lustspiel, 1747. 2. Auftritt, Lisette

Vergib mir. Ich tat, Was Gott allein zu tun geziemt: Nahm deine Hand für meine Hand, Dein Herz für meines. Mich verwirrte Die schöne Nacht, Der goldne Stern im Strauch Und dann: der namenlose Duft der Linde. Verzeih.

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Darbende Minne verkümmert rasch, wächst selten wieder.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Wird Liebe zur Leidenschaft, so ist ihr bekanntlich nichts so peinlich, als für die lodernde Flamme nicht immer neue Nahrung zu haben.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ein Lieb sich nimmer des andern ersättigt.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Recht auf Minne schmäle niemand sonder triftigen Grund.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Der Geist, der allen Dingen Leben verleiht, ist die Liebe.

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Mein Leben möcht' ich lassen Um ein Lächeln von dir, Und du – ich kann's nicht fassen – Versagst es mir. Ist's Schicksal, ist's dein Wille, Du siehst mich nicht; – Nun wein' ich stille, stille, Bis mir das Herz zerbricht.

Geibel, E., Gedichte. Aus: Wolle keiner mich fragen

Auch hierin, wie in allem, wo Liebe waltet, wird Geben und Nehmen eins.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Wirkliche Natürlichkeit und Vertrautheit gibt es nur in der leidenschaftlichen Liebe; denn bei jeder anderen bleibt die Möglichkeit eines erfolgreicheren Nebenbuhlers bestehen.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Sag' o sag' sind's Hallucinationen? Halt ich dich als Eheweib umspannt? Zieh'n der Arme Muskelcontractionen Dich als Gattin an die Thoraxwand? Ist dies Glück, dies wahrhaft grenzenlose, Frag' ich skeptisch, ist es wirklich mein? Keine Stickstoffoxydul-Narkose Wiegt mein Hirn in süße Träume ein? Könnt' ich dir, o Holde, demonstriren Dieses Maximum von Seligkeit! Willst du darauf hin mich auscultiren, Sieh', schon liegt das Stethoskop bereit. Und die Diagnose wird ergeben, Daß die einst akute Liebe jetzt Chronisch sich in allen Zellgeweben Meines Organismus festgesetzt.

Bormann, Liederhort, 1888

Ich habe geliebt Ich habe getrunken der Sonne Allverzehrende Glut, Ich habe tief im Schatten Des Silbermondes geruht. Auf jagenden Winden gezogen Bin ich über alle Welt, Hab' Sterne am Himmelsbogen Mir zu Gespielen gesellt. Und Elfen und Nixen sangen Mir Lieder so süß und fein, Und alle Wolken schwammen Im rosigen Zauberschein. Da fragten der Mond und die Sonne: Ob's wohl noch Schön'res gibt ? Ich jauchzte entgegen voll Wonne: Ich habe geliebt, geliebt!

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Warum sollte die Liebe an Wert verlieren, wenn man bemerkt, daß sie geteilt ist?

Musset, Die Geschichte einer weißen Amsel und andere Novellen, übersetzt von Else von Hollander 1918

Der Gipfel des Glücks ist es, geliebt zu werden von einer schönen Seele, der Gipfel des Ruhms, bewundert zu werden von einem großen Geist.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36

Die romantischste Liebesgeschichte ist nicht die von Romeo und Julia, die zusammen starben; sondern die der Großeltern, die zusammen alt wurden.

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An * * Da steht man nun in fremder Stadt allein mit dem, was man gefehlt und man getan, und den man liebt, der will nicht bei dir sein und wandelt eigenwillig eigne Bahn. Und einer Liebe wunderreicher Hort bleibt unerschöpft und ewig unerlebt; ich stehe einsam hier, du einsam dort, und sind im Tiefsten doch so ganz verwebt.

Morgenstern, C., Gedichte. Ich und die Welt

Mit der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Menschen verhält es sich wie mit zwei Türen, die sich nur gleichzeitig öffnen und schließen lassen.

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