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26202 Sprüche gefunden
An die Jünglinge Trinkt des Weines dunkle Kraft, Die euch durch die Seele fließt Und zu heil'ger Rechenschaft Sie im Innersten erschließt! Blickt hinab nun in den Grund, Dem das Leben still entsteigt, Forscht mit Ernst, ob es gesund Jedem Höchsten sich verzweigt. Geht an einen schaur'gen Ort, Denkt an aller Ehren Strauß, Sprecht dann laut das Schöpfungswort, Sprecht das Wort: es werde! aus. Ja, es werde! spricht auch Gott, Und sein Segen senkt sich still, Denn, den macht er nicht zum Spott, Der sich selbst vollenden will. Betet dann, doch betet nur Zu euch selbst, und ihr beschwört Aus der eigenen Natur Einen Geist, der euch erhört. Leben heißt, tief einsam sein; In die spröde Knospe drängt Sich kein Tropfe Taus hinein, Eh' sie inn're Glut zersprengt. Gott dem Herrn ist's ein Triumph, Wenn ihr nicht vor ihm vergeht, Wenn ihr, statt im Staube dumpf Hinzuknieen, herrlich steht, Wenn ihr stolz, dem Baume gleich, Euch nicht unter Blüten bückt, Wenn die Last des Segens euch Erst hinab zur Erde drückt. Fort den Wein! Wer noch nicht flammt, Ist nicht seines Kusses wert, Und wer selbst vom Feuer stammt, Steht schon lange glutverklärt. Euch geziemt nur Eine Lust, Nur ein Gang durch Sturm und Nacht, Der aus eurer dunklen Brust Einen Sternenhimmel macht.
Ich lebe wieder! Ich fühl' es, weil ich leide [...].
Der Mensch wird in der Fremde geboren, leben heißt die Heimat suchen, und denken heißt leben.
Es gibt Leute, die leben nicht ihr gegenwärtiges Leben sondern sind mit großem Eifer geschäftig, als ob sie noch ein zweites Leben zu leben hätten, nicht aber das gegenwärtige; und unterdessen vergeht die Zeit, die ihnen noch bleibt.
Wir leben im Grunde geistig einsam; durch eine besondere Erziehungsmethode oder zufällig gewählte besondere Lektüre hat jeder von uns eine verschiedene Charakterrichtung empfangen; jeder von uns, geistig verlarvt, denkt, fühlt und strebt anders als die andern, und des Mißverständnisses wird so viel, und selbst in weiten Häusern wird das Zusammenleben so schwer, und wir sind überall beengt, überall fremd und überall in der Fremde.
Ist das Leben lebenswert? Das ist eine Frage für einen Embryo, nicht für einen Erwachsenen.
In Erinn'rung nur zu schweben Wie im Wind ein welkes Blatt Hüte dich! Nur das heißt Leben, Wenn dein Heut ein Morgen hat.
Zuerst wollte ich das Leben erobern, aber es besiegte mich. Dann versuchte ich das Leben zu ergründen, aber ich verlor mich in seiner Unendlichkeit. Schließlich meinte ich, man müßte das Leben sorgfältig einteilen, aber es entzog sich mir. Dann endlich, zögernd und unbeholfen, versuchte ich, das Leben zu lieben. Da umarmte es mich mit überwältigender Freude!
Wege ... ... fordern Bewegung, machen uns Beine, sind ausgetreten oder neu. Sie führen uns zu vertrauten Plätzen oder ins Ungewisse, sie machen Hoffnung, bergen Spannung. Wege verzweigen sich in Auswege, Umwege, Irrwege, gerade oder verschlungene Wege. Am Ziel jedoch solltest Du sagen können: I did it my way
Das Sein ist etwas Unsichtbares, dem es nicht gelingt zu scheinen, das Scheinen etwas Schwaches, dem es nicht gelingt zu sein.
Der Mensch lebt nicht voll, wenn er nur für sich lebt und sein Dasein bewahrt.
Die Kunst gedeiht nur in des Lebens Gunst, Und recht zu leben ist auch eine Kunst, So schwer wie alle Künste im Vereine Im Kampf des Schönen gegen das Gemeine.
Die Ewigkeit erwartet dich, Behuetsamb löb, dich wohl versich!