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Wenn man das Leben in zweiter Auflage haben könnte, käme ich aus dem Korrekturlesen nicht mehr heraus.
Selbst das eigene Leben ist nur ein Schauspiel. Jeder muß seine Rolle gut spielen, gleichgültig, was für eine es ist.
Der Knabe klagt, wenn ihm sein Spielzeug bricht, Der Jüngling klagt, bricht ihm die Lieb' die Treue, Es klagt der Mann, bricht ihm der Freund die Pflicht, Es klagt der Greis, bricht ihm das Herz die Reue. So ist das Menschenleben nur ein Klagen, Bis selbst es bricht und wird zur Ruh' getragen.
Wenn das die Straße ist, die du zu gehen gewählt hast, musst du auf alles gut vorbereitet sein…
Zwei Lehrer sendet Gott in die irdische Erziehungsanstalt der Geister, ins Menschenleben: Die Lust und den Schmerz.
Soll ich dieses Leben mit einem Blitz vergleichen oder mit einem Tautropfen? Bevor ich auch nur diese Worte gesprochen habe, ist es schon vorbei.
Wenn dem Menschen nicht immer etwas teurer ist als das Leben, so ist das Leben nicht viel wert.
Uns aber treibt das verworrene Streben Blind und sinnlos durchs wüste Leben.
Ein schlechtes Leben [ist] besser als ein schöner Tod.
Im Sturm Sei tapfer, wenn die Masten krachen, Daß du nicht schreckversteinert stehst; Du wirst die Wogen dienstbar machen Sobald du klug das Steuer drehst. Laß' die verzweifelnden Gedanken, Daß sich dein Compaß nicht verirrt Und nie dein Schiff aus sicher'n Schranken Der off'nen See zur Brandung irrt. Gern packt das Unglück deine Schwächen. O, kämpfe, daß du nicht erliegst, Und kannst du auch den Sturm nicht brechen, So brich' nur selbst nicht und du siegst!
Leben heißt sich wandeln; und das Nachleben unsrer geschriebenen Gedanken ist von diesem Gesetze nicht frei; sie werden nur um den Preis weiterleben, daß sie von dem ursprünglichen Sinn, den sie beim Verlassen unsrer Seele hatten, immer mehr abkommen. Was man künftig an uns bewundern wird, das wird uns ganz fremd sein.
Einmal Lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.
Unser Leben ist endlich; das Wissen ist unendlich. Mit dem Endlichen etwas Unendlichem nachzugehen, ist gefährlich.
Das Leben ist so schön, doch ach! es währet nicht; Drum fuß' auf dem, was sich so schnell verzehret, nicht.
Nicht, daß ihr wie das Vieh lebt, habt ihr Leben, vielmehr, daß ihr nach Ruhm und Wissen ringt.