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26202 Sprüche gefunden
Nicht jeder liebt, der es als unangenehm empfindet, wenn ein Weib seine Werbung zurückweist, Liebe ist etwas ganz anderes.
An die Geliebte Weil mir dein voller Kelch die heißen Lippen kühlte, Weil meine bleiche Stirn in deiner Hand geruht, Weil ich den süßen Hauch von deiner Seele fühlte, Der wie ein Weihrauch ist in dunkler Fluth; Weil mir's gegeben ward, von dir die süßen Laute Zu hören, drin das Herz sich aufschließt bis zum Grund, Weil deine Thräne sanft auf meine Wimper thaute, Weil ich mein Lächeln sah erblühn auf deinem Mund; Weil auf mein Haupt ein Strahl in wundervollem Glanze Von deinem Sterne fiel, der sein Gewölk durchbrach, Weil ich ein Rosenblatt, aus deiner Tage Kranze Entrissen, sinken sah in meines Lebens Bach: So sprech' ich unverzagt zu den entflieh'nden Lenzen: Zieht hin, zieht immer hin! Nicht altert dies Gemüth. Wie Schatten schwindet fort mit eurem welken Kränzen! In mir ist eine Kraft, die unvergänglich blüht. Die Schale, die mich labt, ist stets zum Rand gefüllet, Und nie zertrümmert sie der Flügelschlag der Zeit. Mehr Feuer hat mein Geist, als ihr in Aschen hüllet, Mehr Liebe hat mein Herz, als ihr Vergessenheit. (übersetzt von Emanuel Geibel)
An seine Boten Geht, ihr meine Tränen, geht und erweichet der ihr Herze, die wie eine Klippe steht, unbewegt von meinem Schmerze, die das, was mein Herze bricht, sieht und wills doch sehen nicht! Fliegt, ihr meine Seufzer ihr, nehmet eure Kraft zusammen! Blaset, wie ihr tut bei mir, auf bei ihr die Liebesflammen, dass sie, wenn sie sieht auf mich, lichter lohe brenn' als ich! Meine Boten, so fahrt hin, schafft mir Rat, so viel ihr könnet, und vergnüget meinen Sinn, der sich selbsten kaum besinnet! Bringt nicht ihr mir ihre Gunst, so ist alle Kunst umsunst.
Mit heißem Herzen sehnt sich der Mensch nach Liebe und erreicht nur Qual.
Du kannst dich nicht so anbeten lassen, ohne die geringste Erwiderung dieses Gefühls zu zeigen.
Wie seltne Sprachgewandtheit nicht Besitzt mein Lieb, das junge, Das mit den Augen fert'ger spricht Als andre mit der Zunge. O welch ein reicher Wörterschatz In diesem offnen Briefe! Da ist ein Blick ein ganzer Satz Von unerforschter Tiefe. Sie haben Liebe blind gemalt, Man sollte stumm sie malen; Die Sprache, die dem Aug' entstrahlt, Ersetzt des Schweigens Qualen. Das ist die Sprach', in der allein Die Seligen in Eden, Die Sprach', in der im Frühlingshain Sich Blumen unterreden. Das ist die Sprache, deren Schrift Im lichten Zug der Sterne, Geschrieben von der Liebe Stift, Durchblinkt die ew'ge Ferne. Die Sprache, vom Verstande nicht, Nur vom Gefühl verstanden, Darum in dieser sich bespricht Die Lieb' in allen Landen.
Die wahre Liebe würdigt ihren Gegenstand, aber das ist die wahre Liebe nicht, die nur das Würdige liebt.
Die Liebe ist eine ungeheure Verarbeitungsfähigkeit, die mit allen störenden Einzelzügen am Nebenmenschen fertig wird; eine Kraft des Durchbruchs zum Ganzen des Nebenmenschen, wie sie etwa eine Mutter gegenüber ihrem Kinde hat.
D Liebi S git öppis, s isch finer As s allerfinschti Gwäb, Und doch isch es stercher As isigi Stäb. S isch früscher as s Bluescht, wo am Öpfelbaum stoht, Wie Schnee uf de Bärge, wo nümme vergoht, Bald bitter wie Galle, Bald süesser as Hung, S läbt mängs hundert Johr und blibt allewil jung, S isch höcher as d Stärne Und teufer as s Meer: Was müesst mer au afoh, wenn d Liebi nid wer!
Über den Wassern ein Schaumgeflimmer – nächtens leuchtender Sternenschimmer – hoch die Venus funkelt von fern –, ewiger Morgen- und Abendstern. Hat sie tröstend geweiht den Tag, schützend hämmernder Pulse Schlag, und ist erfüllt ihr Liebeslauf, strahlt neu als Stern der Nächte sie auf. Liebe – sie dämmt das Leben ein, endlos im Kreislauf von Lust und Pein –, Liebe, sie bringt um Sinn und Verstand den, der aus ihrem Licht verbannt! Nächtens leuchtender Sternenschimmer, über den Wassern ein Schaumgeflimmer.
Vielleicht kann überhaupt nur wer liebt, erst geben, lieben ist geben, sich geben, sich ergeben [und dies in jedem erdenklichen Sinne von Ergebung].
Die letzte Liebe ist die wahre.
Denn gänzlich ist der Liebe noch niemand entronnen, und keiner wird ihr je ganz entrinnen, solange es Schönheit gibt und Augen sehen.
Aus ihren Augen lacht die Freude, Auf ihren Lippen blüht die Lust, Und unterm Amazonenkleide Hebt Mut und Stolz und Drang die Brust. Doch unter Locken, welche fliegen Um ihrer Schultern Elfenbein, Verrät ein Seitenblick beim Siegen Den schönen Wunsch, besiegt zu sein.
Was sich liebt und füreinander geboren ist, findet sich leicht zusammen: verwandte Seelen grüßen sich schon aus der Ferne.
In der Liebe nimmt der Geschmack zu, wenn die Leidenschaft abnimmt.