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26202 Sprüche gefunden
Du bist die Rose meiner Liebe, Die Ros' auf meines Herzens Flur. Es waren andre Blumentriebe Vorahnung meiner Rose nur. Es kam der Flor, daß er zerstiebe, Verschwinden mußte jede Spur, Daß Raum für meine Rose bliebe, Die mir zu bleiben ewig schwur.
Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst stets etwas fehlt.
Dann brachte mir dein Brief den sanften Segen Dann brachte mir dein Brief den sanften Segen, ich wußte, daß es keine Ferne gibt: Aus allem Schönen gehst du mir entgegen, mein Frühlingswind du, du mein Sommerregen, du meine Juninacht mit tausend Wegen, auf denen kein Geweihter schritt vor mir: ich bin in dir!
Zu lieben mag wohl eine Lust sein, aber ein Vergnügen ist es nie: genauso wie das Leben.
Leis und lieb wie einer fernen frohen Sonne goldener Schein über ährenschwerem Feld lacht und leuchtet deiner fernen frohen Liebe holde Wonne still in meine stille Welt. Und die Tage gehn und kommen sommerrosenschön und streuen Blüten dort und Früchte hier, und ich jauchze jedem neuen Morgen zu wie einem treuen köstlichen Geschenk von dir!
Was frag' ich nach Zeit und Stunde Was frag ich nach Zeit und Stunde, Wenn an deiner Brust ich lieg' – Wenn ich küsse von deinem Munde Der Liebe süßseligen Sieg! Wenn ich küsse die weißen Brüste, Den knospenden, schwellenden Leib – Was frag' ich nach Zeit und Stunde, Bei solch holdem Zeitvertreib! … Was frag' ich nach Zeit und Stunde, Rast' ich auf Linnen, schneeweiß, Bei dir und trink' dir vom Munde Der Liebe süßseligen Preis! Da füllt mich ein großes Genügen, Mein wildes Begehren versinkt… Was frag' ich nach Zeit und Stunde, Wenn die Welt wie verschollen mich dünkt! …
Die Liebe ist das Werk der Jugend. Dennoch lohnt es sich, es im Alter noch einmal zu kopieren.
Die Glückliche Der Sommer glüht im Purpur der Granaten, Und auch die kleinsten Blümchen schimmern golden, Und wenn der Abend weht in grünen Saaten, Wird alles sanft der gleiche Schein vergolden; So kann auch Einen Sinn nur fühlend raten, Die Seele in des Freundes Wort, dem holden. Ein Sinn, der, wie die Worte schweben, bliebe: Was ihr klagt oder scherzt, es ist nur Liebe.
Liebe ist ein schlimmes Feuer, Frißt den, so es angeblasen.
Die Liebe Tausend Leiden, tausend Freuden Schweben um die Liebe her. Wer von ihren Jüngern, wer Schmeckte eines nur von beiden? – Wechsel ist der Liebe Los. Heute kämpfet sie mit Sorgen, Und vielleicht am nächsten Morgen Ruht sie in der Freude Schoß.
Ja, ich weiß es, diese treue Liebe Hegt umsonst mein wundes Herz! Wenn mir nur die kleinste Hoffnung bliebe, Reich belohnet wär' mein Schmerz! Aber auch die Hoffnung ist vergebens, Kenn' ich doch ihr grausam Spiel! Trotz der Treue meines Strebens Fliehet ewig mich das Ziel! Dennoch lieb' ich, dennoch hoff' ich, immer Ohne Liebe, ohne Hoffnung treu; Lassen kann ich diese Liebe nimmer! Mit ihr bricht das Herz entzwei!
Laß dich wieder, und immer wieder mit meinen Worten umarmen. Laß sie um dich legen, wie du um mich hüllst den Mantel, wenn wir an üehlen Herbstabenden über die Felder gehn, wo sich die Nebel silbern schon senken, und der Wind die Gräser bewegt. Ziellos irrte ich auf der großen Erde, bedrängt und verführt von Dunklem und schillernden Sünden. Da gingst du auf meines Schicksals Sonne. Dein Licht milderte alles Harte und Schwere, verinnigte jede Lebensstunde, alle Wesen und Dinge, Schmerzen und Seligkeit. Denn du einst die Zartheit der Freundin mit des Jünglings beschützender Kraft. Lächelnde Blume bist du und weisende Fackel. – Und dein Mund sagt, daß auch ich Schwache dir schön bin.
Zwei reißende Ströme, die fluten und fließen, um sich gemeinsam ins Meer zu ergießen – Zwei himmelaufsprühende, lodernde Flammen, im heiligen Feuer schlagend zusammen – Zwei Wetterwolken, die sich begegnen, Im Frühlingsgewitter die Welt zu segnen – Dein Herz und mein Herz, die jubelnd sich finden Im Muß? Im Wollen? Wer mag es ergründen!
Es ist alles in der Liebe: Freundschaft, schöner Umgang, Sinnlichkeit und auch Leidenschaft; und es muß alles darin sein, und eins das andere verstärken und lindern, beleben und erhöhen.
Die Schmetterlinge ziehen durch den Garten Wie Blumen, die von ihren Stengeln fliehen, Und Rosen, wie mein Herz erhitzt und schwer, Gaben im Duft die volle Seele her. Sie locken süß an allen heißen Wegen, Die Sonne aber trägt mein Feuer dir entgegen.
Die Blume sehnt sich… Die Blume sehnt sich nach des Lichtes Segen, Es sehnt die glüh'nde Flur sich nach dem Regen; Der Morgen sehnt sich nach der goldnen Sonne, Der Abend sehnt sich nach der Ruhe Wonne, Es sehnt die Nacht sich nach dem Glanz der Sterne, Der Wandrer nach der Heimath in der Ferne, Das Waisenkind nach seiner Mutter Brust, Der arme Kranke nach des Himmels Lust, Die stumme Harfe nach des Lieds Akkorden; So sehn' ich mich nach deinen Liebesworten; Sie sind für mich des Lichtes Himmelssegen, Mein Herz erquickend, wie die Flur der Regen; Sie sind für meiner Liebe Morgen Sonne, Für meine Unruh' süßer Ruhe Wonne, Für meine Nacht der sanfte Glanz der Sterne, Heimath, für meine Sehnsucht in die Ferne, Für mein verwaistes Herz der Mutter Brust, Für meiner Seele Leid des Himmels Lust, Für meines Herzens Saiten Harmonie, Ertöne drum, o Liebesmelodie!