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26202 Sprüche gefunden

Das ganze Vergnügen an der Liebe beruht schließlich auf dem Wechsel.

Molière, Don Juan oder Der Steinerne Gast (Dom Juan ou le Festin de pierre), 1665

Was ihr euch Liebes noch in der Welt sagen und tun könnt, das sagt und tut rasch, morgen ist es vielleicht schon zu spät dazu.

Raabe, Hastenbeck, 1898

Heut' ein Jahr ist's, heut' ein Jahr ist's … Heut' ein Jahr ist's, heut' ein Jahr ist's, Daß du wurdest meine Braut! Heut' ein Jahr ist's, daß dein erster Kuß am Munde mir getaut. O wie war so süß berauschend Dazumal dein Kuß: jedoch – Wer mag's glauben, wer mag's glauben? Heut' ist er viel süßer noch. Wie vom Wind erfaßt den Falter, Sehen wir die Zeit entflieh'n, Sichtbar schwindet hin das Leben, Sichtbar welket es dahin. Mag's verblühn in Gottes Namen! Wahrlich, es betrübt mich kaum; Nicht verloren geht, was nieder Fällt von meinem Lebensbaum: Was da abstirbt mir vom Leben, Rasch als Liebe aufersteht … Denn sie wächst im selben Maße, Als das Leben mir vergeht!

Petöfi, S., Gedichte. Übers. v. Ladislaus von Neugebauer, Max Hesses Verlag, Leipzig 1910. Originaltext der Übersetzung

Verstehen ist wohl eher Lieben als Verzeihen.

Holitscher, A., Essays. Kenntnis fremder Völker, 1904

Junge Minne heißt alte scheiden.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Du kannst geben ohne zu lieben, aber nicht lieben ohne zu geben.

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Das wäre schlimm, wenn alle, welche lieben und lieben werden, daran sterben müßten.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr

Wer liebt, wer die Kraft der Liebe hat, ist auch liebenswürdig, und es wäre grausam, wenn es anders wäre.

Fontane, Schach von Wuthenow. Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes, 1883

Bittre Liebe Lieben ist ein süsses Leiden, Wenns nicht bitter wird durch scheiden. Bittres wil ich dennoch leiden, Daß ich Süsses nicht darff meiden.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

In Lust und Schmerzen In Lust und Schmerzen in Kampf und Ruh', steht eins fest im Herzen, und das bist Du! Das sind deine Augen, das ist dein Mund, das ist deiner Seele tief innerster Grund, das ist deine Liebe, sie winkt mir zu. In Lust und Leiden in Kampf und Ruh'

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Man findet, daß man nicht genug liebt; ja das ist wahr: man liebt nie genug!

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags. Am 1. Dezember 1916, dem Tag seiner Ermordung

Die Liebe macht ähnlich und gleich.

Joseph von der Heiligen Maria, Der Bestirnte und gesternte Himmel. An welchem erglantzen Jesus, die Sonn, Maria, der Mond, die zwölff Apostel, als zwölff lebendige Himmels-Zeichen, die andere Heilige aber die Stell der hell-funcklenden Sternen vertretten, 1707

Es treibt dich fort von Ort zu Ort, Du weißt nicht mal warum; Im Winde klingt ein sanftes Wort, Schaust dich verwundert um. Die Liebe, die dahinten blieb, Sie ruft dich sanft zurück: O komm zurück, ich hab dich lieb, Du bist mein einz'ges Glück! Doch weiter, weiter, sonder Rast, Du darfst nicht stillestehn; Was du so sehr geliebet hast, Sollst du nicht wiedersehn.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. In der Fremde, 1.

Liebende sind eitel.

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835

Zu groß ist die Liebe zur Wissenschaft und zu klein die Wissenschaft der Liebe.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Wer zu sehr der Liebe frönt, verzichtet auf Reichtum wie Weisheit.

Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert). Über die Liebe (Of Love)

An Mauern hin Es geht ein alter Weg entlang An wilden Gärten und einsamen Mauern. Tausendjährige Eiben schauern Im steigenden fallenden Windgesang. Die Falter tanzen, als stürben sie bald, Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter. Ferne schweben Frauengesichter Geisterhaft ins Blau gemalt. Ein Lächeln zittert im Sonnenschein, Indes ich langsam weiterschreite; Unendliche Liebe gibt das Geleite Leise ergrünt das harte Gestein.

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Es ist etwas Schönes um ein Mädchen, das in sanfter, stiller Liebe ist, es ist etwas Heiliges, möchte ich sagen.

Hauff, Mittheilungen aus den Memoiren des Satan, 2 Bde., 1825/26. Zweiter Teil. Der Fluch

Noch suche ich! Nie liebt' ich Weiber, nein! ich such' das Weib, Das Weib der Wahrheit – ohne Wunden, Von schöner Seele wie von schönem Leib, In dem die Sehnsucht soll gesunden. Noch suche ich das Weib der Harmonie. Doch jede Sehnsucht weist in Fernen, in immer weit're… Und ich bog das Knie Drum keiner Einzigen Augensternen. Es gab mir jede Frau nur einen Strahl Der vollersehnten Liebessonne; So ward mir jedes Weib zu neuer Qual, Niemals zu ganzer Wahrheit Wonne. Nur Eine nehm' ich aus: die Mutter mein Und dann die Mutter meiner Kinder. Die Mutter aber ließ mich längst allein. Der Andern Herz gehört nicht minder Den Kindern und viel Liebbedürft'gen mehr. … So geht die tiefste Sehnsucht wandern, Und sucht die Liebe, deren Hand nie leer, Und die ihr Leben läßt dem Einen Andern.

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Wenn du jemanden liebst, laß ihn gehen. Kommt er nicht zurück, nimm dir einen Hund. Der kommt immer zu dir zurück.

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Ich liebte sie, Verschlossen war sie, stille; Und ihrer Schönheit Fülle Versiegte nie. Der Blume gleich, Glaubt ich die Welt verstecket, Wo nie ein Ton erwecket, Ihr Herz wie reich. Du liebe Zeit, Da fängt sie an zu sprechen, Will mir das Herze brechen, Ach, wie sie schreit; Ich fühl mich arm, Nun sie sich reicher fühlet, Wie ist mein Herz erkühlet, Was einst so warm.

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